Pendler in und um Nürnberg müssen sich im Sommer auf deutliche Einschränkungen einstellen. Zwischen Nürnberg und Roth wird gebaut - alle Informationen zu den Maßnahmen.
Die Deutsche Bahn treibt den barrierefreien Ausbau der S-Bahn Nürnberg weiter voran, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Entlang der Linie S2 sollen an insgesamt zehn Stationen umfassende Maßnahmen umgesetzt werden. "Damit soll den Fahrgästen künftig das stufenfreie Ein- und Aussteigen ermöglicht werden", heißt es weiter. Betroffen sind die Stationen:
- Nürnberg-Sandreuth
- Nürnberg-Eibach
- Nürnberg-Reichelsdorf
- Reichelsdorfer Keller
- Katzwang
- Rednitzhembach und
- Büchenbach
Sperrung der S-Bahn in Nürnberg: Ersatzverkehr und Änderungen für Fahrgäste
Hier werden die Gleise angehoben. In Schwabach, Schwabach-Limbach und Roth entstehen zudem komplett neue S-Bahnsteige. Um die Auswirkungen für Reisende möglichst gering zu halten, "finden die Baumaßnahmen in den bayerischen Sommerferien zwischen Ende Juli und Mitte September 2026 statt", schreibt die DB. Konkret werde die Strecke zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Roth vom 31. Juli bis 19. September 2026 vollständig gesperrt.
Ab dem 15. September soll die S2 auf dem Abschnitt zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Schwabach bereits wieder fahren. Noch bis zum 30. Juli gibt es zudem temporäre Zugausfälle zwischen Nürnberg und Bamberg wegen anderer Bauarbeiten. Während der Sperrung in den Sommerferien richte die Bahn einen umfangreichen Ersatzverkehr mit Bussen ein, wie es heißt. Fahrgäste müssen sich jedoch auf längere Fahrzeiten einstellen. Eine besondere Situation ergibt sich in Katzwang: Parallel zu den Gleisarbeiten finden dort Brückenarbeiten in der Rennmühlstraße statt.
Dadurch ist keine direkte Verbindung möglich, weshalb ein zusätzlicher Umstieg notwendig wird. Der Regionalexpress zwischen Nürnberg, Treuchtlingen und Augsburg bleibt hingegen weiterhin im Einsatz und stellt eine alternative Verbindung dar. Projektleiter Sebastian Vollmeier betont in der Mitteilung: "Das stufenfreie Ein- und Aussteigen ist ein großer Mehrwert für die Fahrgäste im Nürnberger S-Bahnnetz." Neben der Verbesserung der Einstiegssituation werden im Zuge der Bauarbeiten auch die Bahnsteige modernisiert. Dazu zählen neue Ausstattungen sowie erneuerte elektrische Anlagen und Beleuchtung.
Hintergrund: Einheitliche Einstiegshöhe als Ziel
Seit 2020 seien im Nürnberger S-Bahn-Netz Züge im Einsatz, die eine einheitliche Einstiegshöhe von 76 Zentimetern besäßen. Allerdings lägen viele Bahnsteige der S2 derzeit deutlich darüber. "Für einen stufenfreien Einstieg sind deshalb Umbaumaßnahmen notwendig", schreibt die DB. Der Freistaat Bayern unterstützt den barrierefreien Ausbau gemeinsam mit weiteren Maßnahmen mit rund 50 Millionen Euro.
Die aktuellen Arbeiten bauen auf bereits umgesetzten Projekten auf. So sei 2023 die S3 zwischen Feucht und Altdorf barrierefrei ausgebaut worden. 2025 seien diese Maßnahmen auf der S2 zwischen Nürnberg-Ostring und Röthenbach an der Pegnitz erfolgt.