diesen Urlaubsort auch einmal zu besuchen. Für Landrat Thomas Habermann sind Postkarten heute noch wichtig und er nimmt sich im Urlaub immer genügend Zeit zum Schreiben. "Dann setze ich mich in ein Straßencafe und überlege mir, wem und was ich schreibe." Er lobte - ebenso wie Bürgermeister Thomas Helbling - die Postkartenausstellung in der Schranne und stellte die Zusammenarbeit zwischen Volkshochschule Rhön-Grabfeld und der Bezirksheimatpflege des Bezirks Unterfranken heraus. Aufgefüllt wurden die Vitrinen der Ortsansichten auch mit Postkarten von Kreisheimat- und Archivpfleger Reinhold Albert und Elfriede Herda aus Ostheim/Rhön.

Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel sprach das Jahr 490 an, als zwischen Athen und Sparta erste Nachrichten übermittel wurden. 1490 wurde das Postwesen in Deutschland gegründet und 1516 konnten Briefe schon über eine Strecke von fast 200 Kilometern befördert werden.
Die Bevölkerung bat der Bezirkstagspräsident in den Schubladen zu Hause nach zu schauen und nach Postkarten-Schätzen zu suchen. Die Ausstellung selbst nannte er hervorragend und ging vor allem auch auf die Teppichmotive ein. "Da ist meine Heimatstadt Miltenberg zu sehen und ich kann auch noch lesen, was dort geschrieben steht." Die Postkartenausstellung sei ein wichtiges Thema, schließlich handle es sich hier um Kulturgüter. Kurz streifte der Präsident die Kulturstiftung, die jährlich bis zu acht Millionen Euro an zahlreiche Kulturprojekte, darunter die Berufsfachschule für Musik, ausschüttet.

"Wir können mit diesem Geld vor allem auch im ländlichen Raum viel Gutes tun." Kultur werde im Landkreis Rhön-Grabfeld groß geschrieben, so Dotzel. An die Gäste appellierte er, wieder fleißig Postkarten zu schreiben, denn "die Kultur der Postkarte darf nicht verloren gehen, weil sie ein wichtiger Teil unseres Leben ist". Musikalisch gestaltet wurde die Eröffnung der Ausstellung durch Johannes Tappert von der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen.

Klaus Schemmerling, Leiter der Volkshochschule Rhön-Grabfeld vertrat den Bayerischen Volkshochschulverband für den Bereich Unterfranken. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Bezirk Unterfranken bei diesem ersten gemeinsamen Projekt. Ohne die unterfränkische Kulturstiftung sei dies nicht möglich gewesen. Lob gab es für Daniela Kühnel und Professor Dr. Klaus Reder, sowie Kreisheimat- und Archivpfleger Reinhold Albert, der aus dem eigenen Depot und der Sammlung von Elfriede Herda die Ausstellung mit unterstützte. Die Ausstellung in der Schranne in Bad Königshofen ist noch bis Donnerstag, 6. März, zu sehen.