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Darmspiegelung: Wann ist sie notwendig?

Eine Darmspiegelung kann gesundheitliche Missstände aufdecken. Aber wann ist diese notwendig? Wann Sie sich einer Darmspiegelung unterziehen sollten, lesen Sie hier.
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Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung. Mit der richtigen Vorsorge kann das Risiko minimiert werden. Foto: pixabay.com

Die Darmspiegelung, auch "Koloskopie" genannt, dient der Untersuchung des Dickdarms und findet häufig bei älteren Menschen Anwendung. Vielen Patienten graut es vor der rund 20 minütigen Untersuchung. Dabei gilt die Darmspiegelung als wichtigste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs.

Mithilfe einer Darmspiegelung lassen sich nicht nur Krankheiten am und im Dickdarm, sondern auch am und im Dünndarm erkennen. Die am häufigsten verbreiteten Darmerkrankungen sind dabei chronische und akute Entzündungen, Durchblutungsstörungen und Ausstülpungen des Darms. Außerdem können während der Untersuchung Polypen entfernt und somit das Krebsrisiko reduziert werden. 

Wann sollte ich mich einer Darmspiegelung unterziehen?

Grundsätzlich gilt: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für eine Darmerkrankung. Laut Angaben des "Bundesministeriums für Gesundheit" haben gesetzlich versicherte Männer einem Alter von 50 Jahren und  gesetzlich versicherte Frauen ab einem Alter von 55 Jahren Anspruch auf eine bezahlte Darmspiegelung. Um mehr Menschen zur Vorsorge zu animieren, erhält jeder deutsche Staatsbürger bereits ab dem 50. Lebensjahr eine persönliche Einladung zur Darmkrebsvorsorge. 

Eine Darmspiegelung sollte aber nicht nur als Vorsorgeuntersuchung für Darmkrebs durchgeführt werden. Ein Termin beim Gastroenterologen sollte beispielsweise bei wiederholtem Durchfall, Verstopfung oder Bauchschmerzen vereinbart werden. Aber auch bei einer unklaren Gewichtsabnahme, vermehrten Blähungen oder Blut im Stuhl, kann eine Darmspiegelung Aufschluss über die Ursache geben. 

Das Verfahren ermöglicht den Ärzten eine genaue Untersuchung der Darmschleimhaut. Werden verdächtige Stellen gefunden, kann die Entnahme einer Gewebeprobe bei der frühzeitigen Erkennung von Darmkrebs helfen. Krebsvorstufen können noch während des kurzen Eingriffs entfernt werden.

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Wie läuft eine Darmspiegelung ab?

In der Regel erfolgt die Darmspiegelung ambulant. Dabei steht es dem Patienten frei, ob er ein beruhigendes und schläfrig machendes Medikament einnehmen möchte. Schließlich führt der Arzt ein Endoskop, das sich von außen steuern lässt, in den After ein. Zur besseren Einsicht wird Luft in den Dickdarm geströmt, damit dieser sich ausweitet. Während der Arzt das Gerät langsam wieder aus dem Darm herauszieht, kann er mithilfe einer Kamera, die am Endoskop befestigt ist, die Darmschleimhaut beobachten.

Entdeckt der Gastroenterologe auffällige Stellen an der Schleimhaut, kann er kleinere operative Eingriffe mithilfe des Endoskops durchführen. 

Bei sämtlichen Beschwerden, die auf eine Darmkrankheit hinweisen, werden die Kosten einer Darmspiegelung in den meisten Fällen von der Krankenkasse übernommen. Da die Untersuchung grundsätzlich nicht länger als eine halbe Stunde dauert und Patienten unter der Einnahme von Medikamenten kaum Schmerzen verspüren, sollte Sie bei Symptomen, die auf eine Darmerkrankung hinweisen, keine Scheu vor einer Darmspiegelung haben. 

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Ernährungsexperten raten dazu durch den Konsum bestimmter Lebensmittel Symptome wie Blähungen oder Durchfall zu lindern. Sie können die Darmflora beruhigen. Forscher haben zudem untersucht, welchen Einfluss auf das Darmkrebs-Risiko schwarzer Tee hat.

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