Wissen die meisten nicht: Darum hat die Bommelmütze einen Bommel

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Eine Frau mit Bommelmütze verfolgt das Treiben auf einer Eisbahn im Winter
Im Winter tragen viele Menschen eine Bommelmütze. Doch woher kommt eigentlich der Bommel an der Mütze?
Eine Frau mit Bommelmütze verfolgt das Treiben auf einer Eisbahn im Winter
Mariya Sorcacheva/AdobeStock

Im Winter ist sie für viele von uns ein treuer Begleiter: die Bommelmütze. Doch wofür hat unsere geliebte Bommelmütze eigentlich ihren Bommel?

Sie ist ein absoluter Klassiker, stylisch und zeitlos überlebt sie saisonale Trends und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit: die Bommelmütze. Auch diesen Winter wärmen die Mützen wieder Millionen Deutschen den Kopf.

Dabei hat die Bommelmütze viele verschiedene Namen: Pudelmütze, Plümmelmütze, Pudelhaube oder Bommelhaube. Gemeint ist fast immer dasselbe: eine gestrickte Mütze, meist aus Wolle, Baumwolle oder Kunstfaser, natürlich mit einem Bommel. Der Bommel ist ein runder, flauschiger Puschel, der entweder oben direkt auf der Mütze befestigt ist oder an einer Kordel hängt. Doch was hat es mit diesem Bommel überhaupt auf sich? Ist das nur Dekoration oder ein modisches Accessoire? Keineswegs!

Die Bommelmütze kommt eigentlich aus dem Militär

Um dem Geheimnis des Bommels auf den Grund zu gehen, müssen wir circa 200 Jahre zurückgehen. Und zwar zum Militär. Unser Bommel geht nämlich auf den französischen "Pompon" zurück, der einst zur Uniform von Soldaten einiger europäischer Staaten gehörte. Besser gesagt: zur Kopfbedeckung. Dabei zeigten sowohl die Farbe als auch die Form des Pompons an, zu welchem Regiment oder zu welcher Kompanie jemand gehörte.

Der Pompon hatte damals auch noch eine weitere nützliche Funktion. In der Seefahrt diente er als eine Art flauschiger Stoßdämpfer für den Kopf. Die Gänge und Räume unter Deck waren oft eng und niedrig. So war der praktische Wollbüschel nicht nur ein ansehnliches Accessoire der Crew, sondern schützte die Seeleute auch vor Stößen oder im schlimmsten Fall Kopfverletzungen. Auch wenn die Räume auf Schiffen heute meist großzügiger gebaut sind, hat sich die Tradition der Mütze mit dem Bommel weitestgehend erhalten. 

Fun Fact: Die Bezeichnung "Pudelmütze" stammt bereits aus dem 18. Jahrhundert und geht auf die Ähnlichkeit des Wollbüschels mit dem Haar eines Pudels zurück. Im Gegensatz zur Mütze, der die beliebte Hunderasse ihren Namen gibt, ist der Pudel aber nicht wirklich ein Freund von niedrigen Temperaturen. Ihm fehlt die dichte Unterwolle, weshalb er bei kaltem Wetter und Nässe auskühlen kann. Da wäre die Wolle einer schönen dicken Pudelmütze eigentlich genau das Richtige für ihren vierbeinigen Namensgeber.