Die Impfung gilt nach wie vor als essenziell im Kampf gegen COVID-19. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell stark ansteckenden Virus-Mutationen wie Delta oder Omikron. Die COVID-19-Taskforce der European Medicines Agency (EMA) hat sich jetzt zur Impfung bei Schwangeren und Stillenden geäußert. 

Die Expert*innen sehen tagtäglich mehr Belege dafür, dass mRNA-COVID-19-Impfstoffe keine Schwangerschaftskomplikationen bei werdenden Müttern und ihren Babys verursachen. Das erklärte die EMA in einer Mitteilung am Dienstag, 18. Januar 2022. Laut eigenen Angaben habe die Taskforce mehrere Studien mit insgesamt rund 65.000 Schwangerschaften in verschiedenen Stadien eingehend geprüft.

Das sagt die EMA zur mRNA-Impfung bei geplanter Schwangerschaft

Bei der Überprüfung gab es keinerlei Anzeichen für ein erhöhtes Risiko von Schwangerschaftskomplikationen, Fehlgeburten, Frühgeburten oder nachteiligen Auswirkungen auf das ungeborene Kind nach einer mRNA-COVID-19-Impfung. Die Studien zeigten außerdem, dass die mRNA-Impfungen die Gefahr eines Krankenhausaufenthaltes sowie Todesfalles bei Schwangeren signifikant senke. 

Die Nebenwirkungen, die bei Schwangeren nach einer mRNA-Impfung auftraten, entsprechen laut der EMA denen der geimpften Bevölkerung insgesamt. Zu den Nebenwirkungen gehören Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, Muskelschmerzen und Schüttelfrost. Diese Nebenwirkungen seien in der Regel leicht ausgeprägt und würden sich im Laufe weniger Tage nach der Impfung bessern. 

Weil eine Schwangerschaft bislang ein Indikator für ein erhöhtes Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung ist, besonders ab dem Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels, empfiehlt die EMA werdenden Müttern oder Frauen, die schwanger werden wollen, sich impfen zu lassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat seit November ebenfalls eine Empfehlung der Corona-Impfung für Schwangere und Stillende abgegeben.

Untersuchung gilt für Biontech- und Moderna-Impfstoff

Die EMA betont in ihrer Mitteilung, dass die Untersuchung für Schwangere und Frauen, die schwanger werden wollen, für die mRNA-Impfstoffe „Comirnaty“ (Biontech) und „Spikevax“ (Moderna) gelte. Man wolle jedoch auch Daten für andere COVID-19-Impfstoffe prüfen, sobald diese verfügbar seien.