Am Sonntag (6. November 2022) musste sich die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried mit einem 32-jährigen Autofahrer auf der A3 eine wilde Verfolgungsjagd liefern, bis er erst durch den Einsatz mehrere Streifenwagen zum Anhalten gezwungen werden konnte.

Gegen 18.30 Uhr am Sonntag, versuchte eine Streife der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried einen Wagen, der sich auf der A3 in Fahrtrichtung Nürnberg befand, anzuhalten und einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Laut Polizei, täuschte der Fahrer des Autos zunächst vor, die Anhaltesignale bemerkt zu haben und setzte seinen Blinker in Richtung des nahen Parkplatzes Sangraben-Süd.  Wenige Meter davor zog er unerwartet vom Ausfädelungsstreifen wieder auf die Hauptfahrbahn zurück und gab Gas. Die Polizeistreife nahm darauf seine Verfolgung auf.

Autofahrer flüchtet über A3 - filmreife Verfolgungsjagd in Unterfranken

Kurz vor dem Autobahnkreuz Biebelried zog der flüchtende Autofahrer unvermittelt vom rechten über drei Fahrstreifen auf den linken Fahrstreifen rüber und gefährdete dabei zwei andere Verkehrsteilnehmer, die sich in der Mitte der Fahrbahn befanden - sie mussten eine Vollbremsung hinlegen, um einen Auffahrunfall zu vermeiden. Danach zog der 32-Jährige wieder nach rechts auf die rechte Spur und verließ bald darauf die Autobahn auf die B8 in Fahrtrichtung Kitzingen.

Als er dann mit circa 80 km/h in Richtung Biebelried abbog, kam er wegen seines zu hohen Tempos nach links in das Bankett der Fahrbahn und prallte dort beinahe gegen ein Verkehrszeichen. Der Gegenverkehr aus Biebelried musste ihm in der Folge immer wieder ausweichen und abbremsen, weil der 32-Jährige wiederholt mit seinem Wagen auf die Gegenfahrbahn geriet. Seine Flucht setzte sich noch eine ganze Weile fort: Sie führte ihn beispielsweise mit fast 60 km/h über das Tankstellengelände einer nahen "Total"-Tankstelle, wo er wendete, um wieder auf die B8 in Richtung Kitzingen zu gelangen.  Auf dem Tankstellengelände gefährdete er, durch den Betrieb vor Ort, rücksichtslos weitere Personen. Ein Ende fand seine halsbrecherische Flucht erst, als ihn mehrere herbeigerufene Polizeistreifen in die Zange nehmen konnten und zum Anhalten zwangen.

Bei der anschließenden Durchsuchung seines Autos fand die Polizei eine geringe Menge an Amphetamin und die Überprüfung seiner Fahrtauglichkeit ergab, dass er die ganze Zeit über unter dem Einfluss von Drogen stand. Gegen den Fahrer werden nun, neben einer Vielzahl von Verstößen nach der Straßenverkehrsordnung, auch mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen verbotenen Fahrzeugrennens und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, eingeleitet.

Verkehrspolizei sucht nach Zeugen des Vorfalls

Die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried sucht außerdem nach Zeugen des Vorfalls. Sehr wichtig für sie wären die Verkehrsteilnehmer und Personen auf dem Tankstellengelände, die durch die Fahrt des Mannes gefährdet wurden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer: 09302-9100 entgegen.

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