Im Bahnverkehr zwischen Nürnberg und Regensburg stehen massive Änderungen bevor. Wegen eines Großprojekts erfolgt ab Februar eine mehr als fünfmonatige Sperrung.
Pendler und sonstige Zugreisende, aufgepasst: Auf der Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg kommt es zu monatelangen Ausfällen. Die Strecke wird wegen einer Generalsanierung vom 6. Februar bis zum 10. Juli 2026 vollständig für den Zugverkehr gesperrt. Während dieser Zeit fahren auf den betroffenen Linien Ersatzbusse. Fernzüge, wie ICE-Züge, werden umgeleitet und benötigen dadurch etwa eine Stunde länger.
Die Sperrung betrifft sowohl den Nah- als auch den Fernverkehr erheblich und führt zu massiven Einschränkungen für Fahrgäste. Ab Montag (2. Februar 2026) kommt es auch auf der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg zu "starken Einschränkungen".
Strecke Nürnberg-Regensburg: Umleitungen und reduzierte Verbindungen im Fernverkehr
Die Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg führen zu weitreichenden Änderungen. Fahrgäste können sich auf der Internetseite der Deutschen Bahn sowie in der App "DB Navigator" über aktuelle Fahrplandaten informieren. Einen konkreten Überblick über den Ersatzverkehr bietet zudem eine eigene Internetseite zum Sanierungsprojekt.
Bis zum 13. Juni 2026 werden ICE-Züge zwischen Nürnberg und Regensburg über Ingolstadt umgeleitet. "Die Fahrzeit verlängert sich um rund eine Stunde", heißt es in einer Pressemitteilung der Bahn zur Generalsanierung.
Zusätzlich verkehrt einmal täglich pro Richtung ein ICE von München über Landshut, Regensburg und Passau nach Wien. Weitere Fernzüge beginnen oder enden bereits in Nürnberg. Für Fahrten zwischen Deutschland und Österreich stehen weiterhin zweistündliche Verbindungen zwischen München und Wien über Salzburg zur Verfügung. Während der Sanierungsphase ist das Fernverkehrsangebot in Regensburg, Passau und Plattling reduziert, der Halt in Straubing entfällt vorübergehend.
Bahn-Großprojekt beeinflusst Regionalverkehr: Ersatzbusse und Expressverbindungen
Auch im Regionalverkehr führt die Sperrung zu umfangreichen Änderungen. Die Linien S3 (aktuell S1), RE 22, RE 50 und RB 51 werden durch Ersatzbusse bedient. Diese Busse tragen zur besseren Orientierung die gleichen Nummern wie die entsprechenden Zuglinien. Mehrere Busse pro Stunde sind im Einsatz, in den Hauptverkehrszeiten kommen zusätzliche Verstärkerbusse hinzu. Expressbusse sorgen für schnelle Verbindungen über die Autobahn.
Die Haltestellen sind mit Wegweisern in der Farbe Verkehrspurpur gekennzeichnet. Die Alternativroute auf der Schiene, der RE 40 zwischen Nürnberg, Schwandorf und Regensburg, wird mit mehr Platzangebot verstärkt. Für angrenzende Strecken, etwa zwischen Neustadt (Donau) und Regensburg sowie Landshut und Plattling, gibt es ebenfalls Ersatzverkehr. Dort wird der Zugverkehr wegen Umleitungen von Güterzügen reduziert, Busse ersetzen ausfallende Züge, sodass stündlich eine Reisemöglichkeit besteht.