Auf der A7 im Kreis Würzburg kam ein Viehtransporter von der Fahrbahn ab, 30 Tiere gelangten auf die Straße. Unter einigen Mühen gelang den Einsatzkräften das Zusammentreiben der Rinder - der Einsatz konnte erst nach einigen Stunden abgeschlossen werden.
Ein umgekippter Viehtransporter hat am Donnerstagmorgen (9. Februar 2023) eine stundenlange Vollsperrung auf der A7 in Fahrtrichtung Ulm ausgelöst. Laut der Feuerwehr Kitzingen konnte der Einsatz im Landkreis Würzburg erst gegen 10.30 Uhr beendet werden. Die Feuerwehren Biebelried und Marktbreit waren ebenfalls im Einsatz.
Der Viehtransporter aus Niedersachsen war auf der rechten Fahrspur in Richtung Ulm unterwegs, als er gegen 5.30 Uhr von der Autobahn abkam. Das Fahrzeug kippte daraufhin auf die linke Seite und blockierte die Fahrbahn in Richtung Süden. Der 21-jährige Fahrer blieb unverletzt, jedoch gelangten einige Rinder auf die Fahrbahn, und konnten nur mit Mühe wieder eingefangen werden.
Update vom 10.02.2023, 12.39 Uhr: Feuerwehrmann schildert Rinder-Rettung auf A7 - "völlig gestresst gewesen"
Wie der Kitzinger Feuerwehrkommandant Matthias Gernert gegenüber inFranken.de berichtet, habe man den Einsatz gegen 10.30 Uhr wieder beenden können. Bei dem ungewöhnlichen Einsatz sei die Feuerwehr Kitzingen nicht nur beim Errichten einer Verkehrssperre und der Beiseiteschaffung des umgekippten LKW, sondern auch beim Einfangen der Rinder gefordert gewesen.
Diese Aufgabe habe sich laut Gernert nicht gerade einfach gestaltet: "Die frei laufenden Rinder sind völlig gestresst gewesen, einige von ihnen sind durch die Rettungsgasse gelaufen". Um die Tiere nicht noch nervöser zu machen, seien das Blaulicht und die Sirenen ausgeschaltet worden.
Gemeinsam mit der Polizei habe man sie aber zusammentreiben und in den bereitstehenden zweiten Transporter bewegen können, sodass man die Fahrbahn nach einiger Zeit wieder freigegeben wurde.
Erstmeldung vom 09.02.2023, 11.04 Uhr: Viehtransporter kippt auf A7 um: Rind muss vor Ort erlegt werden
Zum Unfallzeitpunkt war der Viehtransporter mit knapp 30 Rindern beladen. Ein Tier wurde so schwer verletzt, dass es vor Ort von einem Fachmann im Beisein einer Vertreterin des Veterinäramtes erlegt werden musste, erklärt die Polizei weiter. Alle übrigen Rinder sollen aber unverletzt geblieben sein, liefen zum Teil jedoch auf der Fahrbahn umher.
"Rein zufällig war schnell ein leerer Tiertransporter aus dem Raum Schweinfurt zur Stelle, der ebenfalls auf der A7 in Richtung Ulm unterwegs war", heißt es zudem im aktuellen Polizeibericht aus Unterfranken. Der 31-jährige Fahrer habe sofort seine Hilfe angeboten, wodurch die frei laufenden Tiere gemeinsam mit den Einsatzkräften vor Ort schnell eingefangen werden konnten.