In zweieinhalb Wochen ist bereits Silvester, doch vorab entbrennt wieder eine Debatte um ein mögliches Verbot von Feuerwerken. Auch eine Institution mit Sitz in Franken meldet sich nun mit einer Forderung zu Wort.
Aufgrund der Corona-Pandemie galten in den vergangenen Jahren Sonderregeln für Feuerwerke und Böller an Silvester. Entsprechende Verbote sollten verhindern, dass die Krankenhäuser durch Unfälle beim Raketenzünden nicht noch zusätzlich belastet werden. Während die einen die Vorschrift begrüßten, fühlten sich andere dadurch gemaßregelt. Nun entbrennt in Franken erneut eine Diskussion.
So fordert der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) ein Verbot privater Silvesterfeuerwerke. Stattdessen sollten Städte und Gemeinden die Feuerwerke zum Jahreswechsel zentral organisieren, schlägt der LBV mit Sitz im mittelfränkischen Hilpoltstein im Landkreis Roth vor. Die zischenden Raketen und krachenden Böller führten zu starker Feinstaubbelastung und enormen Müllmengen, mahnen die Naturschützer an.
Wieder kein Feuerwerk an Silvester? Krach schadet Tieren
Außerdem versetzten der Krach und die Lichtreflexionen Tiere in Angst. "Bei Wildtieren löst der heftige Lärm den Fluchtreflex aus", sagte eine LBV-Sprecherin. "Anschließend brauchen sie sehr lange, bis sie wieder zur Ruhe kommen." Die nächtliche Flucht koste die Tiere wertvolle Energie, die sie gerade in langen, kalten Winternächten zum Überleben brauchten. Wenn Vogelschwärme in Panik flüchteten, könnten Vögel gegen Fensterscheiben oder Stromleitungen prallen, warnt der LBV weiter.
Zuvor hatte sich bereits die Stadt Bad Kissingen bereits zu einem eventuellen Böllerverbot geäußert, nachdem mehrere Seiten eine entsprechende Änderung angeregt hatten. Dazu zählen beispielsweise die Deutsche Umwelthilfe sowie Gewerkschaft der Polizei (GdP).
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Ich kann auch ganz gut ohne Böllerei leben. Und mein Hund würde es auch danken.