• Krebs und Diabetes hängen zusammen 
  • Krebsrisiko kann durch Diabetes und Übergewicht steigen
  • Experte erklärt, warum dies so ist

Diabetes ist eine deutsche Volkskrankheit über die schon viel Forschung bekannt ist. Doch nun ist eine neue Erkenntnis über die Zuckerkrankheit in den Fokus geraten, die man so nicht vermutet hatte: Man ist sich nun sicher, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Diabetes und Krebs gibt.

Erhöhtes Krebsrisiko: Übergewicht und Diabetes steigern Krebsrisiko

Demnach seien Menschen mit Diabetes besonders gefährdet, an einer Tumorerkrankung zu erkranken. Erst vor Kurzem haben Forschen ebenfalls herausgefunden, dass auch Kaffeekonsum Auswirkungen auf das Krebsrisiko hat.

Wie fr.de mitteilt, leiden laut der DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) rund 1,5 Milliarden Menschen an Diabetes. Auslöser dafür sind vor allem starkes Übergewicht, mangelnde Bewegung, schlechte Ernährung, Tabakkonsum und Alkohol. Gerade Deutschland ist daher ein Land, dessen Bevölkerung besonders gefährdet ist, an der Zuckerkrankheit zu erkranken. Laut Statista waren im Jahr 2015 knapp 25 Prozent der Deutschen übergewichtig - Tendenz steigend. 

"Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 kann man von einem bis zu 1,7-fach erhöhten Risiko für bestimmte Tumorarten ausgehen“, erklärt Prof. Dr. Herzig, Leiter des Helmholtz Diabetes Centers in München und Sprecher der DDG-Arbeitsgemeinschaft. "Das sind Brust-, Darm-, Harnblasen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, bei einer entsprechenden familiären Vorbelastung gilt auch ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs.“

Experte erklärt die Gründe, warum Krebsrisiko bei Diabetes und Übergewicht steigt

Grund dafür sei unter anderem eine erhöhte Insulinresistenz, welche mit der Zeit bei Diabetes-Patienten auftreten kann. Wie aponet.de berichtet, folgt daraus eine erhöhte Hormonausschüttung des Körpers, welche zum vermehrten Zellwachstum führt. "Insulin ist auch ein Wachstumsfaktor, der das Zellwachstum fördern kann“, bestätigt Herzig. Unterscheiden, welche Zellen wachsen sollen und welche nicht, kann das Hormon allerdings nicht. 

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Die DDG ruft außerdem dazu auf, die Forschung in diesem Bereich noch zu erweitern. Es sei noch nicht geklärt, welche Tumorbildung besonders betroffen sei und wie sich die Therapieansätze hinsichtlich der medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gestalten.

Dennoch sollten Diabetes Patienten über diesen Zusammenhang unbedingt im Bilde sein und regelmäßige Vorsorge betreiben. Denn je früher Ärzte einen möglichen Tumor entdecken, desto besser gestalten sich die Therapieansätze. Die effektivste Maßnahme gegen Krebs sei aber die Prävention von Übergewicht.

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