• Corona: Schwabach bietet Impftag für Jugendliche an
  • Impfberechtigt sind Jugendliche, die im Postleitzahlgebiet 91126 leben oder in Schwabach zur Schule gehen
  • Söder: "Wirksamste Mittel gegen die Delta-Variante ist die Schülerimpfung"

Im Kampf gegen die gefährliche Delta-Variante setzt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf die Impfung von Schüler*innen. "Die Stiko sollte dringend überlegen, wann sie das Impfen von Jugendlichen empfiehlt", erklärt er auf Twitter. "Wir erhöhen damit den Schutz für alle und geben einer Generation, die auf viel verzichten musste, wieder Freiheiten zurück. Das wirksamste Mittel gegen die Delta-Variante ist die Schülerimpfung."

Schwabach mit Impftag für Jugendliche - erziehungsberechtige Person muss anwesend sein

Das Schwabacher Impfzentrum bietet bereits am kommenden Samstag (10. Juli 2021) bietet einen Impftag für Jugendliche im Alter von 12 bis einschließlich 17 Jahren an, teilt die Stadt Schwabach mit. Dafür ist zwingend eine vorherige Anmeldung erforderlich: Entweder per Mail an impfzentrum@schwabach.de oder unter Telefon 09122 875410.

Zur Impfung muss unbedingt mindestens eine erziehungsberechtige Person (mit Personalausweis) anwesend sein. Der zweite Impftermin kann nicht verschoben werden, er findet sechs Wochen später, am Samstag (21. August 2021) statt. Die Impfungen finden in der Zeit von 9 bis 17 Uhr statt und werden durch einen Kinderarzt durchgeführt. Impfberechtigt sind Jugendliche die im Postleitzahlgebiet 91126 leben oder in Schwabach zur Schule gehen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

FDP kritisiert Söders Vorstoß: "Stiko braucht keine Ratschläge von Politikern"

Von der Landtags-FDP handelte sich Söder mit seiner Forderung prompt Kritik ein. "Die Stiko braucht keine Ratschläge von Politikern. Sie spricht Empfehlungen auf Basis medizinischer Erkenntnisse aus, nicht auf Basis politischer Erwägungen", teilte FDP-Fraktionschef Martin Hagen mit. Das sei die große Stärke dieses Gremiums und die Grundlage für das Vertrauen, das es bei den Bürgern genieße. "Es steht einem Ministerpräsidenten nicht zu, hier Druck auszuüben."