Frühling und Sommer können für Allergiker eine reine Qual werden: Juckende Augen, Niesanfälle, laufende oder verstopfte Nase, Husten bis hin zur Atemnot können den Alltag erschweren. 15 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden an Heuschnupfen. Doch daneben gibt es noch andere Allergien, zum Beispiel gegen Tierhaare oder Hausstaubmilben. 

Bei einer Allergie liegt im Grunde ein Fehler des Immunsystems vor. Es unterscheidet nicht richtig, welche Stoffe schädlich für den Körper sind und welche nicht. Somit kann es harmlose Stoffe wie Pflanzenpollen als gefährliche Eindringlinge einstufen und die Abwehrkräfte mobilisieren, welche dann die typischen Symptome einer Allergie auslösen. Grundsätzlich kann jeder an einer Allergie erkranken.

Mit diesen einfachen Tipps vermeiden Sie den Kontakt mit Pollen

Nicht jeder möchte immer gleich kortisonhaltige Medikamente nehmen oder sich sogar einer Hyposensibilisierung unterziehen. Hier finden Sie ein paar einfache Tipps, wie Sie den Kontakt zu Pollen und Milben reduzieren können oder sie schnell wieder loswerden.

  • Encasings für Matratze, Kissen und Bettdecke: "Für Hausstauballergiker sind Herbst und Winter besonders kritische Zeiten", sagt Erhard Hackler von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe. "Denn obwohl die meisten Hausstaubmilben durch die niedrige Luftfeuchtigkeit während der Heizperiode absterben, erhöht sich die Allergenbelastung." Die Exkremente der Milben trocknen aus, zerfallen und werden als Feinstaub aufgewirbelt. Milbendichte Überzüge verhindern, dass die Partikel aus Matratzen und Bettwäsche in die Atemluft gelangen. Gleichzeitig werden die Milben von der Nahrungszufuhr abgeschnitten, weil sie nicht mehr an die Hautschuppen herankommen. Die Bettbezüge und Pollenschutzbezüge sollten regelmäßig bei 60 Grad gewaschen werden. 
Hier gibts Milben-Bett-Überzüge
  • Staubsauger mit Hepa-Filter: Gerade beim Staubsaugen wird viel Staub aufgewirbelt. "Abhilfe versprechen Staubsauger mit Wasserfilter", sagt Hackler. Die angesaugte Luft wird nicht in einen Staubbeutel, sondern in ein Wasserbad geleitet und dabei von Staubpartikeln weitgehend gereinigt und angefeuchtet. Alternativ dazu gibt es Staubsauger mit HEPA-Filtern. Am effektivsten sind Filter der Klasse 13, die eine Filterleistung von 99,95 Prozent aufweisen. Wer neu baut oder saniert, sollte über Zentralstaubsauger nachdenken, bei denen die Abluft nach draußen geleitet wird, rät der Bauherren-Schutzbund. Ein Leitungssystem verbindet die Etagen des Hauses mit einem Sammelbehälter. Beim Saugen damit wird kein Staub aufgewirbelt.
Hier gibts den Hepa-Filter
  • Regelmäßig putzen: Beim Putzen sollten die Fenster geschlossen bleiben und darauf geachtet werden, dass möglichst wenig Staub aufwirbelt. Wem dies nicht ganz leicht fällt, kann zusätzlich einen Mundschutz tragen, damit nicht so viel Staub oder Pollen eingeatmet werden.
  • Pollenschutzgitter: Für Fenster und Türen eignen sich spezielle Schutzgitter, die Blütenpollen draußen halten. "Wissenschaftlichen Studien zufolge wird das Eindringen von Pollen in den dahinterliegenden Raum durch solche Gitter im Durchschnitt um 90 Prozent verringert", erklärt Hackler. Damit können auch Allergiker im Frühling und Sommer Fenster öffnen und sind weitgehend geschützt.

     

    Hier gibts Pollenschutzgitter
  • Teppiche vermeiden: Teppiche und Betten sind besonders belastet. "Darin sammeln sich Haare, Textilfasern, Federteilchen und auch abgestoßene Hautschuppen, von denen sich Hausstaubmilben hauptsächlich ernähren", erklärt Hackler. 
  • Raumtemperatur und Lüften: Die Raumtemperatur uns Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer sollte möglichst gering gehalten werden. Am besten wird das Schlafzimmer zwischen 9.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens gelüftet, da hier der Pollenflug geringer ist als tagsüber. Nach Regen fliegen auch weniger Pollen in der Luft, deshalb eignet sich Lüftung danach ebenfalls
  • Grundstücksauswahl: Pollenallergiker sollten darauf achten, dass sich möglichst keine allergieauslösenden Pflanzen in der Nähe befinden. "Betroffene wissen meist, was sie besonders beeinträchtigt", sagt Volker Neuert, Berater beim Bauherren-Schutzbund. Er rät, im Eingangsbereich einen Schleusenraum einzuplanen.

Grundsätzlich sollten abends die Haare gewaschen werden, in denen sich über den Tag viele Pollen ansammeln können. Es empfiehlt sich auch, seine Kleidung außerhalb des Schlafzimmers zu wechseln. 

* Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser –nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vomHändler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis.