• Koreanische Forscher entwickeln neue Methode, um Prostatakrebs treffsicher nachzuweisen
  • Künstliche Intelligenz misst Werte im Urin
  • Sichere, genauere und günstigere Methode ohne Biopsie und ohne Schmerzen
  • Sicheres Ergebnis in nur 20 Minuten

Koreanischen Forschern und Forscherinnen vom Korea Instute of Science and Technology ist ein Durchbruch in der Krebsforschung gelungen. Sie haben eine Diagnose-Methode entwickelt, mit deren Hilfe Prostatakrebs mit nahezu 100 prozentiger Trefferquote im Urin nachgewiesen werden kann - und das innerhalb weniger Minuten. Diese neue, auf künstlicher Intelligenz basierende Methode ist nicht nur wesentlich genauer als gängige PSA-Bluttests, sondern auch noch sicherer für die Patienten. Es muss nämlich keine Biopsie vorgenommen werden, das heißt kein Blut, keine Schmerzen und keine Nebenwirkungen. Alles über die neue Diagnose-Methode lesen Sie im Folgenden.

Prostatakrebs: Häufigste Krebsart bei Männern

Prostatakrebs ist laut Deutscher Krebsgesellschaft mit einem Anteil von 25 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Jährlich bekommen mehrere zehntausend Männer die Diagnose Prostatakrebs - Tendenz steigend. Das liegt unter anderem auch an den neuen Methoden zur Früherkennung. Wegen dieser Früherkennungsmethoden ist Prostatakrebs aber auch gut behandelbar. 90 Prozent der Patienten überleben den Krebs, vorausgesetzt, er wurde rechtzeitig erkannt.

Bei der neuen Methode zur Prostatakrebs-Früherkennung wird ein auf elektrischen Signalen basierender, ultrasensitiver Biosensor eingesetzt, der mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in der Lage ist, mehrere Krebsindikatoren im Blut festzustellen. Also Stoffe, die auf eine Krebserkrankung hinweisen. Derartige Tests konnten vorher nur einen einzigen Krebsindikator-Stoff messen. Durch die Weiterentwicklung konnte die Diagnose-Genauigkeit auf nahezu 100 Prozent angehoben werden.

Diese von den koreanischen Forschern und Forscherinnen entwickelte Diagnose-Methode beruht auf einem ultrasensitiven Halbleitersensorensystem, welches vier ausgewählte sogenannte "Krebsfaktoren" erkennen kann. Diese werden dann von der von ihnen entwickelten künstlichen Intelligenz analysiert.

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Die Diagnose über den Urin ist nicht nur gut für die Patienten selber, denen eine möglicherweise schmerzhafte Biopsie erspart bleibt, sondern sie "senkt die medizinischen Kosten erheblich und entlastet das Personal", so Professor Jeong vom Asan Medial Center. Die treffsichere Diagnose-Methode könne in Zukunft auch bei anderen Krebsarten angewandt werden, sagte Dr. Lee vom Korea Institute of Science and Technology (KIST). Literatur-Tipp: Lesen Sie das Buch "Die Wahrheit über Prostatakrebs" von Prostatakrebs-Experte Dr. med Klaus Maar*.

Prostatakrebs-Vorsorge: Das wichtigste in Kürze

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Wenn der Krebs früh erkannt und rechtzeitig behandelt wird, sind die Überlebenschancen hoch. Daher sollten Männer ab 45 regelmäßig zur Prostatakrebs-Vorsorge gehen - das heißt einmal im Jahr. Diese Untersuchung wird von der Krankenkasse bezahlt. Häufige Symptome bei Prostatakrebs sind:

  • Verminderter Urinstrom beim Wasserlassen
  • Häufiger Harndrang (zum Beispiel in der Nacht)
  • Geschwollene Beine oder Füße
  • Häufige Verstopfung oder Schmerzen im Darmbereich
  • Verminderte Spermamenge
  • Schmerzen beim Sitzen (zum Beispiel in Hüfte, Rücken oder Beinen)

Wenn Sie derartige Symptome bei sich feststellen, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren. Mehr Informationen über die Symptome von Prostatakrebs finden Sie in unserem separaten Artikel. Wenn Sie tiefergehende Infos benötigen, können Sie sich auch an den Krebsinformationsdienst wenden.

 

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