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Garten To-Do

Den Gartenteich überwintern: Gute Vorbereitung ist alles

Damit sich Fischliebhaber im Frühjahr wieder an Ihren Fischen erfreuen können, muss der Gartenteich entsprechend vorbereitet werden. Die Überwinterung startet bei der Reinigung und endet bei der regelmäßigen Pflege in der kalten Jahreszeit.
 
Nicht nur Pflanzen müssen vor dem Winter geschützt werden. Auch der Gartenteich erfordert winterfeste Pflege. Foto: Andrea/ stock.adobe.com
Nicht nur Pflanzen müssen vor dem Winter geschützt werden. Auch der Gartenteich erfordert winterfeste Pflege. Foto: Andrea/ stock.adobe.com
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So kurz vor dem offiziellen Winteranfang ist im Garten so einiges los: Kübelpflanzen wollen gesichert werden, Laub will weggeräumt werden und Beete gesichert werden. Für diejenigen unter den Gartenbesitzern, die noch einen Teich haben, steht auch die Wintersicherung des Gartenteichs auf der To-do-Liste. Wir haben für Sie alle Schritte zusammengetragen, damit Sie bei dieser Tätigkeit auch nichts vergessen. 


Den Teich auf den Winter vorbereiten

Bevor es an die richtige Überwinterung des Gartenteichs geht, gönnt man ihm nochmal eine gründliche Reinigung. Über den Sommer hinweg war der Teich voller Leben: die eigenen Fische, Teichpflanzen, Insekten und andere tierische Bewohner. Daher hat sich dementsprechend viel Dreck angesammelt. 

Ein Überbleibsel ist der Teichschlamm. Meist ist es eine Mischung aus Fischkot, Pollen, zersetzten Pflanzen und Fischfutter, die sich am Grund des Teichs absetzt. Schnappen Sie sich Ihren Schlammsauger und entfernen Sie die Überbleibsel aus den Sommermonaten. 

Als Nächstes kümmern Sie sich um das angesammelte Laub. Über den Herbst verfangen sich gerne mal Laubblätter in den Teichpflanzen oder schwimmen auf der Wasseroberfläche. Lässt man das Laub einfach liegen, sinkt es nach ein paar Tagen und zersetzt sich zu faulendem Schlamm. 


Teichpflanzen – draußen lassen oder reinholen?

 

Man kennt es von allen Pflanzen aus dem Garten: Manche sind winterhart und können draußen bleiben, manche sind es nicht und müssen über den Winter reingeholt werden. 
Das gleiche Prinzip gilt auch für Teichpflanzen. Heimische Pflanzen, die die Temperaturunterschiede in Deutschland gewohnt sind, können ohne Probleme im Teich bleiben. 
Bei exotischen Pflanzen sieht das anders aus. Sie werden im Winter am besten reingeholt. Dafür füllen Sie einfach ein großes Gefäß mit Wasser, gerne auch Teichwasser, und befördern es an einen hellen und nicht zu warmen Ort. Am besten eignen sich Wintergärten. 

 


Teichtechnik muss auch überwintert werden

Neben den Teichpflanzen darf die Technik nicht vergessen werden. Pumpe und Filter haben in der warmen Jahreszeit die Wasserqualität beibehalten. 
Falls der Teich gefriert, dehnt sich das Eis aus und kann Pumpe und Filter beschädigen. Daher holen Sie die Pumpe im Spätherbst aus dem Teich, reinigen sie und lagern sie in einem Behälter mit Wasser und Pflegemittel, damit die Pumpe über den Winter nicht komplett austrocknet. Manche Pumpen sind auch frostunempfindlich und sollte dann nur an einer Stelle im Teich überwintert werden, die tief genug ist. 
Alle anderen nicht winterharten Teichgeräte, wie Filter, Fontänen oder Teichbeleuchtung entfernen Sie aus dem Teich und lagern es warm und trocken bis zum nächsten Frühjahr. 


Fische überleben den Winter im Teich?

 

Ähnlich wie bei den Teichpflanzen gibt es Fischarten, die an die Temperaturen gewöhnt sind und andere, die es nicht sind. Dementsprechend können die Fische im Teich bleiben oder müssen über die kalte Jahreszeit hinweg umziehen. 
Fische, die im Teich bleiben, schwimmen bis zur tiefsten Stelle und fahren viele ihrer Lebensfunktionen bis auf das Minimum herunter. Sie nehmen keine Nahrung zu sich und haben nur einen geringen Stoffwechsel. 
Exotische Fische, wie zum Beispiel der Regenbogenelritze oder der Wimpelkrapfen, würden den Winter im Teich nicht überstehen und sollten ab 10 °C in ihr Winterquartier umziehen. 

Fische überleben so lange im Teich, bis sie ausreichend Sauerstoff bekommen und der Teich tief genug ist, dass er nicht komplett zufrieren kann. Die Faustregel liegt hier bei 80 -100 cm Teichtiefe. Sobald sich Eiskristalle in den Organen der Fische bilden, haben sie keine Überlebenschance mehr. Um das zu verhindern, werden im Winter gerne Eisfreihalter angebracht. 


Eisfreihalter – Überlebenswichtig für Fische 

Sobald der Frost richtig loslegt, können die Eisfreihalter in den Teich gesetzt werden. Sie verhindern, dass der Teich komplett einfriert und den Fischen die Sauerstoffzufuhr genommen wird. 
Eisfreihalter bestehen meistens aus Styropor und lässt ein Loch in der Eisdecke frei. Darüber läuft dann der Gas- und Sauerstoffaustausch. 

Dieser Eisfreihalter eignet sich perfekt im Winter!

Teichpflege im Winter

Im Winter können Sie den Schnee von der Eisdecke fegen, damit die Teichpflanzen auch genügend Licht bekommen. Zusätzliche sollten Sie kontrollieren, ob der Eisfreihalter seine Aufgabe erfüllt. Sollte er das mal nicht tun, schmelzen Sie mit heißem Wasser ein Loch in die Eisschicht. Aufhacken würde für die Fische zu laut sein und sie in ihrer Winterruhe stören. 

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