In einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ist am späten Mittwochnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Durch die starke Rauchentwicklung bildete sich im Bereich des Brandortes eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration, berichtet die Polizei. Noch während der Löscharbeiten meldeten sich am Mittwochabend erste Anwohner und Einsatzkräfte mit gesundheitlichen Problemen. Eine medizinische Untersuchung ergab bei mehreren Betroffenen erhöhte Kohlenmonoxid-Werte im Blut.
Gegen 16.45 Uhr wurde der Brand in der Sudetenstraße gemeldet. Wie sich vor Ort herausstellte, war das Feuer offenbar in einer Wohneinheit, in der umgebauten Garage, ausgebrochen. Das Feuer griff schnell auf das gesamte Gebäude über.



Mehrere Feuerwehren waren vor Ort und begannen mit den Löscharbeiten. Erschwert wurden diese durch die starke Rauchentwicklung. Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr erlitten bei den Löscharbeiten bereits leichte Verletzungen und mussten ambulant behandelt werden.


Landratsamt ruft Katastrophenfall aus

Da mit einer großen Anzahl von weiteren Verletzten gerechnet werden musste, wurde gegen 22:15 Uhr der Katastrophenfall vom Landratsamt ausgerufen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei sperrte den direkten Gefahrenbereich ab. Vier direkt an den Brandort angrenzende Mehrfamilienhäuser sind durch die Einsatzkräfte evakuiert worden. Durch die starke Rauchentwicklung bestand die Gefahr, dass sich in den Wohnungen eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration gebildet haben könnte.

Für die 18 evakuierten Anwohner standen Übernachtungsmöglichkeiten in der Spessarthalle zur Verfügung. Anwohner im näheren Umfeld des Brandortes wurden noch in der Nacht über die Gefahrenlage informiert und aufgefordert, sich bei gesundheitlichen Problemen an die Einsatzkräfte oder an den Rettungsdienst zu wenden.

Insgesamt wurden bei mehreren Einsatzkräften der Feuerwehr und zwei Anwohnern erhöhte Kohlenmonoxid Werte im Blut festgestellt, die Betroffenen wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert.

Vor Ort befanden sich zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Main-Spessart mit insgesamt 193 Einsatzkräften, der Rettungsdienst mit insgesamt 177 Kräften und die Polizei mit 30 Beamten

Wie das Feuer ausbrechen konnte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Der entstandene Schaden lässt sich momentan noch nicht beziffern.