• Schlechte Ernährung ist eine der Hauptursachen für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Diese acht Lebensmittel solltest du nicht zu häufig essen
  • Sie können deine Arterien "verstopfen"

Rauchen, Alkoholkonsum, zu wenig Bewegung: Das alles begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber ein Hauptgrund für Herzinfarkt und Co. ist oft eine extrem ungesunder Ernährung. Lagern sich Fette in unserem Körper ab, verstopfen nach und nach auch unsere Arterien. Wenn das Blut nicht mehr richtig fließen kann, erhöht sich das Risiko einer Herzkrankheit. Gerade auf Lebensmittel, die vielen gut schmecken, sollte man der Gesundheit zuliebe eigentlich verzichten, da sie sehr fettreich sind. 

Verstopfte Arterien: Diese 8 Lebensmittel solltest du nur in Maßen essen - deinem Herz zuliebe

Verstopfte Arterien werden mangels Symptome oft erst bemerkt, wenn sie bereits einen Herzinfarkt ausgelöst haben. Deswegen ist eine ausgewogene Ernährung mit viel rohem Obst und Gemüse, sowie Sport sehr wichtig, um einen erhöhten Risikofaktor für einen Herzinfarkt auszuschließen.

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Vor allem solltest du Lebensmittel und Gerichte meiden, die reich an gesättigten Fettsäuren sind. Welche Lebensmittel du auf deinem Speiseplan ergänzen solltest, um dein Herzinfarktrisiko dauerhaft zu senken und deine Arterien sogar zu reinigen, erfährst du hier. 

Da aber gerade die ungesunden Lebensmittel vielen sehr gut schmecken, ist es wichtig, sich ihrer Risiken bewusst zu sein. Diese Lebensmittel können zu Fettansammlungen in den Arterien führen:

Fleisch und Wurst - fettig und sogar krebserregend

Auch, wenn viele es nicht mehr hören können: Fleisch ist kein gesundes Lebensmittel. Aufgrund des hohen Gehaltes gesättigter Fettsäuren und Cholesterin in Fleisch, ist Fleischkonsum besonders für das Herz-Kreislauf-System ein Risiko. Verarbeitete Fleischwaren wie Wurst oder Speck enthalten zusätzlich auch noch sehr viel Salz. Übrigens: Auch Fleischsorten wie Geflügel, die als fettarm gelten, können die LDL-Werte im Blut (das "schlechte" Cholesterin) in die Höhe schießen lassen und damit ein erhöhter Risikofaktor für einen Herzinfarkt sein.

Schon länger ist bekannt, wie schädlich rotes Fleisch, also das von Schwein oder Rind, für die Gesundheit ist. Forscher der Harvard School of Public Health in Boston haben herausgefunden, dass Menschen, die regelmäßig rotes Fleisch essen, häufiger an Diabetes, Herzkreislaufstörungen und Darmkrebs erkranken. Auch Rheumapatienten sollten auf Fleisch verzichten, da die Arachidonsäure im Fleisch ihre Gelenkschmerzen verstärken kann. 

Überdies stuft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Wurst als krebserregend ein. Beim Verzehr von verarbeitetem Fleisch erhöhe sich das  Risiko, an Darm-, Bachspeicheldrüsen- und Prostatakrebs zu erkranken, signifikant.  Experten raten, wenn nicht gar zum kompletten Fleischverzicht, zu einer drastischen Reduzierung: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt etwa eine maximale Menge von 300 Gramm Fleisch pro Woche. Im deutschen Durchschnitt wird viermal so viel verzehrt. Auch aus ökologischen Gründen ist der Verzicht auf Fleisch sehr sinnvoll: Laut der Universität Oxford ist zum Beispiel eine vegane Ernährung die einfachste und effektivste Möglichkeit, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Zum Vergleich: Die  UN-Landwirtschaftsorganisation FAO fand heraus, dass die Nutztierhaltung mehr Treibhausgase verurscht als der weltweite Verkehr, Schiffs- und Flugverkehr eingeschlossen. Willst du deinen Fleischkonsum reduzieren? Hier verraten wir dir, wie du ein kleines bisschen veganer werden kannst.

Geflügelhaut - lecker, aber extrem schädlich

Du findest, die Haut ist beim Brathähnchen das Leckerste? Zumindest ist sie das Ungesündeste, denn die Haut von Brathähnchen & Co. trägt sehr zu einer Fettansammlung in deinen Blutgefäßen bei. Die Geflügelhaut scheint auf den ersten Blick weniger relevant, wenn es um die Gesundheit unserer Blutgefäße geht. Allerdings steckt sie voller Kalorien und Lipoprotein und ist damit sehr fettreich. Sie verstopft deine Arterien und erhöht dein Herzinfarktrisiko.

Die in der Haut enthaltenen Lipoproteine erhöhen, wenn sie in zu hoher Konzentration im Blut vorkommen, das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes. Ist gleichzeitig auch noch der LDL-Wert des Blutes erhöht, ist das Risiko für derlei Erkrankungen besonders hoch, so Prof. Dr. Ulrike Beisiegel vom Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf.

Besonders frittiert oder gebraten ist die Geflügelhaut ein ungesunder Snack. Aber auch vor dem Kochen sollte sie aus gesundheitlichen Gründen entfernt werden. So enthält ein frittierter Chicken Wing etwa zehn Gramm Fett und 160 Kilokalorien. 

Eier - Cholesterin verstopft deine Arterien

Nicht nur die Haut ist ein potenziell gesundheitsschädlicher Teil des Geflügels, auch das Ei hat es in sich: Ein durchschnittliches Ei enthält fünf Gramm Fett und bis zu 280 mg Cholesterin, mehr als die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis.

Vor allem die im Eigelb befindlichen Lipoproteine können zu einer Verstopfung der Arterien führen. Probiere doch stattdessen einmal Kala Namak Salz*: mit dem Schwefelsalz aus Indien erzielst du zum Beispiel - auf Brot mit Avocado gestreut - einen Ei-ähnlichen Geschmack.

Achtung: Besonders bei Menschen, die bereits an koronaren Herzerkrankungen oder Arteriosklerose leiden, ist der Konsum von Eiern bedenklich, so Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Vorstand der Deutschen Herzstiftung. Ist das bei dir der Fall, sind Eier ein besonders hoher Risikofaktor für einen Herzinfarkt.

Fettreiche Milchprodukte - Fett lagert sich in Blutgefäßen ab

Milch, Käse, Joghurt, Butter, Eis oder Sahne: Viele essen diese Lebensmittel mehrmals am Tag und das, ohne sich bewusst zu sein, wie schädlich Milchprodukte für die Gesundheit sein können. Denn sie alle können zu Ablagerungen und Verstopfungen in den Blutgefäßen führen, vor allem Vollmilch-Produkte. Auf fettarme Milch umzusteigen, hat für das Herz, laut Kardiologie.org - eine Webseite der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - allerdings keinen positiven Effekt. 

Butter wird beispielsweise aus Sahne hergestellt, welche viele gesättigte Fettsäuren enthält. Gesättigte Fettsäuren können die Cholesterin-Werte im Blut erhöhen und somit zu Verstopfungen der Gefäße führen. Laut Max-Rubner-Institut sollten vor allem Männer Milchprodukte vermeiden, da diese das Prostatakrebs-Risiko erhöhen.

Generell gilt: Milchprodukte sollten vermieden werden und höchstens in fettarmen Varianten, sowie möglichst selten konsumiert werden. Versuche stattdessen doch ab und zu eine pflanzliche Milchalternative wie etwa Hafermilch*: Sie ist nicht nur gut für Gesundheit und Klima, sondern schmeckt auch noch gut und lässt sich zum Beispiel prima für Ihren Cappuccino aufschäumen.

Transfette - ein hoher Risikofaktor für Herzinfarkte

In vielen alltäglichen Lebensmitteln finden sie sich: die Transfette oder auch trans-Fettsäuren. Wird von Transfetten gesprochen, geht es meistens um trans-Fettsäure enthaltende Lebensmittelfette (Triglyceride). Diese Transfette finden sich vor allem in Fleisch, Milchprodukten und industriell hergestellten Lebensmitteln wie Backwaren und sind ein besonders hoher Risikofaktor für einen Herzinfarkt.

Transfette sind teilgehärtete Fette und werden als Mitverursacher verstopfter Blutgefäße und koronaren Herzerkrankungen angesehen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät dazu, Transfette zu vermeiden. Transfette erkennen: Ob sich in einem Produkt trans-Fettsäuren befinden, kannst du anhand von Verpackungsangaben wie gehärtet oder teilweise gehärtet erkennen. Eine Kennzeichnungspflicht für Transfette besteht in der EU nicht. Erwachsene sollten täglich maximal 2,5 Gramm Transfette zu sich nehmen.

Übrigens: Auch in Kuhmilch finden sich oft hohe Werte an trans-Fetten, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Auch die hohen Transfett-Werte von Pflanzenmargarine sind laut DGE Geschichte: Durch gezielte Hersteller-Maßnahmen wurden die trans-Fett-Gehalte in Margarine auf ein sehr niedriges Niveau gesenkt. Tipp: Die Reine Rapsmargarine von Goldina* beispielsweise kommt ganz ohne Palmöl aus.

Backwaren und Süßigkeiten - schmackhafte Leckerei, die deine Arterien verstopft

Auch Backwaren und Süßigkeiten sind, wie zu erwarten, keineswegs unschädlich für unsere Gesundheit. Hierfür gibt es mehrere Gründe: Sie enthalten kaum Antioxidantien oder Ballaststoffe, dafür aber hohe Mengen an Transfetten, raffiniertem Mehl und Industrie-Zucker. Das Problem? All diese Inhaltsstoffe können die menschlichen Arterien verstopfen. 

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Zucker: Wenn zu viel Zucker im Blut gelöst ist, können sich nicht verwertbare Zuckermoleküle im Herzmuskel ablagern - so die Deutsche Herzstiftung. Dadurch bildet sich fälschlicherweise Bindegewebe, welches die Pumpkraft deines Herzens negativ beeinflusst. Außerdem lagern sich überschüssige Zucker-Stoffwechselprodukte in den Blutgefäßen ab und können diese verstopfen, die Folgen sind Arteriosklerose bis hin zum Herzinfarkt.

Industriell hergestellte Backwaren und Süßigkeiten enthalten neben raffiniertem Mehl und Zucker auch häufig zu viel Salz. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, möglichst wenig Salz zu essen und am besten selbst zu backen, da im Handel kaum Backwaren ohne die schädlichen Inhaltsstoffe zu finden sind. Ernährungsverbände raten daher, diese industriell verarbeiteten Backwaren und Süßigkeiten zu meiden und eher auf frisches Obst zurückzugreifen. Wer gar nicht auf süße Snacks verzichten möchte, der sollte auf zuckerfreie Müsliriegel* oder Trockenfrüchte zurückgreifen.

Öle, salzige Snacks und Junkfood - verführerisch und gesundheitsschädlich

Die meisten Speiseöle in unseren Küchen, wie Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl, enthalten hohe Mengen an gesättigten Fettsäuren. Diese schaden dem Herz-Kreislauf-System und können die Arterien verstopfen. Auch die gängigen Snacks wie Pommes, geröstete Erdnüsse oder Kartoffelchips enthalten gesättigte Fettsäuren und sollten nur in geringen Mengen verzehrt werden. Greife doch besser auf Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren wie Oliven- oder Rapsöl zurück. In diesem Artikel verraten wir dir, welches Olivenöl das beste ist.

Pistazien sind ein beliebter und salziger Snack: Pistazien unterstützen aufgrund ihrer Nährstoffzusammensetzung das Herz-Kreislauf-System. Die grünen Nüsse können sehr gesund sein, allerdings auch sehr gefährlich werden. Hier kannst du nachlesen, worauf du beim Kauf von Pistazien achten musst.

Auch Junkfood wie Burger und Pizza strotzen nur vor gesättigten Fettsäuren. Auch sie enthalten viel Fett und Cholesterin und können damit unsere Arterien verstopfen und ein Herzinfarktrisiko begünstigen. Die künstlichen Geschmacksverstärker in diesen Produkten sind ebenfalls schädlich für unsere Gesundheit. Am gesündesten ist es immer noch, selber zu kochen. Für Kochmuffel empfehlen sich beispielsweise die Kochboxen von HelloFresh. Hier verraten wir dir alles über die praktischen Gemüsekisten.

Süßigkeiten und gesüßte Getränke - schmackhafte Süchtig-Macher

Lebensmittel mit einem hohen Zuckergehalt wirken sich ebenfalls negativ auf deine Arterien aus. Darüber hinaus erhöhen Süßigkeiten, Kuchen & Co. dein Risiko für Übergewicht – ein maßgeblicher Faktor in der Entstehung der Arterienverkalkung und ein großer Risikofaktor für einen Herzinfarkt. Überschüssiger Zucker wird in der Leber zu Fett umgewandelt und umhüllt von LDL-Cholesterin über die Blutbahnen transportiert. Die Folge: Ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Hypercholesterinämie, Adipositas (Fettleibigkeit) und Diabetes Typ 2.

Gemüsepommes statt Fritteusen-Pommes

Während herkömmliche Süßspeisen zumindest ein bisschen satt machen und daher im Normalfall nicht kiloweise verdrückt werden, ist das bei süßen Getränken leider anders: Cola, Limonaden oder zuckerige Eistees sind deswegen so gefährlich, weil innerhalb kürzester Zeit große Mengen an flüssigem Zucker in unserem Körper landen – ein enormer Risikofaktor für Herzinfarkt, Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Arteriosklerose. Zwar sind Süßstoffe nach aktuellem Forschungsstand vermutlich auch nicht harmlos, da sie uns an einen extrem süßen Geschmack gewöhnen und möglicherweise (!) der Darmflora schaden. Hier verraten wir dir, wie du deine Darmflora wieder auf Kurs bringen kannst.

Dennoch deutet alles darauf hin, dass kalorienfreie, mit Süßstoffen gesüßte Getränke das geringere Übel sind. Greife trotzdem besser zu Wasser, Kaffee oder ungesüßtem Tee, um dein Herzinfarktrisiko zu senken. 

Weiterer Tipp: Achte auf richtige Flüssigkeitszufuhr

Die Deutsche Herzstiftung warnt gerade im Sommer davor, das Trinken zu vernachlässigen. Durch die hohen Temperaturen kann man täglich mehrere Liter Wasser ausschwitzen. Achtung: Herzkranke Menschen dürfen manchmal nicht zu viel Wasser trinken, da ihre Herzleistung bei zu hoher Flüssigkeitszufuhr beeinträchtigt werden kann. Wenn du bereits Herzprobleme hast, solltest du die richtige Wassermenge unbedingt mit deinem Arzt absprechen.

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