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Gartensprechstunde

Bodenanalyse: so wird's gemacht!

Die Ernte aus dem Gemüsebeet war kleiner als gedacht? Und auch die Blumen blühten nicht so schön wie erwartete? Das kann auf eine falsche Nährstoffzusammensetzung im Boden hinweisen. Mit einer Bodenanalyse komme Sie der Ursache auf die Schliche und können ihn noch vor der neuen Gartensaison richtig aufpäppeln!
 
Bodenanalyse durchführen: die wichtigsten Informationen auf einem Blick 
Mit einer Bodenanalyse bekommen Sie die wichtigsten Informationen zu Ihrer Bodenzusammensetzung im Garten. Bild: gabriel_jimenez/unsplash.com Foto: Gabriel Jimenez
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Vor dem Start in die neue Gartensaison heißt es erstmal: Vorbereitung! Darunter fällt auch die Bodenanalyse. Sie gibt Aufschluss über die Nährstoffzusammensetzung und -konzentration des Bodens im hauseigenen Garten. Ein Boden mit der richtigen Nährstoffbalance ist die Grundlage für einen lebendigen und prachtvollen Garten. 
In der Landwirtschaft ist so einer Analyse essenziell, denn der Bodengehalt hat einen direkten Einfluss auf die Erträge. Auch im Garten kann eine geringe Ernte oder ein nur mäßiges Blühen und Wachsen von Pflanzen ein Zeichen für suboptimale Bodenqualität sein. Der Übeltäter muss aber nicht nur die Mangelversorgung sein. Nein, auch hoher Stickstoffanteil oder eine Überversorgung an Nährstoffen können den Wuchs beeinträchtigen. 
Am besten lassen sich Bodenanalysen entweder im Herbst, nachdem die Beete verblüht sind, oder im Frühjahr, vor der ersten Bepflanzung, durchführen. Bei einer professionellen Bodenanalyse, die im Labor ausgewertet wird, sollte mit einem preislichen Aufwand von 50 € - 70 € gerechnet werden. 

Was wird bei einer Bodenanalyse untersucht?

Bei einer Bodenanalyse werden verschiedene Nährstoffkonzentrationen im Boden untersucht. Als Boden bezeichnet man die erste und die belebte Schicht der Erdkruste.
Als Erstes werden die absolut notwendigen Nährstoffe im Boden gemessen. Dabei gibt es Hauptnährelemente und Spurenelemente. Unter die Hauptnährelemente fallen Magnesium, Kalium und Phosphor. Unter Spurenelementen versteht man unter anderem Eisen, Zink, Natrium und Kupfer. 
Zu einer Bodenanalyse gehört auch noch die Bestimmung des ph-Wertes, der Bodenart und des Schadstoffanteils. Der Stickstoffgehalt ist meist nicht bei den Basispaketen dabei und muss extra dazu gebucht werden, da die Untersuchung mit mehr Aufwand verbunden ist. 

Welche Bodenanalyse gibt es?

Bodenanalyse für Ihren Garten!

Die übliche Bodenanalyse umfasst die oben genannten Charakteristiken. Daneben können auch spezielle Bodenanalyse durchgeführt werden, die einen Einblick in bestimmte Elemente oder Anteile bringen können. Davon machen häufig Landwirte von gebrauch. Für den eigenen Garten reicht eine normale Analyse vollkommen aus, außer Sie haben bestimmte Verwendungszwecke mit Ihrem Beet, bei denen sich eine genaue Bodenanalyse vorher lohnt. 
Wem die 50 € für die Analyse zu viel sind, kann sich auch selber an einer Bodenanalyse versuchen. Es gibt ein paar einfache Methoden, die die grundlegenden Merkmale des eigenen Bodens bestimmen können. Es können aber nicht alle Werte selbstbestimmt werden. Die Geräte, die dafür notwendig sind, hat man normalerweise nicht zu Hause und sind sehr teuer. Deswegen bleibt die professionelle Analyse genauer und sicherer.

So entnehmen Sie eine Bodenprobe!


Es gibt zwei Wege, auf denen Sie die Probe für Ihre Bodenanalyse entnehmen können: mit dem Bohrstock und mit dem Spaten. 
Der Bohrstock wird sehr oft in der Landwirtschaft eingesetzt. Mit dem Bohrstock kann in einem Stich eine bis zu 90 Zentimeter tiefe Bodenprobe entnommen werden. 
Wer keinen Bohrstock zu Hause hat, kann auch ganz einfach mit dem Spaten je nach gewünschter Tiefe ein Loch graben und so die Probe entnehmen. 
Bei der Entnahme der Bodenprobe ist es wichtig im Hinterkopf zu behalten, was Sie an diesem Ort vorhaben. Für verschiedene Bepflanzungen, gibt es verschiedenen Vorgaben! Denn so tiefer die Wurzeln der gewünschten Pflanze ragen, von desto tiefer sollte auch Ihre Bodenprobe stammen. 


Hier eine kurze Übersicht: 

  • Rasen: 10 Zentimeter
  • Gemüsegarten: 25 Zentimeter
  • Stauden: 25 Zentimeter
  • Gehölze: 90 Zentimeter


Die Bodenprobe muss bei der professionellen Analyse nur noch eingeschickt werden. Im Labor erfolgt die Auswertung und Sie bekommen das Ergebnis zugestellt. Bei der professionellen Analyse sind alle Anweisungen und Behälter dabei, die Sie brauchen. 

Bodenanalyse selber durchführen 

Die Werte, die man selber zu Hause bestimmten, kann sind der ph-Wert und die Bodenbeschaffung. Für beide Analysen müssen Sie zunächst, wie oben beschrieben, mit dem Spaten oder dem Bohrstock eine Bodenprobe entnehmen. 
Bodenbeschaffung

Grundsätzlich unterscheidet man im Garten- und Landschaftsbau zwischen schweren Böden, leichten Böden und Mischböden. Gemessen daran, wie hoch der mineralische Anteil ist und wie feinkörnig die Erde ist. Folgende Böden kommen infrage: 

  • Ton (schwerer Boden)
  • Schluff (schwerer Boden)
  • Sandboden (leichter Boden)
  • Lehmboden (Mischboden)


Die Bodenbeschaffung können Sie ganz ohne zusätzliche Geräte bestimmen. Hier geht es mehr um Erfahrung und wortwörtlich Fingerspitzengefühl. Denn mit der angefeuchteten Erde können Sie die Beschaffung Ihres Bodens bestimmen.

pH – Wert


Im Gartenfachhandel kann man günstig Tests kaufen und funktioniert ähnlich wie früher im Chemieunterricht. Sie müssen die Bodenprobe in einen Testbehälter füllen und etwas Wasser und die beiliegende pH-Tablette zufügen. Je nachdem welche Farbe das Wasser angenommen hat, ist der pH-Wert Ihres Bodens. 

Mit diesem Test messen Sie ideal Ihren pH-Wert!

Das passiert nach der Bodenanalyse


Wenn Sie die Ergebnisse der Analyse vorliegen haben, können Sie dementsprechend reagieren. 
Haben Sie beispielsweise Schadstoffe im Boden, können Sie sich die Pflanzenarten aussuchen, die diese Schadstoffe gut aufnehmen können. Das können Gemüsepflanzen, Kräuter oder andere Pflanzenarten sein. Sie nehmen die Schadstoffe wie Schwermetalle, Pestizide oder Salze in Ihren Blättern und Stängeln auf. 

  • Gebänderter Saumfarn
  • Mauersteinkraut
  • Petersilie
  • Rauhafer

Aber Achtung! Sobald Sie Gemüse oder Kräuter auf den mit Schadstoffen befallenden Boden gepflanzt haben, können Sie diese danach nicht mehr verzehren!
Sie können auch durch Spezialdünger die Nährstoffmängel ausgleichen. Volldünger sind nicht geeignet, dass sie zur Überdüngung führen kann, was genauso schädlich für Pflanzen sein kann.
Je nachdem was bei Ihrer Analyse rauskommt, können Sie entsprechend Handeln und sich auf die neue Saison vorbereiten. 

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