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Würzburg
Polizeiaktion

Gefahr auf der Straße: So geht die Polizei in Franken gegen Raser und Autoposer vor

Raser, Autoposer und -tuning werden zunehmend zu einem Problem auf den fränkischen Straßen. Die Polizei geht verstärkt gegen das Phänomen vor - auch um mögliche illegale Rennen zu verhindern. Zuletzt gab es größere Aktionen in Forchheim und Würzburg. Wie die Polizei dabei vorgeht.
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Autoposer werden in Franken zum Problem: Immer wieder kommt es in Deutschland zu illegalen Straßenrennen mit teils dramatischen Folgen. Nicht selten werden bei solchen Rennen Menschen verletzt oder kommen gar zu Tode. Zuletzt gab es derartige Fälle in Berlin oder Duisburg. Doch auch in Franken kommt es zu illegalen Rennen.

So hat sich das Würzburger Stadtgebiet als "Attraktionsgebiet für die Poser- und Tuningszene" etabliert, wie die Polizei Würzburg am Samstag (18.07.2020) mitteilt, und war Ende 2019 Schauplatz eines herausragenden Verkehrsunfalles in der Mergentheimer Straße, bei welchem der dringende Verdacht besteht, dass ein verbotenes Autorennen ursächlich war. Meist begehen die agierenden Personen nur geringfügige Verstöße, wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, unzulässiges Fahrzeugtuning oder Ruhestörungen durch sogenannte „Poser- oder Profilierungsfahrten“. Diese werden jedoch von der Bevölkerung  als besonders störend wahrgenommen. 

Polizei Würzburg kämpft gegen Raser und Autoposer - diverse Verstöße festgestellt

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt bekämpft das Phänomen Poser- und Tuningszene bereits mit unterschiedlichsten Maßnahmen, die mit der Ende Mai ins Leben gerufenen „Arbeitsgruppe Poser- und Tuningszene“ nun weiter intensiviert werden. Konkret heißt das, dass die Polizei verstärkt Geschwindigkeitsmessungen und technische Kontrollaktionen durchführt. 

Bei einer dieser Kontrollaktion am Freitagabend hat die Würzburger Polizei die Poser- und Tuningszene im Stadtgebiet ins Visier genommen und diverse Verstöße festgestellt. Mehrere Beamte der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt überwachten in den späten Abendstunden an verschiedensten Stellen das Fahr- und Geschwindigkeitsverhalten. Der Spitzenreiter war innerhalb geschlossener Ortschaft mit 89 km/h bei erlaubten 50 km/h unterwegs. Ein Lenker war nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

Auch an den einschlägigen Treffpunkten, wie Tankstellen oder öffentlichen Parkhäusern, wurden Kontrollen durchgeführt. Hierbei wurden von mehreren Personen die Personalien festgestellt, die Fahrzeuge unter die Lupe genommen und Platzverweise erteilt. Bei den Überprüfungen der Fahrzeuge stand der technische Zustand im Fokus. Bei über zehn Fahrzeugen konnten nicht zulässige Veränderungen und Manipulationen festgestellt werden, die ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach sich ziehen. Auch konnten Verstöße nach dem Pflichtversicherungsgesetz und dem Waffengesetz registriert werden. 

Nicht nur in Würzburg sind Autoposer zum Problem geworden. Auch in Forchheim ist das Phänomen bekannt - vor kurzem fanden deshalb größere Polizeiaktionen statt.