Am Donnerstagabend (30. September 2021) wurde die Feuerwehr nach Heroldsberg im Kreis Erlangen-Höchstadt alarmiert. Eine Person war in einer etwa drei Meter tiefen Baugrube verschüttet worden und kam alleine nicht mehr heraus. Auf dem Privatgrundstück fanden die Einsatzkräfte die Person gegen 18.19 Uhr, die in der Grube entlang eines unterkellerten Einfamilienhauses bis zur Hüfte mit herabrutschender Erde verschüttet war. 

Da sich die Erde mehr und mehr verdichtet hatte, konnte sich die Person nicht selbstständig aus ihrer misslichen Lage befreien, berichtet die Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt am Freitagmorgen (01. Oktober 2021). Die Person war glücklicherweise bei Bewusstsein. 

Person steckt in Baugrube fest: Erde rutschte nach und verdichtete sich immer mehr

Für die Einsatzkräfte gestaltete es sich ebenfalls schwierig, die Person zu retten, da immer wieder Erde nachrutschte. Aus dem Rüstwagen holten die Kräfte anschließend sämtliches Rüstmaterial, wie Holzdielen oder Baustützen, um die Grubenwand zu sichern, die drohte einzustürzen. Kräfte des Technischen Hilfswerks kamen hinzu, um mit der Feuerwehr zu beraten. 

Als zwischenzeitliche Notlösung, um ein weiteres Abrutschen der Erde zu verhindern, wurden im Garten gelagerte Türblätter und Holz als Rüstholz genutzt. Anschließend wurde noch mehr Material über die Berufsfeuerwehr Nürnberg geordert. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst betreuten die Einsatzkräfte unterdessen die feststeckende Person, indem ein Feuerwehrmann mit Seil und Gurt gesichert vorsichtig zu ihr nach unten gelang. 

Nachdem das weitere Rüstmaterial eingetroffen war, wurde eine große Schaltafel dazu genutzt, um das Erdreich zu sichern und weiteres Abrutschen zu verhindern. Zügig konnte die Person, die mittlerweile leicht unterkühlt war, gerettet werden, so die Feuerwehr. Das restliche Stück kletterte sie alleine aus der Grube. Anschließend wurde sie zur gesundheitlichen Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. 

 

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