Über 30 Grad Celsius im Schatten. Das ist heiß. Sehr heiß. Mit ein bisschen Wasser trinken ist es nicht getan. Ein Security schüttet sich ein Flasche Wasser über den Kopf, einige Festivalbesucher stellen sich zum Abkühlen unter Duschen. Auf dem Gelände werden gelbe Hüte verteilt und große Info-Screens sollen die Festivalbesucher ans Trinken erinnern.

Für die Einsatzkräfte und die Festivalbesucher stellt die Hitze eine Herausforderung dar, doch bisher habe man alles im Griff, erklärt Thomas Buhmiller, Verantwortlicher für den Sanitätsdienst, am Sonntagnachmittag bei der Pressekonferenz: Die Zahl der Einsätze sei höher als im Vorjahr, doch es folgen zwei weitere (Stand: Sonntag, 10 Uhr) - möglicherweise noch wärmere - Tage. "Seit Samstag gibt es zusätzliche Wasserausgabestellen", erklärt Martin Reitmaier vom Veranstalter Argo. Wer direkt vor der Bühne in der ersten Reihe steht, wird mit Wasser versorgt. "Sie kommen ja dort nicht weg".


Einsatzkräfte schon seit Donnerstagmorgen im Dienst
Bevor Rock im Park überhaupt losgeht, beginnt für die Hilfskräfte der Dienst. Schon seit Donnerstag um 5 Uhr sind 945 Männer und Frauen im Einsatz. Viele Besucher reisten am Donnerstag an, doch es sei zu wenig Beeinträchtigungen gekommen.

Die Polizei gibt sich locker. "Ich hatte schon viele nette Begegnungen. Ich gebe nicht nur High-Five sondern schon High-Five-Hundred", sagt Klaus Wild, Polizeirat der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd, bei der Pressekonferenz am Sonntagnachmittag. Doch die Polizei hat auch einiges zu tun (Stand: Sonntag, 10 Uhr):

- 78 Strafanzeigen
- 36 Diebstähle, davon 19 aus Zelten, vier Taschendiebstähle (Schaden: 7000 Euro)
- 13 verbale Streitigkeiten, die anschließend ausgeartet sind
- sieben Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz

Es kam aber weder zu gefährlichen Körperverletzungen, noch zu Sexualdelikten oder Ticketfälschungen.