Bewusster Umgang mit Wasser: Stadt Würzburg mit eindringlichem Appell an Bürger

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Aufgrund der aktuellen Hitze ruft die Stadt Würzburg ihre Bürger zu einem bewussten Umgang mit Trinkwasser auf. Nur so sei die Versorgung stabil.

Für Samstag (27. Juni 2026) sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) bis zu 39 Grad voraus. An solchen Tagen schnellt der Wasserverbrauch nach oben. Die Sicherung der Trinkwasserversorgung ist eine Kernaufgabe der Stadt, in Bayern ist sie gesetzliche Pflichtaufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. Würzburg nimmt diese Verantwortung ernst und unterstützt den Appell der Trinkwasserversorgung Würzburg (TWV), gerade jetzt bewusst mit Wasser umzugehen.

Wie wichtig das ist, zeigt das Vorjahr: Am 2. Juli 2025 verbrauchte Würzburg an einem einzigen Tag rund 45.000 Kubikmeter Trinkwasser - die höchste Tagesabgabe seit circa 20 Jahren (Quelle: TWV). Diesen Wert könnte das aktuelle Hitze-Wochenende erneut erreichen. Weil das verfügbare Wasser zugleich langfristig zurückgeht, ist bewusster Umgang mit Wasser gerade jetzt entscheidend.

Die Versorgung ist gesichert - solange an heißen Spitzentagen alle mithelfen. Genau darauf kommt es jetzt an.

"Die Sicherung der Wasserversorgung ist eine Kernaufgabe der Stadt – und an einem Wochenende wie diesem eine, die wir nur gemeinsam lösen", sagt Oberbürgermeister Martin Heilig (Grüne). "Unsere Versorgung ist stabil, solange alle mithelfen. Deshalb meine Bitte an die Würzburgerinnen und Würzburger: Gehen Sie an diesen heißen Tagen bewusst mit Wasser um. Jeder gesparte Liter zählt."

Den längerfristigen Teil der Vorsorge bündelt die Klimaanpassungsstrategie der Stadt, die der Stadtrat am 11. Dezember 2025 beschlossen hat. Ihr Grundgedanke: Wasser im Stadtraum halten, statt es schnell abzuleiten. Entsiegelte Flächen, begrünte Plätze, Bäume und renaturierte Bäche speichern Regenwasser, kühlen die Umgebung an heißen Tagen und entlasten zugleich das Grundwasser.

"Sparen ist der erste Schritt - wir müssen als zweiten Schritt das Wasser auch in der Stadt halten, statt es abzuleiten", betont Klimabürgermeisterin Dr. Sandra Vorlová. "Genau das unterstützt unsere Klimaanpassungsstrategie: entsiegeln, begrünen, beschatten. Und wir fördern alle, die im eigenen Garten freiwillig mitmachen. So bleibt Würzburg auch in heißeren Sommern handlungsfähig."

Mitmachen können die Bürgerinnen und Bürger auf zwei Wegen:

Kurzfristig kommt es an diesem Wochenende auf jede und jeden an: Schon kleine Änderungen im Alltag entlasten die Versorgung spürbar, wenn viele mitmachen - gerade an den heißesten Tagen ist das wichtiger denn je. Welche Maßnahmen helfen, hat die TWV zusammengestellt: den Garten mit Regenwasser statt Trinkwasser gießen, auf das Auffüllen von Pools und das Autowaschen verzichten und bei der Körperpflege sparsam sein. Alle Spartipps der TWV stehen unter www.wvv.de/trinkwasser.

Längerfristig fördert die Stadt genau die Maßnahmen, die Regenwasser nutzbar machen und den eigenen Garten hitzefest halten: die Anschaffung von Regenwasser-Zisternen, das Entsiegeln versiegelter Flächen und die Begrünung von Höfen und Vorgärten. Wer eine Fläche entsiegelt oder eine Zisterne einbaut, spart Trinkwassergebühren, hält den Garten auch in Trockenperioden am Leben - und stärkt zugleich den Wasserhaushalt der ganzen Stadt.

Informationen zu den Förderbausteinen und zur kostenfreien Beratung gibt es unter www.wuerzburg.de/klimafoerderung sowie beim Umwelt- und Klimareferat der Stadt Würzburg.

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung. 

Vorschaubild: © Felix Kästle/dpa