Bayreuth — Wie das Polizeipräsidium Oberfranken weiter mitteilt, hatten es die vier georgischen Hauptverdächtigen im Alter von 30 bis 45 Jahren bei ihren Diebeszügen vorwiegend auf Verbrauchermärkte, Autohäuser und Tankstellen abgesehen. Bei den Einbrüchen in Ober- und Mittelfranken waren sie nahezu ausschließlich auf Tabakwaren aus.

Das erbeutete Diebesgut verkauften die vier Georgier an drei weitere Hintermänner im Alter von 24 bis 40 Jahren, die als Hehler fungierten. Insgesamt können die Ermittler den Männern mittlerweile 15 Einbrüche in den Landkreisen Hof, Bayreuth, Kronach, Kulmbach sowie in Mittelfranken seit Ende Juli dieses Jahres nachweisen.
Während sie bei den Taten Beute im Gesamtwert von rund 75 000 Euro machten, hinterließen die Männer einen Sachschaden von etwa 20 000 Euro.

30 Müllsäcke mit Tabakwaren

Eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe deckte schließlich auch die Verbindung zu einem Hehler in Dortmund auf, der dort einen Kiosk betreibt. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei in Nordrhein-Westfalen und mit Unterstützung von Spezialkräften aus Thüringen konnten am vergangenen Donnerstag zwei Diebe und drei Hehler bei der Übergabe von Diebesgut in der Dortmunder Innenstadt festgenommen werden. Gleichzeitig klickten bei den zwei weiteren Mitgliedern der Bande in Hof die Handschellen. Bei der Festnahme stellten die Kriminalbeamten rund 30 Müllsäcke mit Tabakwaren sicher.

Alle Festgenommenen wurden noch am Freitag den Ermittlungsrichter vorgeführt, der gegen die vier hauptverdächtigen Einbrecher sowie gegen zwei Hehler jeweils Haftbefehle erließ. Mittlerweile sitzen die Beschuldigten in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten ein. Die weiteren Ermittlungen dauerten noch an, so Alexander Czech vom Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth.

Bereits am Freitag konnten oberfränkische Ermittler den Fahndungserfolg bei einer anderen Diebesbande melden. Diese hatte deutschlandweit bei ihren Einbrüchen in Wohnungen, Apotheken und Firmen rund 80 000 Euro erbeutet und einen Schaden von gut 55 000 Euro angerichtet. Allein in Oberfranken gingen 30 Einbrüche auf das Konto der Bande. zim/pol