• Neue Studie der GfK und des Veranstalters Fit-Reisen: Deutsche schlafen gerne nackt
  • Nacktschlafen ist sehr gesund und besonders entspannend
  • Interessante Fakten über Nacktschläfer in Deutschland: so viel verdienen sie, hier leben die meisten, so alt sind Nacktschläfer

Ein guter Schlaf ist unersetzlich. Mit genügend Schlaf werden nämlich Körper und Geist fit gehalten. Während des Schlafens verarbeitet unser Gehirn die Ereignisse des Tages, regt den Stoffwechsel an, der Körper stärkt die Abwehrkräfte und sammelt neue Energie. Einen entscheidenden Unterschied macht während des Schlafens die Bekleidung. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Veranstalters Fit-Reisen und dem Marktforschungsinstitut GfK hervor. In der Umfrage ermittelten Fit-Reisen und die GfK, wie es um das Schlafverhalten in der Bundesrepublik bestellt ist. Außerdem geht es um die Auswirkungen der Kleidung während des Schlafens auf die allgemeine Gesundheit. Denn: Auch wenn die bevorzugte Bekleidung zum Schlafen divers ist, so hat die Wahl doch einen entscheidenden Anteil am ganzheitlichen Wohlbefinden.

Aktuelle Studie findet heraus: Deutsche schlafen gerne nackt

Laut der Umfrage gab die Mehrheit der Befragten mit jeweils 27 Prozent an, am liebsten mit kurzer Ober- und Unterbekleidung beziehungsweise nur mit Shorts oder Slip schlafen zu gehen. 15 Prozent der Frauen bejahten im Rahmen der Umfrage „oben ohne“ also nur mit Slip oder kurzer Schlafhose, schlafen zu gehen. 

Nacktschläfer landeten bei der Umfrage mit fast zehn Prozent im Mittelfeld. Männer gaben sich im Vergleich  zu den Frauen freizügiger. In der Gesamtbefragung gaben rund elf Prozent der Männer an, komplett nackt ins Bett zu steigen. Bei den Frauen waren es etwa acht Prozent. Am seltensten gaben die Befragten an, ihre nächtliche Ruhe ausschließlich im langen Beinkleid oder mit kurzer Unter- sowie langer Oberbekleidung zu verbringen, mit jeweils drei Prozent. 

Bei der Frage, welche Schulnote die Deutschen ihrer eigenen Schlafgesundheit geben würden, fällt das allgemeine Ergebnis überwiegend positiv aus. Mehr als 30 Prozent gab an, gut schlafen zu können. 16 Prozent gaben ihrer nächtlichen Ruhe sogar die Bestnote sehr gut. Dabei ist der Anteil der Personen, die ihre Schlafqualität mit "sehr gut" bewertet haben, unter den Nacktschläfern mit 28 Prozent am höchsten, gefolgt von Schlafenden mit ausschließlich langer Unterbekleidung (19 Prozent) und kurzer Unterbekleidung (16 Prozent). Gar nichts bis weniger anzuhaben führt also laut der Umfrage grundsätzlich zu einer besseren Schlafqualität. 

Darum ist nackt schlafen entspannend

Mögliche Gründe für sind etwa geringeres Schwitzen, ein aktiveres Sexualleben oder die Ausschüttung des Bindungshormons Oxytozin sein, das die Bildung des Stresshormons Cortisol minimiert. Laut Expert*Innen wird Oxytozin dann aktiv, wenn sich Menschen Haut an Haut berühren. Laut einer Studie der Stanford University schüttet man beim Nacktschlafen vermehrt das Schlafhormon Melatonin aus. Mit diesem Schlafhormon werden freie Radikale bekämpft, welche die Gesundheit des Körpers angreifen. Außerdem fördert es zusätzlich die Zellerneuerung. 

Nach ihrem Sexualleben gefragt, gaben mehr als 30 Prozent aller Nacktschläfer an, ein sehr gutes Liebesleben zu haben. Keine andere Gruppe sah das eigene Erleben so positiv. Auf Rang zwei mit 21 Prozent, folgt die „Oben-ohne“-Schlafgruppe mit kurzer Unterbekleidung.

Selbst bei der allgemeinen Selbstzufriedenheit haben Nacktschläfer die Nase vorn. Sie bewerteten sich mit der Durchschnittsschulnote von 2,4. Mit 27 Prozent davon sind die Nacktschläfer auch die größte Gruppe mit „sehr gut“-Bewertungen, wenn es um die Zufriedenheit mit ihrem Leben geht. 

In diesen Regionen leben die meisten und die wenigsten Nacktschläfer

  • Platz 1: Mitte-Ost (Sachsen und Thüringen) mit 18 Prozent 
  • Platz 2: Baden-Württemberg und Bayern mit elf Prozent 
  • Letzter Platz: Berlin mit vier Prozent 

In Sachsen und Thüringen gibt es, was den prozentualen Anteil betrifft, die meisten Nacktschläfer. Fast jeder fünfte schläft dort nackt, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern. Das sonst so freizügige Berlin überrascht mit dem letzten Platz auf der Nacktschläfer-Skala mit mageren vier Prozent. 

In diesem Alter schlafen die meisten nackig – oder auch nicht

  • Platz 1: 70 bis 74 Jahre mit 13 Prozent
  • Platz 2: 50 bis 59 und 60 bis 69 Jahre mit 12 Prozent
  • Letzter Platz: 18 bis 29 Jahre mit 5 Prozent

Beim Thema „Alter“ bewegen sich die meisten Nacktschläfer zwischen 70 und 74 Jahren (13 Prozent), dicht gefolgt von den Altersgruppen 50 bis 59 und 60 bis 69 (jeweils zwölf Prozent).  Deutlich zurückhaltender waren junge Erwachsene in der Altersgruppe 18 bis 29 Jahre. Rund fünf Prozent gaben an, unbekleidet das Bett aufzusuchen. 

In diesen Berufen gibt es die meisten Nacktschläfer 

  • Platz 1: Selbstständige/Freiberufler/Landwirte mit 21 Prozent
  • Platz 2: Arbeiter mit zwölf Prozent
  • Letzter Platz: Beamte und Angestellte mit jeweils acht Prozent

An der Spitze mit 21 Prozent finden sich Selbstständige, Freiberufler und Landwirte, dagegen halten mit jeweils acht Prozent auf dem letzten Platz Beamte und Angestellte.

Dieses Haushaltseinkommen haben die meisten Nacktschläfer 

  • Platz 1: unter 1.000 Euro mit 15 Prozent
  • Platz 2: 5.000 Euro und mehr mit 14 Prozent
  • Letzter Platz: 3.000 bis unter 4.000 Euro mit sieben Prozent

Beim Einkommen ist der unbekleidete Schlafstil sowohl ein Phänomen unter Menschen mit sehr geringem (15 Prozent) als auch mit sehr hohem Einkommen (14 Prozent).

Haushaltsgrößen, in denen die meisten Nacktschläfer zu finden sind

  • Platz 1: Ein-Person-Haushalt mit 13 Prozent
  • Platz 2: Zwei-Personen-Haushalt mit elf Prozent
  • Letzter Platz: Vier-Personen-Haushalt und mehr mit sechs Prozent

Bei der Haushaltsgröße geben Singles mit 13 Prozent am häufigsten an, hüllenlos einzuschlafen. Ab einer Haushaltsgröße von 4 Personen schläft es sich am meisten zugeknöpft.

Allgemeine Schlafqualität: So ruht Deutschland

  • Platz 1: Baden-Württemberg sowie im Nord-Osten (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt) mit der Durchschnittsnote 2,6.
  • Platz 2: Mitte-West (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und Nordrhein-Westfalen mit der Durchschnittsnote 2,7.
  • Letzter Platz: Mitte-Osten (Sachsen, Thüringen), Nord-Westen (Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen) sowie Berlin mit der Durchschnittsnote 3.

Aus der Umfrage geht auch hervor, dass Männer ihre Schlafqualität im Allgemeinen als besser bewerten, als Frauen. In der Umfrage bewerteten Männer ihren Schlaf mit der Durchschnittsnote 2,7, Frauen mit der Durchschnittsnote 2,9. Unterteilt nach Alter schlafen die 70- bis 74-Jährigen am besten. Sie bewerten ihren Schlaf mit der Durchschnittsnote 2,5.  Danach folgen 40 bis 49 und 30- bis 39-Jährige mit der Durchschnittsnote 2,7 und 50 bis 59 und 60- bis 69-Jährige mit der Durchschnittsnote 2,9.
Am besten schlafen laut Umfrage Beamte (Schulnote 2,2), Selbstständige/Freiberufler/Landwirte (Schulnote 2,6) und Berufslose (Schulnote 2,9). 

Auch das Einkommen scheint Einfluss auf die Schlafqualität zu nehmen. Menschen mit einem Monatseinkommen von 5.000 Euro und mehr bewerteten ihre Schlafqualität mit der Schulnote 2,4. Gefolgt von Menschen mit einem Einkommen zwischen 4.000 und 5.000 Euro (Schulnote 2,5) und 1.000 bis unter 2.000 Euro sowie unter 1.000 Euro (Schulnote 3,1) 

Die Haushaltsgrößen haben ebenfalls Einfluss auf die Schlafqualität. Am entspanntesten sind Zwei- und Drei-Personen-Haushalte (Schulnote 2,7), gefolgt von Vier- oder mehr-Personen-Haushalten (Schulnote 2,8). Auf dem letzten Platz liegen Ein-Person-Haushalte (Schulnote 3).