Zum einen einen Rettungswagen, zum anderen ein Notarzteinsatzfahrzeug. Außerdem wurde "Lucas II" vorgestellt ein Herzdruckmassagegerät, das selbständig die Herzdruckmassage durchführt und damit die Rettungskräfte entlastet. Auch wenn der Rettungswagen in Mellrichstadt vorgestellt wurde steht er doch in der Station in Nordheim. Vor einigen Jahren wurde diese "Außenstation" für den RTW-Standort eingerichtet, um die Hilfsfristen in der oberen Rhön einhalten zu können.

Neben Thomas Dietz konnte der BRK Kreisgeschäftsführer auch den ärztlichen Leiter Rettungsdienst, Georg Kochinki sowie Wachleiter Ralph Möller mit seinem Team begrüßen. "Alle Standorte werden gleich behandelt", sagte Hubert Kießner und sprach damit die Gesamtausstattung an der Wache in Mellrichstadt an.
Zum Standort Nordheim/Rhön nannte er die Hilfsfristen, aber auch, dass die Mitarbeiter der Mellrichstädter Wache damit flexibel sein müssen. "Sie haben zwar hier ihr zu Hause, müssen aber draußen am Standort Nordheim Dienst tun". Hier sei das Ehrenamt wieder einmal gefragt. Dank sagte Hubert Kießner dem Team, an der Spitze Ralph Möller als Wachleiter.

Dank galt auch der Stadt Mellrichstadt für die Unterstützung und den oft kurzen Dienstweg. Ein Dankeschön ging an Georg Kochinki, der als ärztlicher Leiter Rettungsdienst im Einsatz ist. Nun haben er und seine Kollegen ein nagelneues Notarzteinsatzfahrzeug, um schnell am Unfallort oder beim Patienten zu sein. Heiko Stäblein, Leiter des Rettungsdienstes, meinte, die neuen Fahrzeuge seien auch ein Zeichen der Wertschätzung für das sind, was hier geleistet wird.

Gerade in Mellrichstadt sei dies wichtig, wo nur "eine Hand voll Leute" im Dienst sind. Sie müssen viele Aufgaben und Funktionen erfüllen. Motivation ist für den Leiter Rettungsdienst wichtig und dazu gehören eben auch modernste Einsatzfahrzeuge. Für Wachleiter Ralph Möller hatte Heiko Stäblein eine Urkunde mitgebracht, die ihm den Wachleiterlehrgang bestätigt. Heiko Stäblein informierte über das Rettungsdienstgesetz wonach in Bayern 20 Prozent ehrenamtliche Arbeit einfließen soll. Auf Landkreisebene seien es über 20 Prozent, in Mellrichstadt 18 Prozent.

Dank sagte er an die Hauptamtlichen für das gute Miteinander. Den Notarztdienst nannte der ärztliche Leiter im Rettungsdienst, Georg Kochinki, einen wichtigen Dienst. Bisher gab es im Mellrichstädter Bereich vier Notärzte, jetzt sind es nur noch drei. Für jeden bedeutet dies 120 Tage im Jahr 24 Stunden pro Tag zur Verfügung zu stehen.

Heiko Stäblein ging noch einmal kurz auf die Ausstattung des neuen Rettungswagens ein und sprach "Lucas II" an. Bislang waren die Rettungskräfte im Einsatz auf die Herz-Druckmassage, angewiesen. Ein bewährtes Verfahren, das aber kräftezehrend ist.

"Lucas II" wird dem Patient umgeschnallt und arbeitet ununterbrochen. 2010 wurde ein Gerät in Bad Neustadt zu Testzwecken eingesetzt. "Es hat sich im Einsatz bewährt." Nun habe Mellrichstadt als letzte Wache im Kreisverband auch LUCAS II im neuen Rettungswagen. LUCAS II kostet rund 12 000 Euro, diese Kosten werden vom BRK Kreisverband Rhön-Grabfeld getragen, wobei die Gelder aus den Zuschüssen für die ehrenamtliche Arbeit kommen.

An der BRK Wache in Mellrichstadt wurden zwei neue Fahrzeuge und "Lucas II" offiziell in Dienst gestellt. Auf dem Foto zu sehen ist das BRK-Team mit dem stellvertretenden Bürgermeister Thomas Dietz (Zweiter von links), daneben BRK Kreisgeschäftsführer Hubert Kiessner und der ärztliche Leiter des BRK Rhön-Grabfeld, Georg Kochinki (rechts), Wachleiter Ralph Möller und der Leiter Rettungsdienst Heiko Stäblein.