Wie die Polizei Unterfranken mitteilt, sind mehrere Betrugsfälle gemeldet worden, bei denen sich Unbekannte am Telefon als Ärzte ausgegeben haben. Die Betrüger gaben vor, dass ein Angehöriger schwer an Corona erkrankt sei und nun dringend Geld für teure Medikamente oder für einen Impfstoff benötige. 

Der Polizei sind bisher fünf Fälle bekannt, die ihnen von Seniorinnen aus der Region Main-Rhön gemeldet wurden. Diese hatten Anrufe erhalten und sich daraufhin sofort bei der Polizei gemeldet. Die Polizei wendet sich nun an die Öffentlichkeit, um vor der Betrugsmasche zu warnen, die sicher auch in den kommenden Wochen versucht wird. 

Corona-Betrüger: Das rät die Polizei

Die Polizei bezeichnet es als besonders dreist, da sich die Täter die aktuelle Corona-Situation zu Nutze machen und sie ihre Opfer in Sorge um ihre Familienangehörigen versetzen. Ziel der Betrüger ist es, dass die Seniorinnen und Senioren das vermeintlich für Medikamente oder Impfstoff benötigte Geld an einen Abholer übergeben. Glücklicherweise sind in Unterfranken bislang keine Fälle bekannt geworden, bei denen die Täter mit dieser Vorgehensweise erfolgreich waren.

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät: 

  • Legen Sie auf! Wählen Sie den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Ärzte werden Sie nie am Telefon dazu auffordern, für Behandlungskosten Ihrer Angehörigen aufzukommen.
  • Übergeben Sie niemals Geldbeträge an Fremde!
  • Die Täter können mit entsprechender Technik jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen. Auch die eines Arztes oder eines Krankenhauses!
  • Sprechen Sie mit Ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!