• Funktionsweise des Blutkreislaufs
  • Niedriger Blutdruck: Entstehung, Symptome und Arten
  • Tipps bei Kreislaufproblemen
  • Niedrigem Blutdruck vorbeugen 

Kreislaufprobleme können Menschen jeden Alters belasten. Dabei können verschiedenartige Beschwerden auftauchen. Wie gehst du bei Kreislaufproblemen am besten vor, woher können sie kommen - und ab wann solltest du eine Arztpraxis aufsuchen? 

Kreislaufprobleme durch niedrigen Blutdruck: Symptome und Arten

Schwindel, es wird dir Schwarz vor Augen oder du siehst ein Flimmern: All das sind typische Symptome, die du bei Kreislaufproblemen wahrnehmen könntest. Hinter den Symptomen stecken komplexe Abläufe, die sich im Körper abspielen. Grundsätzlich besteht unser Blutkreislauf aus Herz, Lunge und den gesamten Körper durchziehenden Blutgefäßen. Dieser Kreislauf sorgt dafür, dass die Zellen unseres Körpers mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden; so wird beispielsweise sauerstoffreiches Blut über die Arterien aus dem Herzen in Organsysteme wie das Gehirn geleitet, während unsere Venen verbrauchtes Blut zurück in das Herz und die Lunge transportieren. Damit der Kreislauf stabil bleibt, muss der Druck in den Arterien ein bestimmtes Mindestmaß einhalten.

Eine häufige Ursache für die Entstehung von Kreislaufproblemen ist ein niedriger Blutdruck. Von einem solchen spricht man bei Blutdruckwerten unter 100/110 zu 60 mmHg. Fällt dein Blutdruck plötzlich ab, kann dein Körper nur schwer schnell genug darauf reagieren und den Druck auf dem nötigen Niveau halten. Das Gehirn wird aufgrund des zu niedrigen Blutdrucks nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Infolgedessen kann es zu Symptomen wie Schwindel, Schwarzwerden oder Flimmern vor den Augen kommen. Häufig berichten Betroffene auch von Kopfschmerzen, Ohrensausen oder Herzklopfen. Fällt dein Blutdruck extrem ab, kann es sogar zu einer Bewusstlosigkeit kommen. Ist dein Blutdruck dauerhaft sehr niedrig, können eine verminderte Leistungsfähigkeit, häufige Müdigkeit, depressive Verstimmung, innere Unruhe, Schlafstörungen, kalte Hände und Füße und/oder gestörte Konzentrationsfähigkeit die Folge sein.

Niedriger Blutdruck wird im medizinischen Bereich allgemein auch als Hypotonie bezeichnet. Differenziert wird zwischen drei Arten der Hypotonie: der primären Hypotonie, der sekundären Hypotonie und der orthostatischen Hypotonie. Bei der primären Hypotonie handelt es sich um einen niedrigen Blutdruck, der keinen erkennbaren Grund hat; bei der sekundären hingegen wird dieser durch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente verursacht. Dahinter können beispielsweise Erkrankungen wie eine Hormonstörung, eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung stecken. Bei einer orthostatischen Hypotonie fällt der Blutdruck plötzlich um mindestens 20 mmHg ab. Auch ein plötzlicher Wetterumschwung kann dazu führen, dass Kreislaufprobleme auftreten. Kommt es zu einem raschen Temperaturanstieg, weiten sich die Gefäße, und es kann infolgedessen zu einer Absenkung des Blutdrucks kommen. Der Deutsche Wetterdienst führte im Auftrag des Umweltbundesamtes eine repräsentative Umfrage zum Thema Wetterfühligkeit durch, die ergab, dass das Wetter bei ganzen 50 % der Bürger*innen eine Auswirkung auf ihre Gesundheit hat. Folgen sind häufig Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder Unruhe. Hast du grundsätzlich schon einen eher niedrigen Blutdruck, können dich die Wetterveränderungen überfordern, da dein Körper sich nicht schnell genug anpassen kann.

Das richtige Verhalten bei Kreislaufproblemen

In der Regel musst du dir keine großen Sorgen machen, wenn du ab und zu Kreislaufprobleme hast. Vor allem bei jüngeren Menschen sind Bedenken meist unnötig. Im Gegenteil gilt ein niedriger Blutdruck, sofern ihm keine Krankheit zugrunde liegt, sogar als schonender für Herz und Gefäße als ein hoher. Hast du akute Beschwerden, können schon einfache Dinge zu einer schnellen Besserung führen. Es ist sinnvoll, wenn du dich kurz hinzusetzt oder -legst, deine Beine hochlegst, etwas frische Luft reinlässt oder kaltes Wasser über deine Unterarme laufen lässt.

Anders sieht es aus, wenn die Kreislaufprobleme regelmäßig und sehr stark auftreten oder wenn der Blutdruck dauerhaft zu niedrig ist. In diesem Fall solltest du nicht zögern, zur Sicherheit einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen, um eine mögliche Erkrankung auszuschließen. Dahinter stecken könnten unter anderem Infektionskrankheiten, Entzündungen im Körper, psychische Störungen oder Stoffwechselstörungen. Auch ein Medikament könnte die Ursache sein. Dann sollte der Arzt oder die Ärztin dich zu einem Wechsel beraten. Vor allem bei älteren Menschen kann auch eine Leistungsschwäche des Herzens der Grund für Kreislaufprobleme sein. Übrigens: Stiftung Warentest hat Blutdruckmessgeräte unter die Lupe genommen - nur wenige Modelle überzeugen im Test.

Wichtig: Lassen die Kreislaufprobleme nicht innerhalb weniger Minuten nach und gehen sie mit einem Druckgefühl in der Brust, einem unregelmäßigen Herzschlag, Atemnot, einem Krampf oder einer Bewusstlosigkeit einher, solltest du nicht zögern, einen Notarzt beziehungsweise eine Notärztin zu rufen. Es könnte ein ernsthafter Grund, wie ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder eine lebensgefährliche Herzrhythmusstörung dahinter stecken. Du solltest in dem Fall so schnell wie möglich behandelt werden.

Niedrigem Blutdruck vorbeugen

Der Entstehung eines niedrigen Blutdrucks kannst du entgegenwirken. Dabei können schon einfache Änderungen des Lebensstils eine Auswirkung haben. Die Ernährung hat großen Einfluss auf unseren Kreislauf: Ernährst du dich beispielsweise salzreich, kann dies deinen Blutdruck steigern. Wichtig ist, nicht zu viel zu salzen - ein kleines bisschen reicht in der Regel schon. Die Basis sollte eine ausgewogene, gemüse- und obstreiche Ernährung bilden. Neben der Nahrung spielt auch die Flüssigkeitszufuhr eine wichtige Rolle. Bei normaler körperlicher Anstrengung sollten es laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) etwa 1,5 Liter am Tag sein; machst du Sport oder ist es besonders warm, liegt der Bedarf etwas darüber.

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Der Genuss von Alkohol weitet die Gefäße und belastet den Kreislauf, weshalb du möglichst auf Alkohol verzichten solltest. Wichtig ist hingegen, aktiv zu bleiben. Eine regelmäßige sportliche Betätigung, beispielsweise in Form von Radfahren oder Schwimmen, fördert die Durchblutung und trainiert dein Herz und deine Gefäße. Eine ähnliche Trainingswirkung auf das Herz und die Gefäße haben Wechselduschen, Saunabäder und Bürstenmassagen. Ist es sehr warm draußen, solltest du versuchen, dich nicht übermäßig körperlich anzustrengen, lockere und atmungsaktive Kleidung tragen sowie dich vorwiegend im Schatten aufhalten.

Tipp: Hier kannst du durch einen 12-Punkte-Check herausfinden, wie fit und gesund dein Herz wirklich ist. Auch interessant: Viele Menschen leiden nicht an zu niedrigem Blutdruck, sondern an zu hohem. Diese 8 Lebensmittel schützen dich vor Hypertonie.

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