• Nürnberg: Wirt gibt Traditionsgaststätte "Sängerlust" auf
  • "In der aktuellen Lage": Betreiber erklärt Entscheidung
  • Restaurant mit fränkischer Küche seit zwei Monaten geschlossen 
  • "Das ist der Plan": Gute Nachrichten für Gäste des beliebten Lokals

Seit rund zwei Monaten ist die Traditionsgaststätte "Sängerlust" im Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof, im Volksmund "Zabo" genannt, nun geschlossen. Das beliebte Restaurant hatte Gastronom Alexander Rüdiger nach längerem Leerstand Mitte 2021 übernommen. Doch bereits im August habe er sich entschieden, das fränkische Lokal nicht weiterzuführen, erklärt Rüdiger gegenüber inFranken.de

"Sängerlust"-Wirt gibt Nürnberger Traditionsgaststätte auf - "stärker fokussieren"

Der Grund: Rüdiger führe neben der "Sängerlust" noch weitere Restaurants im Raum Nürnberg, darunter das "Alte Forsthaus" in Fürth und die "Alte Veste" in Zirndorf. Die aktuelle Situation des Personalmangels habe ihn dazu gezwungen, sich "stärker auf die beiden Objekte zu fokussieren", so der Wirt. 

"In der aktuellen Lage ist es von der Personalstruktur her wichtig, dass ein Chef auch in seinen Restaurants vor Ort ist, er wird dort gebraucht", sagt Rüdiger. Denn trotz Energiekrise seien die Lokale glücklicherweise sehr gut besucht, so der Gastronom.

"Wir bekommen aktuell auch sehr viele Anfragen für Weihnachtsfeiern, Geburtstage und Hochzeiten", erläutert er. Deshalb habe er sich letztlich dafür entschieden, das Restaurant an der Zerzabelshofer Hauptstraße 51 aufzugeben. 

"Wahrscheinlich schon ab 1. Dezember": Gastronom verrät erfreulichen Plan 

Bei dem Objekt handle es sich um "eine absolute Traditionsgaststätte, die es schon gab, als der Club noch in Zabo gespielt hat, das waren die ganz alten Zeiten". 1966 war das 1908 eröffnete alte Stadion des 1. FCN abgerissen worden, heute stehen an dieser Stelle Wohnblöcke. 

Doch Alexander Rüdiger hat auch gute Nachrichten für die Stammkundschaft des Lokals im Nürnberger Südosten. "Das Restaurant ist wahrscheinlich schon ab dem 1. Dezember wieder geöffnet", sagt er. "Das ist der Plan."

Zu viel verraten könne er allerdings noch nicht, weil noch letzte Formalitäten anstünden. Ein Detail, das besonders die Fans von deftigem Braten und Co erfreuen dürfte, nennt der Wirt dann aber doch: "Es wird - wenn alles klappt - wieder fränkische und bayerische Küche geben." Mitte November könne man mehr sagen, so der Noch-Betreiber der "Sängerlust". 

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