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Blinken beim Autofahren: Viele machen es falsch - gehören Sie dazu?

Die meisten Leute denken, sie wüssten, wann man beim Autofahren zu blinken hat, doch allzu oft werden dabei Fehler gemacht und das kann Geld kosten! Wir klären Sie auf, damit Sie in Zukunft keine Fehler mehr machen und sicher durch den Verkehr kommen.
 
Blinker Auto
Den Blinker zu betätigen ist eigentlich nur ein kleiner Handgriff, doch oftmals wird er vergessen. Das kann gefährlich werden! Foto: vo1d / pixabay.com

Das Blinken gehört zu den banalsten, aber auch elementarsten Aufgaben beim Autofahren. Es ist notwendig, um andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig zu warnen, sodass diese reagieren können. Wer die einfachen Regeln zum Blinken und Zeichengeben nicht beachtet, gefährdet dabei sich und andere. Gerade im Stadtverkehr könnte man dadurch kleine, aber häufig vorkommende Unfälle vermeiden. 

Grundsätzlich muss man bei jedem Fahrtrichtungswechsel und jedem Spurwechsel blinken. Aber aufgrund von Ignoranz und Bequemlichkeit wird allzu oft nicht geblinkt. Das ist häufiger der Fall, als man glauben mag. Wir glauben alle zu wissen, wann geblinkt werden muss, doch wann muss man eigentlich blinken? 

Gründe für das "nicht blinken" sind oftmals Bequemlichkeit oder Unwissen

Laut ADAC-Verkehrspsychologin Nina Wahn vergessen viele Autofahrer das Blinken ganz einfach mit der Zeit. "Zunächst ist es eher Bequemlichkeit, die im Normalfall keine Konsequenzen hat", wie die Expertin erklärt. Wenn dann deshalb kein Unfall geschieht, gewöhnt man sich, laut der Verkehrspsychologin, dieses schlechte Verhalten einfach an. 

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Ein weiterer Grund für  seltenes Blinken ist laut der Expertin, dass viele gar nicht wüssten, dass in einer bestimmten Fahr-Situation geblinkt werden muss. 

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Beim Blinken spielt es keine Rolle , ob ein anderer Verkehrsteilnehmer in der Nähe ist und die Fahrtabsicht erkennen kann oder ob Sie weit und breit alleine unterwegs sind. Die Verpflichtung gilt laut der Polizei Bayern sogar, wenn der Fahrtrichtungswechsel oder die Spuränderung verbotwidrig erfolgt.

In welchen Fällen muss nun geblinkt oder ein Zeichen gegeben werden?

Wir klären Sie auf, in welchen Situationen geblinkt werden muss: 

  • Wer abbiegen will, muss rechtzeitig blinken. Das gilt auch bei abknickenden Vorfahrtstraßen und auf Fahrbahnen mit Richtungspfeilen. Bei Links- und Rechtsabbiegerspuren muss der Blinker bereits vor dem Einordnen eingeschaltet werden. Am besten sollten Sie, wenn Sie an einer roten Ampel stehen und abbiegen möchten, bereits während Sie stehen blinken und nicht erst beim Anfahren.
  • Wenn man Überholen möchte, muss man sowohl vor dem Ausscheren, als auch beim Wiedereinordnen, blinken. Vor allem auf Autobahnen ist es wichtig, rechtzeitig zu blinken, um andere Fahrer zu warnen. Dies gilt beim Spurwechsel sowie beim Einfahren und Verlassen der Autobahn.
  • Wenn Sie einen Kreisverkehr verlassen, müssen Sie blinken, aber Sie sollten niemals beim Einfahren in den Kreisverkehr blinken, denn das ist verboten!
  • Jeder Fahrstreifenwechsel ist rechtzeitig und deutlich durch Blinken anzuzeigen!
  • Wenn man ein Hindernis umfährt oder ihm ausweicht, muss man rechtzeitig blinken.
  • Wer aus einem Grundstück, einer Fußgängerzone oder auf den Fahrbahnrand fahren möchte, muss das rechtzeitig durch Blinken anzeigen.

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Verwendung des Warnblinklichts: Sie müssen das Warnblinklicht einschalten, sobald Sie liegen bleiben oder jemanden abschleppen, beziehungsweise abgeschleppt werden.  Das Warnblinklicht kann eingeschalten werden, wenn Sie andere Verkehrsteilnehmer warnen möchten. Das kann zum Beispiel beim Annähern an einen Stau oder bei anderen Gefahren sinnvoll sein. 

Was kann passieren, wenn Sie nicht blinken?

Wer beim Versäumen zu blinken erwischt wird, muss 10 Euro Strafe zahlen. Das hört sich nicht nach viel an, doch es kann noch deutlich teurer werden. Wenn man die Spur wechselt, ohne zu blinken und es kommt dann zu einem Unfall, trägt der, der nicht geblinkt hat, laut ADAC oftmals die Hauptschuld. So zum Beispiel sprach das Amtsgericht Bad Segeberg laut ADAC einem Autofahrer die Alleinhaftung zu, der an einem parkenden Auto am Straßenrand vorbeifahren wollte, den Blinker nicht rechtzeitig setzte und auf die linke Spur zog, wo dann ein anderes Auto auffuhr. 

Sie sollten sich aber auch niemals blind auf ein Blinksignal verlassen. Im Zweifelsfall sollte man erst abwarten, was der andere wirklich macht, so Jost Kärger, Leiter Verkehrsrecht beim ADAC.

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