HSC Bad Neustadt - TSV Haunstetten 30:13 (13:5).

Den Misserfolg nahm Haunstettens Trainer Michael Rothfischer gelassen hin. "Wir wussten, dass die Trauben hoch hängen würden. Aber es war für die Spieler eine wichtige Erfahrung, einmal gegen einen solchen Gegner und vor so großer Kulisse spielen zu können." Diejenigen, die nicht kamen, verpassten eine starke Vorstellung der Saalestädter, die nach fünf Minuten bereits mit 4:0 führten, ehe sich einige technische Fehler und Fehlwürfe einschlichen. "In dieser Phase haben wir gegen die offensive Abwehr der Haunstettener zu viel parallel gespielt und sind, obwohl sich Räume ergaben, nicht in die Tiefe gegangen", monierte HSC-Coach Chrischa Hannawald in der Pressekonferenz.

Der Vorsprung wurde erst ausgebaut, als die Hausherren wieder vehementer Richtung Kreis zogen, wo sich die in Sachen Tempo überforderten Augsburger oft nur mit unfairen Mitteln zu helfen wussten. Maxi Schmitt konnte so nach zwanzig Minuten drei Strafwürfe in Serie verwerten zur 7:2-Führung, die zur Pause locker auf 13:5 ausgebaut wurde. Mit Applaus der heimischen Fans ging es in die Kabine. Die zweite Halbzeit begann rasant. Wieder hatten die Kurstädter einen Lauf. Der Zehn-Tore-Vorsprung (18:8) erlaubte es dem HSC-Trainer, einige positionelle Umstellungen vorzunehmen. Der Wechsel von Felix Schmidl für Nick Weber ins Tor tat der guten Abwehrleistung keinen Abbruch, war vielmehr der Grundstein dafür, dass zwischen der 40. und 50. Minute nur der Tabellenführer einnetzte. Eine ähnlich konzentrierte Leistung erwartet Hannawald gegen den nächsten Gegner vom VfL Günzburg, "auf den ich mich besonders freue, weil ich dort meine Juniorenzeit verbracht habe", so der HSC-Trainer. Ein zusätzliches Heimspiel wurde für den 24. Oktober terminiert, wenn die Rothosen zu einem Freundschaftsspiel die US-Nationalmannschaft erwarten.

Tore für den HSC: Maximilian Schmitt (8/4), Konstantin Singwald (6), Gary Hines (5), Maximilian Drude (3), Vilim Leskovec (3), Julian Bötsch (2), Franziskus Gerr (2), Ioannis Fraggis (1).