Über 200 Fälle in 12 Monaten: Polizei gibt Tipps gegen perfide Sex-Masche im Netz

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Mit einer betrügerischen Sex-Masche erpressen Täter ihre Opfer. Alleine in den letzten Monaten bearbeitete in die Polizei in Würzburg über 220 Fälle von Sextortion, die Dunkelziffer liegt vermutlich deutlich höher. Die Polizei hat nun Tipps zum Schutz und im Umgang mit der Erpressungsmethode veröffentlicht.

Nacktbilder an fremde Personen zu verschicken oder vor laufender Kamera sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen, kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen.

Davor warnt das Polizeipräsidium Unterfranken ausdrücklich. Auch, weil es in dem vergangenen Jahr zu zahlreichen Fällen von Sextortion kam.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Masche, bei der neue Bekanntschaften über das Internet die späteren Opfer dazu ermutigen, sich vor der Kamera auszuziehen oder sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Dabei werden die Opfer unwissentlich gefilmt. Die Täter drohen im Anschluss die Inhalte zu verbreiten und erpressen die Betroffenen auf diese Weise.

Sextorion - Täter erpressen Opfer mit perfider Masche

Es handelt sich bei den Taten also strafrechtlich um Erpressung auf sexueller Grundlage.

Alleine in den letzten zwölf Monaten bearbeitete die Kriminalpolizei Würzburg über 220 Fälle von Sextortion. Es wird aber von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen. In den meisten Fällen sind die Opfer junge Männer, die sich auf Social-Media-Plattformen bewegen und dort von den unbekannten Tätern kontaktiert werden. Aber auch Frauen fallen der Masche zum Opfer. 

Deshalb gibt die Polizei folgende Tipps bei Sextortion:

  • Sei vorsichtig mit der Weitergabe persönlicher Informationen im Internet.
  • Teile keine intimen Bilder oder Videos.
  • Sei misstrauisch gegenüber Fremden, die du online kennenlernst.
  • Nimm keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an.
  • Stimme nicht vorschnell einem Videochat zu.

Allerdings gilt es auch einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn die Erpressung bereits erfolgt. 

Vor allem sollte kein Geld überwiesen werden, da die Erpressungen auch nach der Zahlung meistens nicht aufhören.

Erpressung erfolgt bereits - So verhältst du dich richtig: 

  • Erstatte Anzeige bei der Polizei.
  • Kontaktiere den Betreiber der betreffenden Seite und veranlasse, dass das Bildmaterial gelöscht wird. Nicht angemessene Inhalte können dem Seitenbetreiber über eigens hierfür eingerichtete Buttons gemeldet werden.
  • Brich den Kontakt zu der anonymen Person sofort ab
  • Sichere die Chatverläufe und Nachrichten mittels Screenshot.

Hier findest du weitere Tipps und Hinweise zum Thema Sextortion.