Wie kommunale und kirchliche Jugendarbeit sich ergänzen, wird in der Pfarreiengemeinschaft "Am Kreuzberg, Bischofsheim" und der Stadt Bischofsheim praktiziert. Auf der neu erstellten Internetseite www.böscheme.de haben Jugendliche die Möglichkeit, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Anregungen den Verantwortlichen in Stadt und Pfarrei über einen Online-Fragebogen mitzuteilen.

Die Initiative der Jugendarbeit, der Pfarreiengemeinschaft Schwung zu verleihen, kam aus dem Pfarrgemeinderat. Der Vorsitzende Michael Handwerker nahm Kontakt mit Regionaljugendseelsorger Dr. Thorsten Kapperer von der Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit Bad Neustadt auf. Patrick Bauer, zuständig für die Jugendarbeit im Bischofsheimer Stadtrat, war für eine Zusammenarbeit offen, ebenso der damalige Bürgermeister Udo Baumann. Der Arbeitskreis mit Verantwortlichen aus der Pfarreiengemeinschaft, Dr. Thorsten Kapperer und Manfred Markert als Vertreter des Stadtrates sowie Jugendliche der "Böschemer Jugend", haben die Anregungen eines ersten Treffens aufgegriffen und sind auf die Idee des Online-Fragebogens gekommen.

"Wir wollten keine zusätzliche Arbeit produzieren, sondern möchten die Jugendarbeit bestmöglich unterstützen, indem wir auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Vereine und Jugendlichen eingehen", erklärte Dr. Thorsten Kapperer. "Wir halten es für wichtig, die Bedürfnisse der Jugendlichen genauer zu erfahren. Wir müssen mit den Jugendlichen und nicht über die Jugendlichen reden."


Ankreuzen oder mit kurzen Sätzen

Dank dem Engagement von Manfred Markert wurden der Online-Fragebogen und die Seite www.böscheme.de entwickelt. Die Umfrage sei anonym, und die Fragen seien so konzipiert, dass sie entweder per Ankreuzen oder mit kurzen Sätzen beantwortet werden können. Wer möchte, habe auch die Möglichkeit längere Antworten zu schreiben, etwa bei den Fragen, was für Jugendliche anders gemacht werden sollte, was gefalle und was weniger gefalle. Auch geht es in den Fragen um einen Jugendtreff und Wünsche, die die Jugendlichen für ihre Orte haben. "Ich möchte, dass die Jugendlichen eine Möglichkeit haben, sich zu Wort zu melden", erklärte Markert. In den ersten Tagen seit Freigabe der Seite seien schon über 100 Teilnehmer zu verzeichnen. "Wichtig ist, dass auch die Eltern die Jugendlichen auf die Aktion aufmerksam machen und zur Teilnahme motivieren", sagte Markert.

"Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Jugendliche daran teilnehmen, um ein aussagekräftiges Bild zu bekommen", ergänzte Kapperer. Sobald Ergebnisse vorliegen, werden diese vorgestellt.