Goji-Beeren, Spirulina oder Moringa. Noch nie gehört? Alle drei sind sogenannte "Superfoods". Heutzutage kommt kein Ernährungstrend, dessen Erfinder etwas auf sich halten, ohne sie aus. Oft hat man ihre Namen noch nie gehört oder sie sind ziemlich teuer. Doch auf der Superfood-Liste findet sich auch ein Gewächs, das bei uns heimisch ist: Dinkel. Doch hat der unexotische Dinkel den Titel Superfood verdient? So gesund ist Dinkel wirklich.

Dinkel, auch Spelz genannt, ist ein Getreide, das eng mit dem heutigen Weichweizen verwandt ist. Heute sieht man ihn vor allem in Bio-Bäckereien, aber auch immer mehr in anderen Bäckereien. Dabei ist Dinkel schon länger hier als die meisten von uns: Das Urgetreide wurde schon von den Kelten und Ägyptern geschätzt, im Mittelalter war es wichtiger Bestandteil der Ernährungslehre der berühmten Dichterin und Gelehrten Hildegard von Bingen. 

Dinkel als Superfood: So fördert das Getreide die Gesundheit

Auch von Menschen mit einer Weizenunverträglichkeit wird Dinkel gerne als Ersatzgetreide genutzt. Allerdings ist es ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Dinkel kein Gluten enthalte und somit bei Zöliakie, eine durch Glutenunverträglichkeit ausgelöste Erkrankung des Magen-Darm-Traktes, verträglich wäre. 

Weizen und Dinkel sind eng verwandt. Diese Verwandtschaft zeigt sich auch in der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe: Die beiden Getreidesorten unterscheiden sich nicht erwähnenswert in den Gehalten an Fett oder Fettsäuren. Allerdings enthält das Gluten in Dinkel, im Gegensatz zum Weizengluten, nicht das Protein "Gliadin" - was auch labortechnisch zur Unterscheidung der beiden Getreide herangezogen wird.

Dinkel besitzt einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, die gut für das Herz sind. Außerdem finden sich im Dinkel alle essenziellen Aminosäuren. Besonders hoch ist der Gehalt an Tryptophan, eine Aminosäure, die in Serotonin umgewandelt wird - Dinkel macht also glücklich. Des Weiteren enthält Dinkel auch noch die Vitamine B1, B2, B3 und B6, sowie die folgenden Spurenelemente:

  • Zink (gut fürs Immunsystem)
  • Eisen (gut für den Sauerstofftransport)
  • Kupfer (gut für Immunsystem, Schilddrüse, Haare, Knochen und Haut)
  • Mangan (gut für Knochen, Stoffwechsel und Bindegewebe)

Übrigens: Wussten Sie, dass Grünkern* - ein weiteres Superfood - nichts anderes als halbreifer Dinkel ist, der speziell geröstet wird? 

Ein weiterer, vielleicht wichtiger Unterschied in den Inhaltsstoffen ist der deutlich höhere Kieselsäuregehalt des Dinkels. Kieselsäure  stärkt die Knochen, so Dr. Johannes Naumann vom Universitätsklinikum Freiburg. Je höher die Aufnahme von Kieselsäure, desto höher sei auch die Knochendichte.

Beim Kauf von Dinkel sollten Sie darauf achten, dass Sie Urdinkel* kaufen, da moderne Sorten oft mit Weizen gekreuzt wurden und so seine gesundheitlichen Vorteile einbüßen kann. Sorten wie Albin, Hercule oder Renval sind mehr oder weniger stark mit Weizen gekreuzt. Urdinkelsorten wie Oberkulmer Rotkorn* oder Bauländer Spelz sind nicht mit Weizen gekreuzt.

Neben gesundheitlichen Vorteilen hat Dinkel auch noch Vorteile für die Landwirtschaft: Urdinkel zeichnet sich durch eine hohe Frost- und Dürrebeständichkeit, sowie hohe Pilzresistenz aus.

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.