Flughafen Nürnberg erwartet Rekord-Ansturm in Sommerferien - 3 Top-Ziele

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Mit den Sommerferien bricht am Flughafen Nürnberg die verkehrsreichste Zeit des Jahres an. Das Passagieraufkommen könnte erneut auf Rekordniveau liegen. Drei Ziele sind besonders gefragt.

Bayern startet als letztes Bundesland in die Sommerferien. Vom 3. August bis 14. September haben Schüler im Freistaat sechs Wochen lang schulfrei. Mit dem Start der Ferien beginnt am Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg die verkehrsreichste Zeit des Jahres. Für den Ferienzeitraum werden rund 788.000 abfliegende und ankommende Passagiere erwartet - damit bewegt sich das Fluggastaufkommen voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahresrekords.

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, empfehlen die Verantwortlichen drei konkrete Maßnahmen. Insgesamt fliegen 21 Fluggesellschaften von Nürnberg aus rund 55 Nonstop-Ziele an, darunter Urlaubsregionen in Europa, Nordafrika und darüber hinaus.

Flughafen Nürnberg rechnet mit erneutem Passagierrekord in Sommerferien - drei Ziele besonders gefragt

Zu den größten Ferienfluggesellschaften am Nürnberger Flughafen zählen in diesem Sommer Corendon Airlines, Marabu Airlines und SunExpress. Die verkehrsreichsten Einzeltage werden voraussichtlich Montag, der 3. August, Freitag, der 7. September, sowie Montag, der 14. September sein - an jedem dieser Tage rechnet der Flughafen mit rund 20.000 Fluggästen, wie aus einer Pressemeldung hervorgeht.

An der Spitze der gefragtesten Sommerziele steht erneut Antalya mit mehr als 133.000 erwarteten Passagieren. Dahinter folgen Palma de Mallorca mit rund 108.000 Fluggästen sowie Heraklion auf Kreta mit knapp 35.000 Reisenden. Auch das ägyptische Hurghada verzeichnet starke Nachfrage. Neu im Angebot sind unter anderem Bodrum in der Türkei sowie Rabat in Marokko.

Für Ziele ohne Direktverbindung stehen internationale Drehkreuze zur Verfügung. Das meistgenutzte ist Istanbul, über das vor allem Anschlussflüge nach Asien gebucht werden - rund 42.000 Passagiere werden dort erwartet. Frankfurt folgt auf Platz zwei mit etwa 35.000 Fluggästen, die mit Lufthansa weiterreisen. Weitere Umsteigemöglichkeiten bieten Air France über Paris sowie KLM über Amsterdam. Auch der Istanbuler Flughafen Sabiha Gökcen, Drehkreuz von Pegasus Airlines, wird zunehmend genutzt.

Mehr als 260 Mitarbeiter im direkten Passagierservice

Laut Angaben des fränkischen Airports sind Städtereisen ebenfalls stark nachgefragt: Ryanair verbindet Nürnberg unter anderem mit London, Budapest und Porto sowie weiteren Zielen auf der Iberischen Halbinsel. Barcelona ist mit Vueling nonstop erreichbar. Wizz Air bedient Ziele in Südosteuropa wie Bukarest, Tirana, Varna und Skopje.

"Damit während der Ferienzeit alles reibungslos funktioniert, arbeitet hinter den Kulissen ein großes Team Hand in Hand", halten die Verantwortlichen des Albrecht-Dürer-Airports in ihrer Verlautbarung fest. Allein im Bereich Passage - also an Check-in und Boarding - arbeiten zum Ferienbeginn demnach rund 120 Mitarbeitende. Hinzu kommen laut Flughafenangaben 23 Personen im PRM-Service für Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität, 16 in der Gepäckermittlung (Lost & Found), 16 im Ticketing sowie zehn an der Flughafeninformation. Ergänzt werden die Teams durch 85 Leiharbeitskräfte. Insgesamt kümmern sich damit mehr als 260 Personen direkt um die Belange der Reisenden.

Der Bereich Airport Operations, der als Schnittstelle zwischen Flughafenbetrieb und Airline-Crews fungiere, sei mit 53 Beschäftigten und zehn weiteren Leiharbeitskräften rund um die Uhr aktiv. Auf dem Vorfeld und in der Gepäckabfertigung seien weitere Teams im Einsatz: 84 Mitarbeitende übernehmen der Meldung zufolge die Gepäcksortierung, 143 das Be- und Entladen der Flugzeuge, 49 die Kabinenreinigung, 40 den Passagiertransport auf dem Vorfeld und 16 den Push-back. "Verstärkt werden diese Bereiche durch weitere 95 Leiharbeitskräfte", heißt es in der Pressemitteilung. Die Einsatzplanung aller Beschäftigten koordinieren demzufolge sieben Mitarbeitende der zentralen Dienstplanung.

Neue CT-Scanner modernisieren die Sicherheitskontrolle

Rechtzeitig vor der Hauptreisezeit wurden die Sicherheitskontrollen am Flughafen modernisiert. Verantwortlich zeichnen die Regierung von Mittelfranken, das Luftamt Nordbayern sowie das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr. Durch den Einsatz neuer CT-Scanner müssen Flüssigkeiten und elektronische Geräte wie Laptops oder Tablets nicht mehr aus dem Handgepäck entnommen werden. Zudem dürfen Flüssigkeiten in auslaufsicheren Behältern mit bis zu zwei Litern Fassungsvermögen mitgeführt werden. Die Neuerungen sollen die Abfertigungszeiten verkürzen und Wartezeiten an den Kontrollstellen reduzieren.

Dem Bayerischen Verkehrsministerium zufolge ist der Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg als erster Flughafen in Deutschland im Linienverkehr vollständig auf modernste CT-Technologie bei der Fluggastkontrolle umgestellt worden. 

Auch bei der Gepäckaufgabe stehen Selbstbedienungsautomaten bereit: An sogenannten Self-Bag-Drop-Stationen können Passagiere von Air France, KLM, Wizz Air, Freebird, Marabu Airlines und Corendon Airlines ihr Reisegepäck eigenständig aufgeben. Für Urlauber soll sich dadurch die Wartezeit verkürzen. Die Automaten sind in mehreren Sprachen verfügbar.

Erweitertes Einkaufs- und Gastronomieangebot - Last-Minute-Buchungen weiterhin möglich

Hinter der Sicherheitskontrolle steht seit dem vergangenen Jahr ein neu gestalteter Einkaufs- und Gastronomiebereich zur Verfügung. Der Duty-Free-Bereich wurde auf nahezu doppelte Fläche erweitert und bietet internationale Marken, reiseexklusive Angebote sowie regionale Produkte aus Franken. Der Gastronomiebereich hält fränkische Speisen, Nürnberger Bier und Kaffee aus der Region bereit.

Weitere Verpflegungsmöglichkeiten mit Blick auf das Vorfeld bietet die Marché Mövenpick Sandwich Manufaktur. Reiselectüre ist bei Schmitt & Hahn Buch und Presse erhältlich.

Wer den Sommerurlaub noch nicht gebucht hat, finde laut Einschätzung der Reisebranche weiterhin Angebote, heißt es vonseiten des Nürnberger Flughafens. Der Last-Minute-Markt erlebt demnach in diesem Jahr eine stärkere Nachfrage. Verfügbare Kapazitäten bestehen nach aktuellen Angaben insbesondere für Reisen in die Türkei, nach Ägypten und nach Griechenland.

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Vorschaubild: © Daniel Krüger/inFranken.de (Symbolbild)