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Mischkultur: 10 Gemüsesorten und ihre Wunschnachbarn

Ein Gemüsegarten wie er im Buche steht: Ein Zusammenspiel aus den buntesten und leckersten Gemüsesorten, die alle prächtig wachsen und gedeihen. Das wollen Sie auch? Dann sollten Sie unbedingt auf Ihre Mischkultur im Beet achten. Denn nicht alle Gemüsesorten vertragen sich problemlos.
 
Mischkultur: 10 Gemüsesorten und ihre Wunschnachbarn
Mit der richtigen Mischkultur können Sie sich über einen prächtigen Ernteertrag freuen. Foto: Foto: Markus_Spiske/ unsplash.com
  • Mischkulturen unterstützen sich beim Wachsen 
  • Nicht alle Nutzpflanzen vertragen sich 
  • Die richtige Mischkultur kann vor Pilz- und Krankheitsfällen schützen. 

Mischkultur bedeutet im Grunde nur, das Anpflanzen verschiedener Nutzpflanzen nebeneinander. Was eine gute Mischkultur im Endeffekt ausmacht, ist die richtige Mischung von Nutzpflanzen. Nicht alle Obst- und Gemüsesorten vertragen sich im Beet gut: die einen ziehen den anderen  wichtige Nährstoffe, verbrauchen zu viel Platz oder versperren das Sonnenlicht. 

Vorteile einer Mischkultur

Abwechslung im Beet ist wichtig. Niemand möchte ein Beet mit nur einer Gemüsesorte oder einer Blume. Sogenannte Monokulturen wirken fast ein wenig langweilig.

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Besonders schön werden Gemüsebeete mit vielen verschiedenen Kräutern, Gemüse- und Obstsorten, die sich gegenseitig beim Gedeihen unterstützen. Zusätzlich können Pilz- und Krankheitsfälle vermieden werden. Welche diese Sorten sind, zeigen wir Ihnen jetzt. 

Einer der wichtigsten Merkmale für eine Mischkultur ist die Wuchsform. Wer breitflächige Sorten mit schmalen mischt, kann sich über viel Ertrag zur Ernte freuen. 

1. Paprika

Paprika braucht viele Nährstoffe, um gut und prächtig zu gedeihen. Daher kann sie keine Nachbarn vertragen, die ihr die nötigen Nährstoffe ziehen. 

Gute Nachbarn für die Paprika sind zum Beispiel Karotten, Gurken, Tomaten und Basilikum. Knoblauch unterstützt Paprika nicht nur in ihrem Wachstum, sondern beschützt sie mit seinem Geruch auch vor einem Pilzbefall. 

In Aubergine, Erbsen, Fenchel, Kapuzinerkresse und Rote Beete findet die Paprika eher schlechte Nachbarn. Sie nehmen ihr die nötigen Nährstoffe und lassen sie verkümmern. 

2. Tomaten

Tomatenpflanzen wachsen in die Höhe, daher haben unter ihr besonders kleinere Pflanzen Platz zum Gedeihen. Dazu gehören zum Beispiel Salate, Spinat und jegliche Kräuterarten. 

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Basilikum und Petersilie passen nicht nur in der Küche gut mit Tomaten zusammen, sondern auch im Beet. Mit ihren ätherischen Ölen vertreiben sie sogar Blattläuse. 

Tomaten sollten aber keinesfalls neben Kartoffeln, Fenchel und Rotkohl stehen. Auch die beliebte Kombination Gurken und Tomaten bringt mehr Nutzen als Schaden. Die beiden Sorten sollten lieber in getrennten Beeten kultivieren. 

3. Kürbis

Der Kürbis braucht viel Platz zum Wachsen. Die Frucht nimmt besonders zum Herbst Form an und kann den ein oder anderen Pflanzen den nötigen Platz und das nötige Licht nehmen. 

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Pflanzen Sie Kürbis daher lieber mit Mais und Stangenbohnen zusammen. Diese dreier Kombination wurde schon von den Mayas gerne zusammen gepflanzt und nennt sich Milpa. Das bedeutet so viel, wie drei Schwestern. Auch mit Zwiebeln und Kohlrabi fühlt sich der Kürbis wohl. 

Vorsicht vor Gurken und Dill. Auch die Melone verträgt sich nicht gut mit dem Kürbis. Beide brauchen sehr viel Platz und würden nebeneinander nur im Beet verkümmern. 

4. Zucchini

Die Zucchini, manchmal auch kleiner Kürbis genannt, verträgt sich gut mit Bohnen, Erbsen, Mangold, Mais und Zwiebeln. Auch wenn es ihr zweiter Name vielleicht anders vermuten lässt, gedeiht die Zucchini schlecht neben Kürbissen. Das liegt daran, dass beide aus derselben Pflanzenfamilie stammen und auf dieselben Nährstoffe angewiesen sind. 

Lesen Sie auch: In vier Schritten zum idealen Gemüsebeet.

5. Kartoffeln

Kartoffeln sind Starkzehrer und benötigen Nutzpflanzen um sie herum, die auch mit wenig Nährstoffen auskommen. Dazu gehören beispielsweise Meerrettich, Pfefferminze, Kohlrabi, Mais und Spinat. 

Zu einer schlechten Nachbarschaft führt die Kombination mit Tomaten, Paprika und Gurken. 

6. Kohlrabi 

Die Kohlrabi hat einen geringen Platzbedarf und ist demnach gut mit größeren Nutzpflanzen zu mischen. Generell ist die Kohlrabi ein vielseitig einsetzbares Gemüse, dass unter anderem mit Salat, Gurken, Radieschen, Lauch undSellerie ideal kompatibel ist. 

Die einzigen Nachbarn, mit dem sich Kohlrabi weniger versteht, sind aus ihrer Pflanzenfamilie: Kohlarten. Wie bei Zucchini und Kürbis brauchen sie ähnliche Nährstoffzusammensetzungen und kommen zusammen nicht gut aus. 

7. Gurken

Gurken sind mit sehr vielen Sorten kompatibel: Bohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Kohl, Mais, Rote Beete, Sellerieund Zwiebeln sind nur einige von ihnen. 

Wie schon erwähnt passen Gurken und Tomaten nicht gut zusammen. Ebenfalls sind Gurken nicht mit Radieschen kompatibel. 

8. Karotten 

Die Karotte ist das freundlichste Gemüse unter den Gemüsesorten, da sie sich mit allen Sorten gut versteht. Ob Lauch, Knoblauch, Radieschen oder Rettich. Bei den Möhren können Sie nichts falsch machen. 

Basilikum ist in Kombination mit Karotten sehr vorteilhaft, da Basilikum eine Krankheitsbefall wie Mehltau vorbeugen kann. 

9. Zwiebeln 

Die mehrjährigen Zwiebeln harren für eine längere Zeit in Ihrem Beet aus und sollten dementsprechend gut kombiniert sein. Mit Erdbeere, Bohnenkraut, Dill, Kopfsalat und Rote Beete machen Sie nichts falsch. 

Andersrum ist das bei Bohnen, Erbsen und Lauch. Lauchgewächse sollten übrigens nie zusammen gepflanzt werden, da Sie die gleichen Nährstoffe benötigen.

10. Bohnen 

Als letzte Gemüsesorte haben wir die Bohnen. Diese sind in ihrer Zucht und in ihrer Bettnachbarn pflegeleicht. Bohnen stellen keine speziellen Ansprüche an die Bettnachbarn und kultivieren mit allen Nutzpflanzen gut. 

Besonders gut sind Bohnenkraut, Borretsch, Chinakohl, Dill und Erdbeeren. 

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