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Tabaksteuer

Tabaksteuer auf E-Zigaretten: So teuer wird das Dampfen ab dem 1. Juli 2022

Schon seit dem 1. Januar 2022 sind viele Tabak-Produkte teurer geworden. Nun trifft der Preis-Hammer auch die E-Zigaretten. Der Grund: Ab dem 1. Juli fällt auf sie auch die Tabak-Steuer an.
Tabaksteuer auf E-Zigaretten ab 1. Juli 2022
Ab dem 1. Juli 2022 muss auf die Liquids für E-Zigaretten Tabaksteuer gezahlt werden. In den nächsten Jahren werden die Fläschchen dann noch teurer. Foto: Symbolbild: Nery zarate/unsplash.com

Rauchen wird immer teurer. Wer konventionelle Zigaretten raucht, muss schon seit Jahresbeginn tiefer in die Tasche greifen. Nun trifft es auch die Raucher von E-Zigaretten. Ab 1. Juli 2022 muss auch auf die sogenannten "Liquids" Tabaksteuer gezahlt werden. In den nächsten Jahren könnte es dann noch teurer werden.

Zum ersten Mal seit sieben Jahren wurde zum 1. Januar 2022 die Tabaksteuer erhöht. Für die rund 14 Millionen Raucherinnen und Raucher bedeutet das, dass sie ab diesem Zeitpunkt im Schnitt etwa zehn Cent mehr für eine herkömmliche Packung Zigaretten mit 20 Stück bezahlen mussten. Auch Wasserpfeifentabak und erhitzter Tabak wurden höher besteuert. 

Tabaksteuer auf E-Zigaretten: So viel teurer werden Liquids ab 1. Juli

Nun kommt zum 1. Juli noch die Besteuerung der Liquids dazu, die in E-Zigaretten verdampft werden. Pro Milliliter sind ab diesem Tag 16 Cent mehr fällig. In der Praxis könnte das bedeuten, dass ein 10-Milliliter-Fläschchen, das bislang 4,95 Euro gekostet hat, nun mit Tabak- und Mehrwertsteuer 6,85 Euro kosten wird - vorausgesetzt, die Gewinnmarge bei Herstellern und Händlern bleibt gleich.

Doch lange wird der neue Preis nicht bleiben. Denn Raucher*innen müssen sich bereits jetzt auf weitere Preiserhöhungen einstellen. Die Tabaksteuer soll nämlich in den nächsten Jahren schrittweise weiter erhöht werden. 

Planmäßig soll die Erhöhung bis 2026 erfolgen. Ab Januar 2023 soll eine Zigarettenpackung dann rund sechs Euro kosten. In den Jahren 2025 und 2026 soll der Preis dann nochmal jeweils um 15 Cent erhöht werden. 2026 könnte eine Packung Zigaretten dann also rund 7,70 Euro kosten.

Tabaksteuer in den nächsten Jahren weiter erhöht - auch für E-Zigaretten

Parallel dazu werden künftig auch die Preise für die Liquids für E-Zigaretten weiter steigen. Bis 2026 soll die Steuerabgabe von 1,60 Euro auf 3,20 Euro steigen. Konkret wird die Preisentwicklung dann etwa so aussehen:

  • 1. Januar 2024: 2,00 Euro Steuer also ca. 6 Euro + Mehrwertsteuer
  • 1. Januar 2025: 2,60 Euro Steuer also ca. 6,60 Euro + Mehrwertsteuer
  • 1. Januar 2026: 3,20 Euro Steuer, also ca. 7,20 Euro + Mehrwertsteuer

Für Shisha-Tabak sind die Steuern ebenfalls im Januar 2022 bereits erhöht worden. Auch für diese Produkte ist in den nächsten Jahren mit weiteren Steuererhöhungen zu rechnen. 

In Ergänzung zu der Modernisierung des Tabaksteuerrechts wird auch die Plakatwerbung für Tabak zentrierte Produkte untersagt. Damit erhofft sich die Bundesregierung einen Beitrag zum Gesundheitsschutz. Erweitert wird das Gesetz dann mit Beginn des Jahres 2023. Dann dürfen auch Tabakerhitzer nicht mehr beworben werden. Ein Werbeverbot für E-Zigaretten sowie Nachfüllbehälter gilt ab dem 1. Januar 2024. "Tabakunternehmen dürfen auch keine Hörfunkprogramme, Veranstaltungen oder Aktivitäten mit grenzüberschreitender Wirkung sponsern", heißt es in einer Erklärung der Bundesregierung. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte der Ärztepräsident Klaus Reinhardt, dass er das Verbot von Tabakwerbung an Plakatwänden und Haltestellen begrüße. Er halte diese Änderung für "gut und richtig."

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