Feucht
Tierschicksal

Schrecklicher Fund in Karton: Botschaft von Tierquäler macht fassungslos

Eine Mitarbeiterin des Tierheims Feucht machte auf einem Parkplatz einen schockierenden Fund. Die Rettung eines ausgesetzten Haustieres kam wohl gerade noch rechtzeitig.
Tierheim Feucht macht schrecklichen Fund in Karton: Tierquäler hinterlässt Botschaft - "sorry"
Vor dem Tierheim Feucht rettete eine Mitarbeiterin ein ausgesetztes Haustier vor einer gefährlichen Situation. Foto: Collage inFranken.de: Jan2575 ; NadinLisa (beide Pixabay/Symbol)
  • Tierheim Feucht: Unbekannter setzt Haustier gefährlicher Situation aus
  • Mitarbeiterin findet Maus gerade noch rechtzeitig: "Das Tier hätte ertrinken können"
  • Tierheim wünscht sich mehr Rücksichtnahme: "Bei uns wird niemand angeschimpft"

Vor dem Tierheim Feucht machte eine Mitarbeiterin am vorletzten Samstag (10. September 2022) eine schockierende Entdeckung. Zwischen zwei Autos hatte jemand sein Haustier in einem Karton deponiert.

Tierheim Feucht: Unbekannter setzt Haustier gefährlicher Situation aus

"Der Karton stand zwischen zwei geparkten Autos", erinnert sich Mitarbeiterin Viktoria Richter im Gespräch mit inFranken.de. Als ihre Kollegin den Karton dann öffnete, habe sie darin eine Rennmaus entdeckt und umgehend ins Tierheim Feucht gebracht.

Ein Tier so auszusetzen sei absolut fahrlässig: "Dass der Karton mitten zwischen Autos stand, war schon gefährlich genug", so Richter. Kurze Zeit, nachdem ihre Kollegin die Maus aus ihrem Gefängnis befreit hatte, habe es dann angefangen zu regnen: "Das Tier hätte ertrinken können."

Der Maus sei kein Zettel mit genaueren Informationen oder gar einem Namen beigelegt worden. Einzig der Schriftzug "Sorry" habe auf der Schachtel geprangt.

"Bei uns wird niemand angeschimpft": Mitarbeiterin fordert zu mehr Rücksicht auf Tierwohl auf

Zu Richters Bedauern seien solche Aktionen kein Einzelfall: "Leider passiert das immer wieder. Oft haben Menschen ein schlechtes Gewissen, ein Tier abzugeben. Oder die Gründe, wie zum Beispiel Angst vor Tierarztrechnungen, sind ihnen peinlich."

Trotzdem wünscht sich Richter, dass diese Menschen das Wohl der Tiere vor ihren eigenen Stolz stellen: "Wir wissen, dass es manchmal eben nicht anders geht. Bei uns wird niemand angeschimpft, wir wollen nur für die Tiere da sein". Es sei für Tierheime sehr wichtig, so viel wie möglich über neue Tiere zu erfahren, damit man sich entsprechend um diese kümmern können.

Auch wenn das Team sonst noch nicht viel über sie wisse, habe es die Maus im Tierheim Feucht mittlerweile immerhin auf den Namen "Sorry" getauft.

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