Norbert Höchner holte für die Kampfsportschule Rögner in Orlando den ersten Platz bei den Veteranen im Leichtkontakt bis 80 Kilo. Harun-Veysel Elkol erkämpfte sich in den USA zwei Medaillen.
Der Gong ertönt. Völlig außer Atem gehen die Kämpfer in die Ringecken zu ihren
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Trainern, um sich die Handschuhe abnehmen zu lassen. Über zwei Runden zu je zwei Minuten hat
Norbert Höchner aus Löffelsterz alles gegeben. Hat dies für den Sieg gereicht? Hat
sich die monatelange Schinderei gelohnt? Es hat geklappt. Der Kampfrichter hebt den Arm des
46-jährigen Sportlers der Eberner Kampfsportschule Rögner. Höchner wurde bei den
Titelkämpfen in Orlando (Florida, USA) Weltmeister.
Bereits seit 24 Jahren
betreibt der Löffelsterzer Kickboxen. "Ich musste ihn nie antreiben, sondern ihn meist eher
noch ausbremsen", verrät Trainer Harald Rögner. Bei Weltmeisterschaften in
Florida, Schottland oder Deutschland hatte Höchner mehrmals in der Vergangenheit sein
Glück versucht und war dort auch dreimal auf dem Treppchen gelandet.
Der Titel aber fehlte ihm noch. Bei der WM der WKA (World Kickboxing Association) in Orlando
(Florida) hat es nun geklappt. Höchner erkämpfte sich bei den Veteranen über 45
Jahre bis 80 Kilo im Leichtkontakt die Goldmedaille.
Damit war er jedoch nicht der
einzige Teilnehmer der Kampfsportschule Rögner aus Ebern, der erfolgreich war.
Auch Harun-Veysel Elkol aus Kleintettau (Landkreis Kronach) holte im Karate bei den Herren bis 65
Kilo den Weltmeistertitel nach Deutschland. Nach seinem Doppelsieg im Vorjahr hatte auf ihm im
Vorfeld ein besonderer Druck gelastet. Dies zeigte sich auch gleich beim ersten Kampf, den er
verlor. Am Ende holte er Bronze, die Hoffnung auf Doppelgold war jedoch geplatzt.
Umso wichtiger war es für Elkol nun, in seiner zweiten Disziplin zu gewinnen.
Hier zeigte sich der Karateka komplett verändert. Fast mühelos kämpfte er sich bis
ins Finale. In diesem traf er auf David Silva Junior, einen Brasilianer, den er schon im
vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft in Karlsruhe geschlagen hatte.
Auch ohne Heimvorteil dominierte Elkol und entschied den Kampf mit 4:1 Punkten für sich.
Bereits zum dritten Mal landete er somit beim größten Wettkampf im Amateurkampfsport
ganz oben auf dem Podest. Mit den zwei Gold- und der einen Bronzemedaille reihen sich die beiden
Eberner Sportler in die Erfolgsserie des deutschen Leichtkontaktteams ein.
Dieses holte sich unter der Leitung von Bundestrainer Harald Rögner insgesamt zehn
erste, elf zweite und zehn dritte Plätze und erreichte mit der Damenmannschaft den zweiten
und der Herrenmannschaft den ersten Rang. Damit erzielte es bei dem mit 1620 Kämpfern aus 32
Nationen gut besuchten Turnier die beste Teamwertung.
kili