Am Donnerstagabend gegen 21:20 Uhr fuhr ein tschechischer Sattelauflieger auf der A93 in Fahrtrichtung Weiden. Aufgrund eines technischen Defekts geriet der Sattelauflieger auf der Höhe von Schönwald in Brand. Der 45-jährige Kraftfahrer bemerkte die Rauchentwicklung und brachte den Lkw auf dem Seitenstreifen zum Stehen.

Er konnte noch rechtzeitig die Zugmaschine vom Auflieger trennen, bevor dieser lichterloh brannte. Der Fahrer hat durch seine Löschversuche eine Rauchgasvergiftung erlitten und wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Marktredwitz verbracht. Die Feuerwehr Selb, Schönwald und Rehau konnten das Feuer schnell bekämpfen.

A93: Sattelauflieger steht in Flammen und brennt völlig aus

Der Sattelzug war lediglich mit leeren Gitterboxen beladen. Das zuvor geladene Autozubehör wurde bereits in Leipzig abgeladen. Die Bergung des Sattelzugs durch den Abschleppdienst stellte sich als sehr langwierig und schwierig heraus.

Auch die Autobahnmeisterei Rehau sowie der Stadtbauhof Schönwald unterstützen bei der Bergung des abgebrannten Auflegers. Die Fahrbahn musste für einige Stunden voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Schönwald abgeleitet.

Neben den Bergungs- und Löschmaßnahmen bereitete unterdessen den Polizeibeamten ein weiterer Umstand Sorgen. An der Brandstelle standen rund zehn Fahrzeuge mit Babys und Kleinkinder im Stau. Deshalb entschied sich die Polizei sich für eine ungewöhnliche Lösung

Nicolas Weiß von der Verkehrspolizei Hof berichtete gegenüber dem Nachrichtendienst News5"Als ich vernahm, dass sich auch Babys in den Fahrzeugen befanden, habe ich mich dazu entschlossen mit Unterstützung weiterer Streifen die zehn Fahrzeuge entgegen der Fahrtrichtung auszuleiten".

Es bildete sich kein Rückstau. Die Gegenfahrbahn war nicht beeinträchtigt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 100.000 Euro. 

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