In Dettelbach (Kreis Kitzingen) sorgen unliebsame Hinterlassenschaften rund um einen Spielplatz für Gesprächsstoff. Jetzt macht der Bürgermeister seinem Ärger Luft.
Der Dettelbacher Bürgermeister Matthias Bielek (Freie Wähler) hat sich am Mittwoch (28. Januar 2026) mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit gewandt. In den sozialen Medien teilte der Politiker ein Bild des Spielplatzes in der Parkanlage an der südlichen Stadtmauer in Dettelbach (Kreis Kitzingen). Darauf zu sehen: insgesamt acht blaue Kringel. "Die blauen Kringel im Bild sind alles Hundehaufen rund um den Kinderspielplatz", lautet Bieleks Erklärung. "Das ist tatsächlich richtig scheiße", zeigt er sich wütend. "Die Anlage ist kein Hundeklo", stellt er unmissverständlich klar.
Wie Bielek auf Nachfrage von inFranken.de erklärt, sei die Problematik schon seit längerem bekannt. Bereits in der Vergangenheit habe die Stadt versucht, das Hundekot-Problem in den Griff zu bekommen, allerdings ohne Erfolg. Entsprechende Hinweise im städtischen Amtsblatt haben demnach zu keiner Verbesserung geführt. Laut Bielek haben sich die Beschwerden aus der Bevölkerung zuletzt wieder gehäuft. Eine explizite Beschwerde samt Foto habe ihn nun dazu veranlasst, erneut auf die Problematik hinzuweisen.
Dettelbacher Bürgermeister sagt Ekel-Problem den Kampf an - "über weitergehende Maßnahmen beraten"
"Das auf dem Bild ist ein Extremzustand und rund um den Spielplatzbereich doppelt und dreifach ärgerlich", erklärt Bielek gegenüber inFranken.de. Die "Anlage" sei jedoch nicht der einzige Bereich, in dem herumliegender Hundekot ein massives Problem darstellt. "Im Grunde gibt es leider keine Bereiche, die generell nicht betroffen sind", so der Bürgermeister. "Es geschieht überall dort, wo unachtsame Herrchen und Frauchen mit ihren Vierbeinern Gassi gehen", berichtet er. "Hunde koten und die jeweiligen Besitzer lassen es liegen, statt es wenigstens in Plastiktüten in Mülleimern zu entsorgen." Alle Hundehalter über einen Kamm zu scheren liege ihm jedoch fern. "Ich bin wahrlich kein Hundegegner und möchte definitiv nicht pauschal verurteilen", betont Bielek. Der Großteil der Hundebesitzer verhalte sich nämlich "vorbildlich".
Wie Bürgermeister Matthias Bielek erklärt, wolle die Stadt Dettelbach von nun an verstärkt gegen die unliebsamen Hinterlassenschaften vorgehen. "Hinweise zu Rechten, Pflichten und Konsequenzen über unsere Informationskanäle wie Amtsblatt, Homepage oder Social Media reichen offenbar leider nicht aus", so der Bürgermeister. Man werde deshalb nun "punktuell die Beschilderung ausweiten und auch im Stadtrat nochmals über weitergehende Maßnahmen beraten". Welche konkreten Maßnahmen in Zukunft ergriffen werden, könne Bielek zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Eines stehe für ihn jedoch fest: Das häufig geforderte Anbringen von Aufstellern mit Hundekotbeuteln werde das Problem nicht lösen.
"Ich stehe zu meiner persönlichen Meinung, dass die Hundekotbeutelspender in keinem guten Kosten-Nutzen Verhältnis stehen und die Situation niemals lösen", fasst Bielek seinen Standpunkt zusammen. "Wir erleben oft, dass die mit Kot gefüllten Beutel überall herumliegen und trotzdem auch weiterhin Kot offen liegen gelassen wird", berichtet er. Zudem sei es in der Vergangenheit vorgekommen, "dass die Beutelspender manchmal auf wundersame Weise schnell geleert sind". Hier gelte es "zu hinterfragen, ob es die Aufgabe des Steuerzahlers ist, diese Beutel zu spendieren und auch bei erstaunlich schneller Leerung regelmäßig und umgehend wieder zu befüllen". Weitere Nachrichten aus dem Kreis Kitzingen findet ihr in unserem Lokalressort.