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Änderungen

Höchste Steigerung seit 2010: Mehr Kindergeld ab Januar - das müssen Familien wissen

Ab kommendem Jahr wird das Kindergeld deutlich erhöht - es ist die höchste Steigerung seit 2010. Außerdem gibt es eine steuerliche Entlastung für Alleinerziehende.
 
Erhöhung des Kindergeldes ab 2021
Im Januar 2021 wird das Kindergeld deutlich erhöht. Foto: martaposemuckel/Pixabay

Für Familien hat der Gesetzgeber ab dem Jahr 2021 mehrere Änderungen vorgesehen. Der Bundesrat hat am 27. November 2020 dem "zweiten Familienentlastungsgesetz" zugestimmt. 

Wichtige Änderungen gibt es dabei vor allem beim Thema Kindergeld und dem Kinderfreibetrag. Was sich konkret ändert, erklärt inFranken.de in einer kompakten Zusammenfassung. 

Kindergeld, Kinder- und Steuerfreibetrag: Das wird erhöht

Kindergeld wird erhöht: Das Kindergeld soll laut Gesetzesentwurf monatlich um 15 Euro ansteigen. Bereits im Koalitionsvertrag wurde eine Anhebung des Kindergeldes um insgesamt 25 Euro vereinbart. Im Juli 2019 erfolgte eine Erhöhung um zehn Euro. Ab dem 1. Januar 2021 sollen 15 weitere dazu kommen. "Somit werden künftig für das erste und zweite Kind jeweils 219 Euro Kindergeld pro Monat gezahlt, für das dritte Kind 225 Euro und ab dem vierten Kind jeweils 250 Euro pro Monat", teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. 

Kinderfreibetrag wird angehoben: Der Kinderfreibetrag soll um 576 Euro steigen und so auf insgesamt 8388 Euro angehoben werden. Damit wolle man "einen Beitrag zur finanziellen Stärkung der Familie" leisten, so die Bundesregierung in einer Erklärung. Aktuell liegt der Kinderfreibetrag bei 7812 Euro. 

Mehr Geld für Alleinerziehende: Mütter oder Väter, die ihre Kinder alleine großziehen, profitieren im kommenden Jahr zudem von einem höheren Steuerfreibetrag. Dieser liegt normalerweise bei 1908 Euro pro Jahr. "Für die Jahre 2020 und 2021 wird dieser Steuerfreibetrag auf 4008 Euro jährlich erhöht", erklärt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. "Ab dem zweiten Kind erhöht sich der Entlastungsbeitrag um 240 Euro jährlich pro Kind." Grund für die Erhöhung ist die besondere Belastung für Alleinerziehende während der Corona-Pandemie

Änderungen 2021: Steuerzahler sollen allgemein entlastet werden 

Die Bundesregierung plant zudem eine Änderung bei der Einkommenssteuer. Damit sollen Steuerzahler allgemein entlastet werden. Konkret geht es um den Grundfreibetrag, auf den keine Steuern gezahlt werden müssen. Dieser soll von 9408 Euro auf 9744 Euro angehoben werden. In einem Regierungsentwurf war zunächst von 9696 Euro die Rede. Außerdem soll die Grenze des Spitzensteuersatzes steigen - von 57.052 Euro auf 57.919 Euro. 

Auch der Mindestlohn, Hartz IV und BAföG werden im Jahr 2021 erhöht. 

tu/kyw/dpa