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Sparen beim Tanken: Wann und wo Benzin und Diesel günstiger sind

Die Sprit-Preise ändern sich ständig. Seit November wird Benzin und Diesel jeden Monat teurer. Zum Glück gibt es gewisse Zeiten, in denen Sie deutlich günstiger tanken. Wir verraten Ihnen, wann und wo Sie an der Tankstelle einige Euros sparen.
 

Die Deutschen lieben ihr Auto  und Autos brauchen Sprit. Doch die Sprit-Preise klettern weiter in die Höhe. Wie der ADAC Anfang Juni mitteilt, kratzt Super E10 an der Marke von 1,50 Euro. Dies zeige die aktuelle ADAC-Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach kostet ein Liter E10 im bundesweiten Mittel 1,498 Euro.

Im selben Maße habe sich auch Diesel verteuert: Der Preis für einen Liter liegt aktuell bei 1,348 Euro. Beide Kraftstoffsorten haben damit einen neuen Jahreshöchststand erreicht.

ADAC spricht von neuem Jahreshöchststand

Autofahrern empfiehlt der ADAC grundsätzlich vor dem Tanken die Kraftstoffpreise zu vergleichen. Günstige Tankmöglichkeiten lassen sich über entsprechende Handy-Apps einfach finden. Das geht etwa über die ADAC Spritpreise App. Die Preise für Super E10, Super und Diesel werden in der App in Echtzeit angegeben und helfen Autofahrern so, in der Umgebung eine Tankstelle zu finden, die günstigere Preise hat. Wer sich die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten anschaut, kann viel Geld sparen. Außerdem sorge der Verbraucher damit indirekt auch für ein niedrigeres Preisniveau, so der ADAC.  

Wir verraten Ihnen ein paar Tipps, wann und wo Sie wirklich bares Geld an der Zapfsäule sparen können und welche Mythen sich bezüglich Sprit-Preisen halten.

Gerade hat man getankt, da fährt man an einer Tankstelle vorbei, die günstigere Preise hat. Das ist ärgerlich! Das Szenario kann aber vorkommen, denn die Spritpreise ändern sich mehrfach am Tag und können an verschiedenen Tankstellen zum selben Zeitpunkt stark voneinander abweichen. Mit unseren Tipps zum günstigen Tanken passiert Ihnen das nicht mehr und Sie können Preisfallen bei Super-Benzin und Diesel umgehen.

Wann ist die beste Uhrzeit zum Tanken?

Es lohnt sich für die meisten Menschen, nach Feierabend tanken zu gehen. Denn laut ADAC ist Tanken meist zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Wobei es allerdings auch abends kleine Preisanhebungen gibt. Am frühen Morgen noch schnell vor der Arbeit tanken zu gehen, ist dagegen keine gute Idee: Oft erhöhen Tankstellenbetreiber über Nacht bis zum frühen Morgen die Preise, sodass das Benzin zwischen 6 und 9 Uhr morgens am teuersten ist.  Auch um die Mittagszeit und zum Feierabendverkehr werden die Preise erhöht. Zwischen den einzelnen Erhöhungen sinken sie kontinuierlich ab. 

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Wo und wann sollte man nicht tanken? Eine Transparenzstelle des Bundeskartellamtes beobachtet fortlaufend den Handel mit Kraftstoffen. „Verbraucherinnen und Verbraucher können an der Tankstelle mit wenig Aufwand viel Geld sparen", sagt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes.   Dazwischen schwanken die Preise oft erheblich. Am späten Abend werden die Preise dann bei einem Großteil der Tankstellen, die noch geöffnet haben, wieder deutlich angehoben und bleiben nachts auch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Im Laufe eines Tages gebe es in einer Stadt oder Region Preisunterschiede von über 20 Cent pro Liter.

Autobahntankstellen sind im Schnitt sogar 25 Cent teurer als andere Tankstellen. Es gebe allerdings einige wenige Autobahntankstellen, die trotz ihrer Lage keine deutlich teureren Preise erheben. Diese lassen sich gut über Tank-Apps ausfindig machen. Zwischen Stadt und Land sind die Preisunterschiede im Durchschnitt eher gering. Auch zwischen den verschiedenen Regionen in Deutschland gebe es nur vergleichsweise geringe Preisunterschiede.

Tankstelle mit günstigen Spritpreisen

Und man könne davon ausgehen, dass die richtige Tankstelle zur richtigen Zeit auch in Zukunft eine gute Wahl bleibt. Günstige Tankstellen blieben zumeist relativ günstig, teure blieben teuer.

Ist das Tanken am Montag teurer als am Dienstag? Preisliche Unterschiede beim Tanken zwischen den einzelnen Wochentagen stellt das Bundeskartellamt  nicht fest. Auch die landläufige Meinung, dass zu Beginn der Sommerferien das Benzin teurer wird, ist laut dem Benzinpreisspiegel des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) ein Mythos.

Die Benzin- und Dieselpreise sind nicht nur von der Tageszeit abhängig, sondern auch vom Anbieter. Freie Tankstellen haben tendenziell niedrigere Preise als Markentankstellen oder die Tankstellen großer Mineralölkonzerne.

Ort und Zeit: wo Benzin und Diesel billiger ist

Laut einer Untersuchung des ADAC kann sich fürs günstige Tanken unter Umständen auch der Umweg ins Nachbarland lohnen: Ein Beispiel zum Vergleich: Während ein Liter Super in Deutschland beispielsweise durchschnittlich 1,52 Euro kostet, zahlt man dafür in Tschechien nur umgerechnet 1,26 Euro, in Polen sogar nur 1,18 Euro. Auch in Österreich sind die Spritpreise tendenziell niedriger als in Deutschland. Natürlich  sind das nur Beispiele und während  der Pandemie gilt es, die  jeweilige Corona-Situation im Land zu beachten; teilweise könnten Grenzen geschlossen sein. 

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Als Hauptursache für die steigenden Preise, sieht der ADAC den Anstieg der Rohölnotierungen. So koste ein Barrel des Nordseeöls Brent inzwischen mehr als 70 US-Dollar und damit etwa zwei Dollar mehr als vor Wochenfrist. Laut Bundeskartellamt unterlag die Höhe der Kraftstoffpreise Anfang des Jahres 2021 starken Schwankungen. Während im Frühjahr 2020 mit einem u.a. pandemiebedingt sehr niedrigen Rohölpreis auch die Kraftstoffpreise ein Tief erreicht hätten, lagen sie schon Ende Februar 2021 wieder ähnlich hoch wie Anfang 2020. Neben dem Anstieg des Rohölpreises und anderen Faktoren seien hierfür etwa die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer und die Einführung der CO2-Bepreisung zum 1. Januar 2021 mitverantwortlich

Wer tankt eigentlich Super Plus? Das kann das teure Super-Benzin wirklich

Wie der Wahlkampf auch bei den Benzinpreisen  weitergeht, lesen Sie hier.

Sehen Sie hier, wie sich der Sprit, seit 1950 entwickelt hat.

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