Diese fünf Oma-Vornamen feiern dieses Jahr ein Comeback

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Klassische Mädchennamen wie Mathilde, Karla und Thea erleben ein Comeback. Immer mehr Eltern schätzen traditionelle Namen mit Bedeutung und Geschichte.

Typisch Oma? So einige Mädchennamen werden heutzutage als altmodisch und "omahaft" bezeichnet. Doch jetzt feiern viele dieser klassischen Namen ein Comeback und wirken zeitlos und frisch.

Neben dem Trend für ausgefallene Modenamen wählen Eltern immer mehr Namen, die weiter in der Vergangenheit zurückliegen. Grund dafür ist der Wunsch der Eltern nach Geschichte, Charakter und Tiefe. Dabei erinnern ältere Namen an die der Großeltern und zeigen sich ganz anders als die neuen trendigen Namen. Klassische Vornamen werden immer beliebter, da sie in der Gesellschaft eine vertraute Wirkung erzielen.

Fünf klassische Mädchennamen, die wieder in sind

Martha - die Gebieterin

Der Name Martha kommt vom Aramäischen und bedeutet "die Gebieterin" oder "die Herrin".  Mit dem Namen werden selbstbewusste, starke Frauenfiguren in der Familie verbunden. Auch an biblische Figuren und klassische Literatur erinnert Martha. Zudem klingt der Name ruhig und klar. Perfekt für Kinder und Erwachsene zugleich. 

Thea - Geschenk Gottes

Aus dem Griechischen kommend bedeutet der Name Thea "Geschenk Gottes". Suchen Eltern etwas Kurzes und Elegantes, sind sie bei Thea genau richtig. Der Name klingt zudem verspielt, aber gleichzeitig weich. Auch als Doppelname ist Thea gut geeignet.

Ruth - Freundin/Gefährtin

Ruth ist ein hebräischer Name, der "Freundin" oder "Gefährtin" bedeutet. Genau wie Thea ist der Name kurz und prägnant, aber gleichzeitig stark und präsent. Das Besondere an Ruth ist zudem, dass der Name in einigen Sprachen ähnlich wirkt, weshalb er auch für Familien mit internationalen Bezügen gut funktioniert. Ruth ist ein sehr klassischer Name.

Karla - die Freie

Der Name Karla kommt vom Altdeutschen und heißt übersetzt "die Freie". Karla lässt sich einfach schreiben und sprechen, ist also perfekt für Kinder. Zudem klingt der Name klar und kraftvoll, aber trotzdem warm. Auch international ist der Name leicht verständlich.

Mathilde - mächtige Kämpferin

Ebenfalls aus dem Altdeutschen stammend ist der Name Mathilde und bedeutet "mächtige Kämpferin". Der Name wird aus zwei Wortteilen kombiniert: "maht" (Macht, Stärke) und "hiltja" (Kampf). Zudem stammt der Name Mathilde aus dem Adel und hat in der Literatur eine große geschichtliche Bedeutung.

Wie du den perfekten Namen für dein Baby findest

Sich für einen passenden Vornamen für sein Baby zu entscheiden, ist gar nicht mal so einfach. Schließlich wird das Kind mit diesem Namen groß werden. Hier sind ein paar Tipps, die bei der Entscheidung helfen können.

Vielen Eltern gefallen Namen mit Bedeutung oder einer speziellen Herkunft besonders. In entsprechenden Büchern kann nachgeschlagen werden, wofür der Name steht. Fühlt sich die Symbolik stimmig an? Passt die Bedeutung überhaupt zu dem, was man dem Kind mitgeben möchte? Außerdem hilft es, den Namen laut auszusprechen. Hört man ihn zusammen mit dem Nachnamen, wird schnell klar, ob der ganze Name richtig klingt oder eher nicht zusammenpasst. Wird dabei über den Namen gestolpert oder entsteht sogar ein Reim mit dem Nachnamen? Letzteres wollen viele Eltern lieber vermeiden, weshalb dieser "Test" sehr sinnvoll sein kann.

Auch hilft es, sich zu überlegen, ob die Kombination in verschiedenen Lebensphasen, wie beispielsweise vom Kindergarten bis zum Arbeitsleben, passt. Denn oft kann der Name später für das eigene Ohr unstimmig klingen, wenn das Kind einmal erwachsen ist. Aber auch Spitznamen oder Abkürzungen entstehen im Alltag schnell. Deshalb kann hier schon einmal ausprobiert werden, welche Abkürzungen der Name hergibt und was vielleicht eher ungeeignet ist.

Oft sind Namen, die schon seit Generationen in der Familie sind, ein attraktiver Aspekt bei der Namenssuche. Hier lohnt sich also ein Blick in den Familienstammbaum, denn den Namen der Oma oder der Tante weiterzutragen, sorgt für Verbundenheit in der Familie. Klassische Namen müssen hier nicht unbedingt im Trend sein. Es kann jedoch durchaus geprüft werden, ob der Name aktuell sehr verbreitet ist, um die Beliebtheit herauszufinden. 

Mehr als nur ein Trend

Ein klassischer Name ist nicht nur ein Trend. Er birgt Bedeutung, Geschichte, Familie und Wärme. Gleichzeitig sind diese Oma-Namen lange nicht mehr so altmodisch, wie sie klingen. Im Gegenteil: Viele Eltern wünschen sich einen Namen, der Vergangenheit mit Gegenwart verbinden kann. Ein zeitloser Name wie Mathilde, Karla, Thea, Ruth oder Martha.

 

Vorschaubild: © Leonid & Anna Dedukh/AdobeStock