• Trauriger Fund: Fußgänger entdeckt Meerschweinchen in Hecke an Bahnhof
  • Tierheim Hersbruck nimmt Nager auf - Jungtier erst wenige Wochen alt
  • Tierschützer mit schlimmen Verdacht: Meerschweinchen wurden wohl ausgesetzt
  • "Unfassbar": Facebook-Nutzer reagieren mitunter entsetzt auf Vorfall

Das Tierheim Hersbruck hat mit einer Nachricht auf Facebook für teils wütende Reaktionen gesorgt. In ihrem Post berichten die Tierschützerinnen und Tierschützer von einem traurigen Fund. "Ein aufmerksamer Bürger hat gestern in der Nähe des Bahnhofes in Speikern im Gebüsch diese Meerschweinchen entdeckt", heißt es darin. "Der Verdacht liegt nahe, dass die Tiere ausgesetzt wurden", erklärt Tierheimleiterin Martina Höng am Montag (25. Oktober 2021) inFranken.de.

Tierheim Hersbruck vermutet: Meerschweinchen wurden ausgesetzt

Trotz der kalten Außentemperaturen seien die Meerschweinchen im Großen und Ganzen wohlauf. "Dank der Hilfe von Tierfreunden konnten sie gesichert werden und sind nun bei uns im Tierheim, wo sich die 'Schweinchen' von dem Schock erholen", schreibt das Hersbrucker Tierheim bei Facebook

Dem Tierheim Hersbruck zufolge handelt es sich um zwei männliche Tiere. "Es sieht so aus, als ob das Vater und Sohn oder zwei Brüder sind", berichtet Höng. Das jüngere der beiden Meerschweinchen wird auf etwa sechs Wochen geschätzt und leidet an einem Pilzbefall. "Ein Pilz ist immer hartnäckig", erläutert die Tierheimleiterin. Dennoch gehe es beiden Nagern den Umständen entsprechend gut. 

Bis klar ist, ob die zwei Tiere den Vorfall wirklich unbeschadet überstanden haben, ist noch ein wenig Geduld nötig. Eine Stuhlprobe stehe derzeit noch aus. "Es wird noch zwei, drei Wochen dauern, bis alles abgeklärt ist", sagt Höng. Erst dann könne darüber entschieden werden, inwieweit die Meerschweinchen vermittelt werden können.

"Unfassbar": Facebook-Nutzer reagieren entsetzt auf Vorfall

Auf der Facebook-Seite des Tierheims führte die Nachricht über den Meerschweinchen-Fund derweil teilweise zu wütenden Reaktionen. "Wie grausam kann ein Mensch eigentlich sein - echt traurig sowas!!!", hält etwa eine Userin unter dem Beitrag fest. "Unfassbar", lautet schlicht ein anderer Kommentar. 

Ein Mann gibt indes zu bedenken, dass im vorliegenden Fall Menschen ohne entsprechendes Hintergrundwissen  womöglich verurteilt werden. "Schon mal daran gedacht, dass die Meerschweinchen irgendwo ausgebüxt sind?"

Darauf erwidert schließlich ein anderer: "Also ich glaube nicht, dass sie ausgebüxt sind. Die wurden gezielt ausgesetzt an einem Ort, wo nicht gleich einer gesehen wird. Wenn sie jemandem entlaufen wären, hätte man das mitbekommen", meint der Facebook-Nutzer. 

Tierheim Hersbruck: Ausgesetzte Tiere kein Einzelfall - Katzen über Mauer geworfen

Auch die Beschäftigten im Tierheim Hersbruck gehen, wie erwähnt, nicht davon aus, dass es sich bei den beiden Meerschweinchen um entlaufende Tiere handelt. "Dass Tiere ausgesetzt werden, kommt leider immer wieder vor", betont Tierheimleiterin Höng.

"Einmal hatten wir einen ganz schrecklichen Fund". In einer kalten Nacht wurden demnach mehrere Meerschweinchen unmittelbar vor dem Tierheim ausgesetzt. "Bis wir sie am nächsten Morgen entdeckt haben, waren die Tiere leider schon erfroren", erinnert sich Höng. "Auch Katzenkinder wurden uns schon über die Mauer ins Tierheim-Gelände geworfen."

Zum jüngsten Fall sucht das Tierheim nun die Besitzer der beiden Meerschweinchen. Laut Aussagen sei ursprünglich noch ein drittes Meerschweinchen zu sehen gewesen - "dieses wurde aber leider nicht gefunden", halten die Tierschützer fest. Wer Hinweise zu den in Nähe des Bahnhofs in Speikern (Landkreis Nürnberger Land) gefundenen Meerschweinchen liefern kann, wird gebeten, sich mit dem Tierheim Hersbruck in Verbindung zu setzen. 

Tierheim Hersbruck:

  • Telefon: 091516095923
  • E-Mail: hersbrucker-tierheim@web.de

In Schwabach waren das Tierheim, die Polizeiinspektion und ein Gerichtsvollzieher derweil in eine Wohnungsräumung involviert. Drei Haustiere sollten in Obhut genommen werden - jedoch fanden die Beamten nicht nur diese.