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Gemüseanbau im Herbst: sichern Sie sich Ihr Wintergemüse

Die Erntezeit ist bei vielen Gemüsesorten momentan im vollen Gange. Doch neben der Abernte kann man jetzt auch noch ein paar Gemüsesorten anbauen. Erfahren Sie hier welche Gemüsesorten Sie jetzt noch ganz einfach einpflanzen können…
 
Gemüseanbau im Herbst
Foto: Elias Morr
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Der Herbst schreit nach Erntezeit: Karotten, Grünkohl, Kürbis. All diese Gemüsesorten sind jetzt bereit verarbeitet zu werden. Wer sich aber frisches Gemüse aus dem eigenen Garten bis in die Wintermonate sichern möchte, sollte jetzt handeln. Es gibt zahlreiche Gemüsesorten, die perfekt in den Wintermonaten wachsen – sogar im Freien.

Knoblauch

Knoblauch wird das ganze Jahr über in der Küche verwendet. Da lohnt es sich schon über einen eigenen Anbau nachzudenken – dafür wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt. Man kann Knoblauch nämlich entweder im Frühjahr oder im Herbst pflanzen. Im Herbst eignet sich die Zeit von Mitte September bis Mitte Oktober. Setzten Sie hierfür einfach ganze Knoblauchzehen circa vier Zentimeter tief in die Erde ein. Knoblauch ist winterfest, es sollte jedoch ein dünner Bodenschutz auf die eingesetzten Zehen gelegt werde, um Sie vor sehr niedrigen Temperaturen zu schützen. Im Juli ist dann Erntezeit. Die Knollen können bis zu 10 Monaten trocken gelagert werden.

Radieschen

Auch Radieschen können bis in den Herbst angebaut werden. Sie sind nicht nur optimal für das Gemüsebeet, sondern können sogar auch auf der Terrasse oder auf dem Balkon gezüchtet werden. Vor der Aussaat sollte der Boden gelockert und befeuchtet werden. Danach kann die Saat ungefähr einen Zentimeter tief in die Erde eingelegt werden. Die Erntezeit ist der Schlüssel zu geschmackvollen Radieschen. Man sagt, dass Radieschen im Oktober oder November bereit zur Ernte sind. Wie lange Ihre

Radieschen aber genau brauchen, ist schwer abzuschätzen. Unser Tipp: regelmäßiges Probieren! So kann der richtige Erntezeitpunkt bestimmt werden.

Topinambur

Wie auch der Knoblauch kann Topinambur im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt werden. Im Herbst eignet sich der Anbau von September bis Oktober. Die Knollen sind winterfest und können auch bei Temperaturen bis -15 Grad noch überleben. Topinambur ähnelt im Anbau und in der Ernte sehr der Kartoffel. Die Knollen müssen einfach nur zehn Zentimeter tief in die das Beet gelegt werden. Wer den Boden mit Dünger ergänzt, kann zum Wachstum der Pflanze beisteuern. Die ersten Sorten können sogar schon im Oktober geerntet werden. Man erkennt den perfekten Zeitpunkt, wenn die Pflanze anfängt zu verwelken.

Blattgemüse

Auch viele Blattgemüsesorten haben jetzt Ihren Auftritt. Salat oder Spinatsorten können jetzt noch gepflanzt werden und auch noch dieses Jahr verarbeitet werden.

Wer jetzt Feldsalat aussät, kann ihn ab Ende November ernten. Dafür können die Samen breitflächig auf dem Beet verteilt werden. Bei dieser Methode sollte trotzdem darauf geachtet werden, dass die Pflanzen nicht zu nah aneinander stehen. Feldsalat braucht einen sonnigen Standort und einen feuchten Boden, um gut zu wachsen. Ab Ende November oder ungefähr sechs Wochen nach der Saat kann der Feldsalat abgeerntet werden.

Auch der Rucola kann noch bis Anfang September ausgesät werden. Am besten wächst er auf einem luftigen und nährstoffreichen Boden, er gilt aber als sehr pflegeleichtes Blattgemüse und braucht wenig Pflege. Auch der Rucola eignet sich für einen Anbau auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Die Saat sollte ungefähr ein bis zwei Zentimeter tief in den Boden eingelegt werden. Da der Rucola eine mediterrane Pflanze ist, braucht er zum Wachsen viel Sonne. Nach vier bis sechs Wochen sind die Blätter lang genug und der Salat kann abgeerntet werden. Achten Sie darauf bei der Ernte immer mindestens zwei Zentimeter stehenzulassen, denn Rucola kommt immer wieder nach.

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Spinat anzubauen eignet sich im Herbst besonders gut, da die Sommermonate einfach zu warm sind. Für die Herbsternte sollte der Spinat Mitte/ Ende August ausgesät werden und damit er ab Mitte September ins Beet kann. Ein aufgelockerter Boden erlaubt dem Spinat seinen tief gehenden Wurzeln zu entwickeln. Zusätzlich ist ein halbschattiger Platz ideal. Legen Sie die Saat in Reihen etwa 3 Zentimeter tief in Ihr Beet. Bei Winterspinat bietet es sich an ein Vlies auf das Beet zulegen, damit die Pflanzen vor Frost geschützt werden. Nach sechs Wochen, beim Winterspinat also circa Mitte November, kann die Ernte losgehen.

Kräuter

Auch verschiedene Kräuter finden in den Herbst- und Wintermonaten Ihre Reife – Sie spielen besonders Balkon-Gärtnern in die Karten. Die Winterkresse ist der Klassiker unter den Herbstkräutern und lässt sich ganz – auch von drinnen – einfach anbauen. Vor dem Anbau muss die Kresse 6 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Die Samen werden dann in einer Anzucht- oder Pflanzschale verteilt und müssen stets feucht gehalten werden. Schon eine Woche später kann die Kresse vorsichtig Mal abgeerntet werden. Wie beim Rucola, sollte hier kurz vor der Wurzel abgeschnitten werden, denn auch die Kresse wächst nach.

Auch der Winterportulak, lässt sich wie der Name schon verraten lässt, in den kälteren Monaten heranziehen. Das Kraut lässt sich von Mitte September bis in den Februar aussäen. Dafür muss die Saat ungefähr einen halben Zentimeter in den Boden eingearbeitet werden. Die Erntezeit beginnt dann im November und zieht sich bis ins Frühjahr. Wer auch hier bei jeder Ernte ein paar Blätter dranlässt, kann sich den ganzen Winter immer wieder über neue Ernte freuen.

Wer Vorarbeit geleistet hat und bereits Jungpflanzen gezogen hat, kann diese jetzt auch noch pflanzen. Für regelmäßige Neuigkeiten zu saisonalen Pflanzen und Gemüsesorten, schauen Sie doch mal bei unserem Pflanzalarm in unserer App vorbei!