Rettungskräfte wurden vergangenes Wochenende zu einem Jugendlichen gerufen, der reglos auf einer Würzburger Straße lag. Wenige Tage später ist er tot. Die Polizei hat bereits einen Verdacht.
Am Samstagmorgen (24. Januar 2026) wurde eine männliche Person gemeldet, die in der Dubliner Straße in Würzburg bewusstlos auf dem Boden liegt. Der 16-Jährige kam unter Reanimation ins Krankenhaus, verstarb dort jedoch am Mittwochmorgen. Davon berichtete das Polizeipräsidium Unterfranken am Donnerstag.
Ermittlungen ergaben, dass der Mann zuvor ein verschreibungspflichtiges Opiat eingenommen hatte. Die Polizei nahm noch am Samstag zwei Tatverdächtige fest. Ein Ermittlungsrichter erließ Untersuchungshaftbefehl.
Jugendlicher (16) stirbt - hatte er verschreibungspflichtige Opiate genommen?
Am Samstag, gegen 10.30 Uhr, wurde der Integrierten Leitstelle von Rettungsdienst und Feuerwehr durch zwei Passanten eine männliche Person gemeldet, die reglos in der Dubliner Straße liegt. Bei Eintreffen der Streife wurde der 16-Jähriger bereits durch den Rettungsdienst reanimiert und anschließend unter laufender Reanimation in ein Krankenhaus gebracht. Vor Ort ergaben sich keinerlei Hinweise auf eine Gewalteinwirkung.
Die Kriminalpolizei Würzburg hat noch vor Ort ihre Ermittlungen zu den genauen Hintergründen des Auffindens aufgenommen. Im Zuge dessen ergaben sich schnell Hinweise darauf, dass die beiden Mitteiler im Alter von 17 und 22 Jahren den Jugendlichen nicht zufällig aufgefunden haben. Dem Sachstand nach sollen diese mit dem 16-Jährigen am Vorabend verschreibungspflichtige Opiate konsumiert haben. Nachdem dieser am nächsten Morgen nicht mehr ansprechbar war, sollen sie ihn offenbar vor das Haus verbracht haben und dort den Notruf verständigt haben. Der 16-Jährige starb am Mittwochmorgen im Krankenhaus. Eine Obduktion wurde durch die Staatsanwaltschaft bereits beantragt.
Der 17- sowie der 22-Jährige wurden vorläufig festgenommen und am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Dieser erließ gegen beide Tatverdächtige Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts der leichtfertigen Verursachung des Todes eines anderen durch Abgabe von Betäubungsmittel. Sie wurden anschließend in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten gebracht. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft konzentrieren sich nun insbesondere auf den genauen Tatablauf und die entsprechenden Tatbeteiligungen der beiden Männer.