Am Donnerstagmorgen (28.01.21) kam es in einem Chemiebetrieb im Nürnberger Westen zu einem Zwischenfall, bei dem aus bisher unbekannter Ursache Salzsäuredämpfe aus einem Tankbehälter austraten. Da bei dem Vorfall der Deckel des Behälters in den angrenzenden Bahnbereich geschleudert wurde und geringere Mengen Säuredämpfe aus dem beschädigten Tank austraten, veranlasste die Berufsfeuerwehr die Einstellung des Fahrbetriebes auf den angrenzenden Eisenbahngleisen.

Die Einsatzkräfte deckten den Tank unter Chemikalienschutzkleidung ab. Um Schäden an der Oberleitung zu verhindern, reinigte die Feuerwehr abschließend mittels Strahlrohren den Fahrdraht von möglichen Chemikalienresten, wie die Feuerwehr Nürnberg mitteilt.

200 Kilogramm schwerer Deckel auf Bahngleis in Nürnberg geschleudert

Am Donnerstag gegen 07.30 Uhr wurde die Feuerwehr Nürnberg zu einem Chemiebetrieb in die Nürnberger Matthiasstraße alarmiert. Auf dem dortigen Betriebsgelände war es aus unbekannter Ursache zu einem Betriebsunfall gekommen, bei dem der rund 200 Kilogramm schwere Deckel eines Chemikalientanks in die Luft geschleudert wurde und im angrenzenden Gleisbereich der Deutschen Bahn zu liegen kam. Aus dem beschädigten Tank traten in der Folge geringe Mengen Salzsäuredämpfe aus.

Der Tankdeckel konnte schnell aus dem Gleisbereich geborgen werden. Zum Schutz des Bahnbetriebs vor den Säuredämpfen und wegen der Arbeiten im Gleisbereich wurde der Fahrbetrieb auf den Bahngleisen eingestellt. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn unterstützte die Einsatzkräfte vor Ort. Um den beschädigten Tank abzudecken kletterten Feuerwehrangehörige mit Chemikalienschutzanzügen auf das Tankdach und brachten eine Plane an. Dadurch konnte der Eintritt von Regenwasser und der weitere Austritt von Säuredämpfen unterbunden werden. Alle weiteren notwendigen Maßnahmen können durch den betroffenen Betrieb durchgeführt werden. Da unklar war, ob die Oberleitung durch den Kontakt mit den austretenden Säuredämpfen Schaden genommen haben könnte, wurde der Fahrdraht von Bahnmitarbeitern mit einer Spezialkamera untersucht. Die Feuerwehr beseitigte anschließend vorsichtshalber mit Strahlrohren mögliche Verunreinigungen von der Oberleitung. Anschließend konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Eine Gefahr für die Anwohner hat nicht bestanden.

Eingesetzt waren rund 25 Feuerwehrkräfte von den Feuerwachen 1 und 3, ein Rettungswagen und ein Streifenwagen der zuständigen Polizeiinspektion. Der Einsatz endete gegen 10.45 Uhr.

Vorschaubild: © Symbolfoto: Ronald Rinklef