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Leckeres aus dem Garten

Unterschätztes Gewächs: Unser Gartenexperte erklärt was Holunder alles kann

Der Holunder ist ein Alleskönner. Er sieht nicht nur schön aus, sondern versorgt uns mit seinen Blüten und Früchten. Leckerer Holundersirup ist nur eine der vielen Möglichkeiten der Verarbeitung. Jupp Schröder erklärt, was die Pflanze sonst noch alles kann.
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Holunder - Eine alte Kulturpflanze die neue Beachtung verdient. Bild: manfredrichter/pixabay.com
Holunder - Eine alte Kulturpflanze die neue Beachtung verdient. Bild: manfredrichter/pixabay.com

Jetzt kommt die Zeit, die Beeren des Holunders zu ernten und mit einer Gabel von den Dolden abzustreifen. Die Blüten und Früchte enthalten Stoffe, die eine schweißtreibende Wirkung haben. Zusätzliche Schleimstoffe und ätherische Öle machen diese Pflanze besonders für Erkältungskrankheiten zu einem wichtigen Hausmittel. Die Früchte enthalten auch sehr viele organische Farbstoffe und sind früher dazu benutzt worden, um Rotwein zu " schönen ", Stoffe zu färben und Tinte herzustellen.

Ferner enthalten sie Aminosäuren, Zucker und sehr viel Vitamin C. So lassen sich aus den Früchten auch Marmelade, Gelee, Saft, Nektar, Wein, Likör, Branntwein, Punsch und Suppe zubereiten. Tee aus Holunderbeeren wird bei der Behandlung von Schlaflosigkeit, Migräne und Kopfschmerzen angewandt.

Alte Kulturpflanze verdient mehr Beachtung

Der Holunder ist eine alte Kulturpflanze, die heute wieder mehr Beachtung verdient. Unsere Vorfahren hatten vor diesem Strauch immer die größte Achtung. Man soll sogar vor ihm den Hut gezogen haben. Der Holler ist auch eine magische Pflanze. Wo er in der Natur wild wächst, ist das immer ein Platz mit ganz besonderer Energie und Kraft. Als Anzeiger von solchen Kraftplätzen wurde er deshalb von den früheren Naturvölkern besonders geschätzt und verehrt. Den Holunder gibt es inzwischen auch in wertvollen Züchtungen. Für den Anbau besonders gut geeignet sind Sorten wie Haschberg, Mammut, Sampo, Samyl und Samdal. Neu sind dunkellaubige Sträucher wie die Sorten Black Beauty, Black Lace und Thundercloud. Diese haben mit sehr schönen pinkfarbenen Blüten und dem farbigen Laub im Hausgarten zudem einen hohen Zierwert.

Vorsicht bei der Tomatenernte

Wer vor der eigentlichen Reife bei kühlem Wetter Tomaten erntet, sollte sie in der warmen Wohnung erst nachreifen lassen. Unreife Tomaten und alle grünen Teile der Frucht enthalten nämlich den Stoff Solanin. Wer zu viel davon isst, muss mit Kopfweh, Übelkeit und Halsschmerzen rechnen. Beim Pflücken sind zudem nur Früchte zu entnehmen, die ihre endgültige Größe schon erreicht haben. Diese enthalten dann trotz der grünen Farbe nur noch halb so viel Solanin wie die unausgewachsenen Exemplare.

Gießen mit größter Vorsicht

Bei dem warmen und trockenen Wetter wurden die Tomaten bis jetzt weitgehend von der Kraut- und Braunfäule verschont. Die Pilzkrankheit lässt Früchte, Stängel und Blätter braun werden. Sie breitet sich nur dann aus, wenn die Blätter mehrere Stunden lang nass sind. Deshalb ist es klar, dass man beim Gießen mit größter Vorsicht vorgehen soll. Enge Tomatenhauben bringen wenig, da darunter die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist. Am besten ist ein großzügiges Dach oder ein Tomatenhaus, das an zwei Seiten offen steht, so dass die Luft durchstreichen kann.

Früchte, die ohne Glas und Kunststoff direkt von der Sonne direkt verwöhnt werden, schmecken am besten. Gut ist es deshalb, Tomaten in Kübeln bei ungünstigem Wetter unter einen Dachvorsprung an die Südseite eines Gebäudes zu stellen. Außerdem speichern Wände tagsüber die Wärme und geben diese in kühlen Nächten zum Teil wieder ab.

Hier geht's zum Tomatenhaus

Sommerblumen eine zweite Chance geben

Die kühleren Temperaturen sorgen dafür, dass viele Sommerblumen wieder richtig aufdrehen. Es ist schade, wenn diese zu früh herausgerissen und durch Winterflor ersetzt werden. Viele Gartenbesitzer machen oft voreilige und damit unnötige Arbeiten. Sie vergessen ganz, mit der Natur zu leben und diese zu beobachten. Man kann im Garten nicht nach einem starren Zeitplan arbeiten. In jedem Jahr gibt es andere Vorgaben. Leider werden oft die Personen, die sehr früh die Sommerblumen herausnehmen als besonders tüchtig angesehen.

Für süße Schlehen noch etwas Geduld

Wildobst ist besonders gesund. Es wird gerade in der letzten Zeit immer intensiver züchterisch bearbeitet. So steht neben den eigentlichen Wildformen eine große Sortenauswahl z.B. von Kornelkirschen, Sanddorn, Mispeln, Holunder und Ebereschen zur Verfügung. Bei der Züchtung kommt es zu größeren Früchten und auch die Qualität wird verbessert. Viele Wildobstarten wie Sanddorn und Holunder werden inzwischen auch gewerblich angebaut. Manche Früchte wie Hagebutten kann man gleich vom Baum essen.

Andere wieder, wie die vom Holunder, werden erst durch Erhitzen genießbar und geschmacklich hervorragend. Oft müssen auch die ersten Fröste wie bei Schlehen und Mispeln abgewartet werden, damit die Früchte weicher und süßer werden.

Über unseren Gartenexperten:

In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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