Im Fichtelgebirge war am Sonntag (2. Mai 2021) ein Wolf unterwegs. Das bestätigten das Landesamt für Umwelt (LfU) sowie der zuständige Naturpark im Landkreis Wunsiedel. 

Bemerkt hatte das Tier der Landwirt Sven Reichel. Offensichtlich spazierte der Wolf am Sonntag über ein Feld im Höchstädter Ortsteil Braunersgrün im Landkreis Wunsiedel. Dokumentiert hatte der Landwirt seine Entdeckung auch direkt mit seinem Smartphone. Die Fotos liegen mittlerweile bei dem Landesamt für Umwelt. Weitere Spuren gab es seitdem aber nicht mehr, wie der zuständige Ranger des Naturparks Fichtelgebirge, Ronald Ledermüller, gegenüber inFranken.de erklärte: „So schnell der Wolf aufgetaucht ist, so schnell war er auch wieder verschwunden. Es gab auch seitdem keine Sichtung mehr.“ Das Tier sei wohl weitergezogen.  

Der Wolf ist wohl bereits weitergezogen

Der Ranger war direkt nach der Sichtung vor Ort um weitere Spuren zu sichern. Er nimmt an, dass der Wolf den Reichel fotografiert hatte, ein sogenannter „Jährling“ sei. Ein jugendlicher Wolf, welcher das Territorium des Rudels verlassen hat. Ledermüller erklärt, dass der Wolf wohl wegen der A 93 so lange an dem entlangführenden Zaun geblieben ist, bis er die Brücke bei Braunersgrün erreicht hatte. 


Das Landesamt für Umwelt erklärte: „In ganz Bayern werden ja immer wieder Wölfe gesichtet. Mit standorttreuen Wölfen bei denen die Jungtiere gelegentlich von dem Rudel abwandern. Das war auch hier der Fall. Das war allerdings alles im Rahmen einer Sichtung. Weitere Maßnahmen zu diesem Vorfall sind vorerst nicht geplant.“

Begegnet man selbst einem Wolf, sei es vor allem wichtig ruhig zu bleiben. Sonst wecke man nur ungewollt die Aufmerksamkeit des Tieres. Nähert er sich trotzdem, kann es laut Ledermüller helfen mit dem Wolf zusprechen. Währenddessen solle man sich langsam von dem Raubtier entfernen. Der Wolf werde es dem Menschen gleichtun, so Ledermüller.