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Stiftung Warentest

Fahrradlampen im Test: Es müssen keine teuren Leuchten sein

Stiftung Warentest hat sich Akku-Fahrradlampen vorgeknöpft und kommt zu einem überwiegend positiven Ergebnis. Die meisten der günstigen Frontlichter sind gut, auch wenn der Spitzenplatz von einem teuren Modell belegt ist. Lediglich von zwei Leuchten ist abzuraten. Fünf von sechs Rückleuchten sind ebenso gut.
 
Stiftung Warentest überprüfte 19 Fahrradlampen, wovon die meisten gut bewertet wurden. Foto: cocoparisienne/pixabay.com.
Stiftung Warentest überprüfte 19 Akku-Fahrradlampen, wovon die meisten gut bewertet wurden. Foto: cocoparisienne/pixabay.com.

Was wurde getestet? 19 Akku-Fahrradleuchten, darunter 13 Front- und sechs Rücklichter. Die Preisspanne der Frontlichter reicht von 25 bis 143 Euro. Die Rücklichter kosten zwischen 12 und 27 Euro. Im Test befanden sich vor allem Modelle populärer Marken wie Decathlon, Busch + Müller und Trelock.

Das Ergebnis: Auch günstige Frontlichter schneiden gut ab, den Spitzenplatz staubt jedoch die teure Leuchte von Trelock* ab. Bei den Rücklichtern werden fünf von sechs gut bewertet. Von zwei der getesteten Leuchten rät Stiftung Warentest jedoch ab. 

Stiftung Warentest: Viele günstige Leuchten sind "gut"

Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht sind Fahrrad-Lichter* Pflicht - sowohl Front-, als auch Rück-Leuchten. Bei fehlender Beleuchtung (bei Dunkelheit oder Nebel) droht ein Bußgeld von 20 Euro. Es droht sogar noch eine höhere Strafe, wenn jemand gefährdet wurde oder es gar zu einem Unfall kam. Wessen Fahrrad noch nicht über Leuchten verfügt, der sollte es schnellstens aufrüsten. Die meisten der Fahrrad-Lichter im Test von Stiftung Warentest schneiden gut ab. 

Moderne Akku-Fahrradleuchten machen sichtbar

Im Handumdrehen können Sie Ihr Fahrrad mit den modernen Akku-Leuchten nachrüsten, das Nachrüsten mit einem Naben-Dynamo ist nicht so einfach. Ein weiterer Vorteil der modernen Leuchten: Sie werden immer heller. Das erhöht nachweislich die Sichtbarkeit - so ist der Fahrradfahrer sichtbarer und sieht auch selbst besser in der Dunkelheit.

Die Fahrradlichter* im Test sind bequem per USB-Anschluss aufladbar.  Außerdem trägt man nicht mehr so viel Material am Fahrrad - es sind keine lästigen Kabel oder Dynamos nötig. 

Vorder-Leuchten: viele günstige gut, Spitzenreiter ist ein teures Modell

Es gibt lediglich eine Front-Leuchte, die mit einem "sehr gut" abschneidet - die LS 760 I-Go Vision von Trelock. Sie wird in allen Kategorien exzellent bewertet und ist der Spitzenkandidat der Tester. Die Trelock-Leuchte* erhellt die Umgebung bis zu 40 Meter weit und wird auch für schnelle Radfahrer empfohlen. Zudem hat sie eine vergleichsweise lange Leuchtdauer von ganzen 18 Stunden.

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Wer seinen Geldbeutel schonen will, kann allerdings auch zu einem der preisgünstigen Modelle greifen. Denn auch unter ihnen gibt es viele Leuchten, die "gut" bewertet werden und guten Gewissens gekauft werden können. Darunter zum Beispiel die Leuchte Aura 35 USB von Sigma. Sie erleuchtet die Umgebung bis zu 20 Meter weit, die Akkulaufzeit beträgt etwa 11 Stunden. Unter den getesteten Lichtern ist dieses Modell* das günstigste, mit einem mittleren Onlinepreis von 23,60 Euro (Stand: 01.09.20).

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Vorder-Leuchten: zwei sind nicht zu empfehlen

Stiftung Warentest unterzog den Leuchten einen Haltbarkeitstest - damit wollten sie testen, wie bruchsicher das Lampenglas ist. Zwei der Leuchten versagten hier jedoch: der LED-Batteriescheinwerfer von Prophete und die Sirius B40 von XLC. Die beiden stellen mit die günstigsten Leuchten dar und eben auch die schlechtesten. Bemängelt wird vor allem die Zerbrechlichkeit des Glases im Falltest. Auch beim Spritzwassertest versagten sie - bei Regen wären diese Leuchten unsicher. Bemängelt wurden auch die schlechte Ausleuchtung, kurze Akku-Laufzeiten und eine ewig lange Ladedauer von zwölf Stunden bei der Leuchte von XLC.

Rücklichter: fünf von sechs sind gut

Alle sechs der getesteten Rücklichter sorgen für eine ausreichende Sichtbarkeit - so das Ergebnis der Tester.  Bei der Leuchtdauer schwankte die Leistungen aber. Es gibt Leuchten, die schaffen nur fünf Stunden Leuchtdauer. Eine schwache Leistung, wenn man bedenkt, dass andere Lampen ganze 22 Stunden erstrahlen. 

Aber das ist ein kleiner Kritikpunkt, denn selbst das am schlechtesten bewertete Rücklicht schafft noch ein "befriedigend". Der Sieger, das Rücklicht Blaze von Sigma, ist der Spitzenreiter. Es sorgt für eine sehr gute Sicht und überzeugt auch durch seine lange Haltbarkeit und Robustheit.

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Halogen oder LED - was ist besser?

LED ist klarer Marktführer vor den Halogen-Leuchten. Der Grund: LED-Leuchten sind wesentlich heller als alle anderen Leuchten-Modelle.  Außerdem gelten sie als energiesparend und äußerst langlebig. Sie sind zwar etwas teurer, jedoch auch empfehlenswerter. 

Dynamo oder Akku-Leuchte - was ist besser?

Wer häufig im Dunkeln unterwegs ist, für den eignen sich Dynamos besser: Denn die Energiequelle ist die eigene Muskelkraft - und die hat man unentwegt dabei. Ein Akku läuft Gefahr, leer zu sein. Allerdings sollte man auch nicht davor zurückscheuen, dass von Zeit zu Zeit eventuell kleine Reparaturen am Dynamo nötig sind. Ein Nachteil: Ein Dynamo ist meist deutlich schwerer als ein Akku-Licht.

Die früher nicht erlaubten Akku-Leuchten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. In den meisten Fällen erfolgt die Aufladung per Steckdose oder USB-Kabel, einige Modelle funktionieren aber auch mit Batterien. Eine Akku-Leuchte eignet sich für diejenigen, die hin und wieder mal im Dunkeln fahren. Oft sind sie zudem günstiger und auch wesentlich leichter als Dynamos. Der Nachteil der Akku-Leuchte: Ist der Akku leer, steht man im Dunkeln. Deshalb sollten Sie immer dafür sorgen, dass der Akku geladen ist und auch mal eine niedrige Helligkeitsstufe einstellen. 

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Lux, Lumen, Candela - was ist das?

Möchte man sich eine neue Fahrradleuchte kaufen, trifft man zwangsläufig auf die Bezeichnungen Lux, Lumen oder Candela. Doch was bedeutet das genau? In Lux ist die Beleuchtungsstärke angegeben. Sie misst, wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. Stiftung Warentest bemängelt allerdings, dass die Lux-Einheit nicht sehr aussagekräftig ist.

Lumen hingegen misst den Lichtstrom und wird selten in den Artikelbeschreibungen der Leuchten zu finden sein. Lumen gibt die sichtbare Strahlung an, allerdings unterscheidet sich die Theorie oft von der Praxis: Laut Stiftung Warentest macht der Lumen-Wert keine Aussage über die Strahlung, die tatsächlich auf die Straße geworfen wird. Zuletzt noch Candela: Damit wird die Lichtstärke angegeben. Vor allem beim Kauf eines Rücklichtes ist dieser Wert interessant, jedoch wird er nur selten angegeben. Hier werden die Winkel gemessen, in der das Licht abgestrahlt wird. Das ist wichtig, da so die Sichtbarkeit durch andere Verkehrsteilnehmer eingeschätzt werden kann. 

Fazit

Wer eine gute Fahrradlampe* haben möchte, muss nicht allzu tief in die Tasche greifen. Auch viele preisgünstige Modelle werden gut bewertet. Bei den Front-Leuchten fallen lediglich zwei wegen diverser Mängel durch - bei den Rückleuchten werden fünf von sechs Modellen als gut bewertet. 

Den kompletten Test-Artikel finden Sie auf der offiziellen Website von Stiftung Warentest.

 

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