• Wie entsteht Schmerz?
  • So wirken Schmerzmittel im Körper
  • Das solltest du bei Schmerzmitteln beachten

Schmerzmittel gehören neben Pflastern und Taschentüchern bei vielen zur Grundausstattung der eigenen kleinen Hausapotheke dazu. Doch wie wirken Schmerzmittel genau und wie entsteht eigentlich Schmerz?

Wie entsteht Schmerz?

Ganz egal ob Prellung, Kopfschmerzen oder Schnittverletzung, das Gefühl des Schmerzes gehört dazu. Er ist ein wichtiges Warnsignal unseres Körpers, welches auf Funktionsstörungen oder äußere Einwirkungen wie starkem Druck oder Hitze reagiert. Durch diesen "Alarm" werden wir dazu veranlasst, etwas gegen die Schmerzen zu unternehmen. Dafür besitzt unser Körper die sogenannten Nozizeptoren, die Schmerzrezeptoren. Der Name stammt vom lateinischen Wort "nocere", was "schaden" bedeutet. 

Diese Rezeptoren geben die Informationen über eine Verletzung über das Rückenmark an das Gehirn weiter. Dieses erkennt nun den Schmerz und kann ihn auch sofort einer bestimmten Region unseres Körpers zuordnen, außerdem kommt es zu emotionalen Reaktionen wie Angst, Sorge oder Panik und es werden Strategien und Lösungen abgerufen, wie der Schmerz am schnellsten gelindert werden kann.

Falls du dir beispielsweise den Fuß angestoßen hast, wirst du ihn vorerst schonen und vielleicht auch hochlegen. Bei einer Schnittwunde würdest du stattdessen erst die Wunde desinfizieren und verbinden. Bei Kopfschmerzen wiederum denkst du, wenn sie stark oder langanhaltend sind, auch an eine Schmerztablette.

So wirken Schmerzmittel im Körper

Doch woher wissen Ibuprofen, Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) und Co. wo sie genau in unserem Körper wirken sollen? Nimmst du eine Schmerztablette ein, wird diese zunächst im Magen aufgelöst. Dadurch wird der darin enthaltene Wirkstoff freigesetzt und an den Darm weitergeleitet. So gelangt der Wirkstoff schließlich in deinen Blutkreislauf und wandert weiter bis zu einer Stelle, wo sich Prostaglandin befindet. Das ist ein Botenstoff, der gebildet wird, wenn wir uns verletzen oder Kopfschmerzen bekommen.

Ibu-ratiopharm Schmerztabletten - hier ansehen

Er entsteht durch das Enzym Cyclooxygenase (COX). Der Botenstoff Prostaglandin bindet sich an unsere Schmerzrezeptoren, die daraufhin dem Gehirn signalisieren, dass an dieser Stelle Schmerz empfunden wird. Der Wirkstoff im Schmerzmittel blockiert nun diese COX-Enzyme. Aus diesem Grund werden dieses Schmerzmittel auch COX-Hemmer genannt. Dadurch wird die Prostaglandin-Bildung gestoppt und unsere Schmerzen lassen nach.

So wirken die Schmerzmittel also nicht überall im ganzen Körper, sondern nur da, wo Prostaglandin durch die COX-Enzyme gebildet wird. Dadurch wird verhindert, dass der gesamte Körper von den Medikamenten betroffen ist. Daher können Schmerzmittel ganz gezielt den Schmerz genau an den Stellen, wo er entsteht, lindern.

Das solltest du bei Schmerzmitteln beachten

Schmerzmittel sind insbesondere dann hilfreich, wenn wir unter stärkeren Schmerzen leiden und diese unseren Alltag erheblich erschweren. Zudem sind Medikamente wie Ibuprofen auch entzündungshemmend. Dennoch solltest du bei der Einnahme von Schmerzmitteln einige Punkte beachten:

  • Nehme rezeptfreie Schmerzmittel ohne ärztliche Anweisung nicht länger als drei Tage hintereinander ein und auch nicht mehr als zehn Tage im Monat. Durch zu häufiges Einnehmen kann es beispielsweise zu starken Reizungen der Magenschleimhaut und anderen Nebenwirkungen kommen.
  • Kombiniere keine Schmerzmittel, sondern bleibe bei einem Wirkstoff.
  • Trinke viel Wasser oder Tee bei der Einnahme der Schmerzmittel, aber auf keinen Fall Alkohol, denn es könnte mit den Wirkstoffen zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen.
  • Nehme die Tabletten am besten nicht auf leeren Magen ein, sondern iss zuvor eine Kleinigkeit. So wird dein Magen geschont und du verträgst das Schmerzmittel besser.

Wenn du dir unsicher bist oder Nebenwirkungen bei den Schmerzmitteln auftreten, solltest du am besten Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt halten.

 Artikel enthält Affiliate Links